Als Erwachsene blickt Tanja auf ihre gestohlene Jugend zurück und fragt sich: Warum hat niemand sie beschützt?Auf einer Vernissage in Kopenhagen begegnet sie als 14-Jährige dem charismatischen Schriftsteller Eg, einem Freund der Familie. Er macht ihr Komplimente, spricht mit ihr wie mit einer Frau. Eg beginnt, ihr lange, gefühlvolle Briefe zu schreiben. Tanja ist neugierig und erlebt ihre erste Verliebtheit. Doch das Erwachen von Sexualität wird zu einer verwirrenden und schmerzhaften Erfahrung, die sie für immer prägen wird.Ulrikka S. Gernes erzählt schnörkellos und doch poetisch von einer Frau, die versucht, eine Verbindung zu dem Mädchen herzustellen, das sie einmal war. Eine radikal mutige Geschichte über Macht und Resilienz, die in Dänemark Tausende Leserinnen und Leser eroberte.
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Ein Mädchen verließ das Zimmer
By Ulrikka S. Gernes, Ursel Allenstein
Als Erwachsene blickt Tanja auf ihre gestohlene Jugend zurück und fragt sich: Warum hat niemand sie beschützt?Auf einer Vernissage in Kopenhagen begegnet sie als 14-Jährige dem charismatischen Schriftsteller Eg, einem Freund der Familie. Er macht ihr Komplimente, spricht mit ihr wie mit einer Frau. Eg beginnt, ihr lange, gefühlvolle Briefe zu schreiben. Tanja ist neugierig und erlebt ihre erste Verliebtheit. Doch das Erwachen von Sexualität wird zu einer verwirrenden und schmerzhaften Erfahrung, die sie für immer prägen wird.Ulrikka S. Gernes erzählt schnörkellos und doch poetisch von einer Frau, die versucht, eine Verbindung zu dem Mädchen herzustellen, das sie einmal war. Eine radikal mutige Geschichte über Macht und Resilienz, die in Dänemark Tausende Leserinnen und Leser eroberte.
Popular Reviews(3)
„Ein Mädchen verließ das Zimmer“ ist eines dieser Bücher, die man nach dem Lesen nicht einfach beiseitelegt und vergisst. Im Mittelpunkt steht die vierzehnjährige Tanja, die eine Beziehung mit dem 46-jährigen Eg, einem Freund der Familie, eingeht. Was diese Geschichte so besonders und gleichzeitig so schwer macht, ist die Perspektive, aus der sie erzählt wird. Man begleitet ein junges Mädchen, das glaubt, etwas ganz Besonderes gefunden zu haben – und als Leser:in betrachtet man vieles dabei mit einem ganz anderen Blick. Das Buch behandelt ein unglaublich schwieriges Thema und hat mich beim Lesen immer wieder innehalten und nachdenken lassen. Es beschäftigt einen. Nicht unbedingt, weil ständig etwas Dramatisches passiert, sondern weil vieles so leise und eindringlich erzählt wird. Besonders gefallen haben mir die Briefe, die immer wieder Teil der Geschichte sind. Sie geben dem Roman eine ganz eigene Atmosphäre und haben das Gelesene für mich noch persönlicher und emotionaler gemacht. Was mich ebenfalls sehr berührt hat, ist, wie lange eine Geschichte einen Menschen begleiten kann und wie viel von dem Erlebten auch Jahre später noch nachwirken kann. Ich möchte gar nicht viel mehr zum Inhalt sagen, weil ich finde, dass man dieses Buch am besten selbst entdecken sollte. Nur so viel: Es hat mich tief berührt, beschäftigt und wird mir definitiv noch lange im Gedächtnis bleiben. Und genau deshalb finde ich es so schade, dass dieses Buch bisher nicht mehr Aufmerksamkeit bekommt. Für mich hätte es den Hype absolut verdient. Eine klare Leseempfehlung und definitiv eines meiner Jahreshighlights. 🥺❤️
Dieses Buch hat mich erschüttert und einfach so wütend gemacht - auf jede Person in dem Buch! Das war teilweise wirklich schwer auszuhalten. Ich habe es aber trotzdem verschlungen und wollte unbedingt wissen wie es ausgeht.
Trotz teilweise total absurder Aufforderungen seitens Eg spürt man von Anfang an, wie die kurze Begegnung mit ihm eine unglaubliche Anziehung ausgelöst hat. Diese bringt einen Stein ins Rollen, welcher durch gemeinsame Interessen und die gegenseitige Bewunderung angetrieben wird. Die Manipulation und die Rechtfertigung ihres Verhaltens gegenüber der eigenen Eltern, wurden total realistisch dargestellt, sodass man wirklich spürt, wie sie sich von arg begehrt fühlt und auch endlich von einer Person die Aufmerksamkeit bekommt, die ihr sonst in ihrem Alltag fehlt. Der poetische Schreibstil und die eingebauten Briefe & Gedichte haben die Beziehung und Emotionen der beiden wunderbar widergespiegelt. Zum Inhalt möchte ich gar nicht mehr vorwegnehmen, davon dürft ihr euch gerne selbst überzeugen! Es gab allerdings ein paar Szenen, die für die Storyline nicht entscheidend waren und meiner Meinung nach gerne hätten ausgelassen werden dürfen. Wie in der Einleitung schon erwähnt, war das kein leichtes Buch. Ich habe es trotzdem wirklich gern gelesen, auch - oder gerade weil - die Thematik so erschreckend und aufwühlend war. ⭐️ F A Z I T Es war ein innerer Zwiespalt zwischen „Ich muss es weglegen“ und „ich bin total gefesselt“. Eine Geschichte , die einerseits die Augen öffnet, zugleich verstörend ist und auf jeden Fall nachhallt. Die Thematik lässt sich auch sehr gut auf die heutige Zeit, insbesondere das Internet-Zeitalter, übertragen und ist daher in meinen Augen zeitlos. Von mir gibt’s 4,5 ⭐️ ! Wichtig: seid euch über die Thematik (Kindes-)Missbrauch bewusst, bevor ihr zum Buch greift!