4.1

Das Schwarz an den Händen meines Vaters

von Lena Schätte

Format:Hardcover
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Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen, der von der Werkshalle ins Büro versetzt wird, damit er sich nicht volltrunken die Hand absägt. Und das mit dem Alkohol, sagt die Mutter, war eigentlich bei allen Männern in der Familie so.Auch Motte trinkt längst mehr, als ihr gut tut. Schon als Kind hat sie beim Schützenfest die Reste ausgetrunken, bis ihr warm wurde. Jetzt, als junge Frau, schläft sie manchmal im Hausflur, weil sie mit dem Schlüssel nicht mehr das Schloss trifft. Ihr Freund stützt sie, aber der kann meistens selbst nicht mehr richtig stehen. Nur ihr Bruder, der Erzieher geworden ist, schaut jeden Tag nach ihr. Als bei ihrem Vater Krebs im Endstadium diagnostiziert wird, sucht Motte nach einem Weg, sich zu verabschieden – vom Vater und vom Alkohol.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
192 Seiten • Hardcover
Erschienen an: March 12, 2025

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Aktuelle Rezensionen(23)

4.1(170 ratings)
Diana FarussRezension von Diana Faruss

Es geht um die Familiengeschichte um das Leben mit einem alkoholkranken Vater. Das Thema macht einen sehr betroffen. Vor allen Dingen da die Erzählerin- die Tochter auch zeitweise Alkoholphasen hat. Mir hat an dem Buch die Erzählweise nicht gefallen.

GülsümRezension von Gülsüm

Ich weiß nicht genau, was ich von diesem Buch halten soll. An sich behandelt es ein sehr wichtiges Thema. Allerdings haben mich die Zeitsprünge etwas verwirrt. Da die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt wird, fiel es mir zunächst schwer zu verstehen, dass zwischen verschiedenen Zeitabschnitten hin- und hergesprungen wird. Dennoch wird dadurch auch das innere Hin und Her der Protagonistin spürbar. Sie schwankt zwischen der Liebe zu ihrem Vater und der Abscheu gegenüber seiner Sucht.

SandraRezension von Sandra

Wahr. Ernst. Ehrlich. Krass. Eine Geschichte über eine Familie, in der Alkohol schon lange dazugehört. Dort, wo Alkohol auffängt, weil man nie gelernt hat sich und das Leben selbst zu tragen. Aus der Perspektive der Tochter erzählt, führt der Roman durch eine Familiengeschichte, in der Liebe und Abhängigkeit, Nähe und Verletzung immer wieder ineinandergreifen. Sie wächst mit einem Vater auf, dessen Trinken zum festen Bestandteil ihres Lebens wird – und mit der Frage, wie man einen Menschen lieben kann, der einem gleichzeitig so viel nimmt. Der Roman ist ehrlich, teilweise brutal direkt und gerade deshalb so eindringlich. Keine leichte Geschichte, aber eine, die im Kopf bleibt.

LiaRezension von Lia

Eine sehr persönliche und ehrliche Auseinandersetzung der Protagonistin mit einem alkoholkranken Vater, den eigenen Prägungen und den Süchten, die daraus entstehen können. Besonders mochte ich, wie liebevoll die Protagonistin über ihren Vater spricht, ohne seine Sucht und deren Auswirkungen auf sie zu beschönigen. Vieles davon fühlte sich für mich sehr wahr und nachvollziehbar an, gerade wenn man selbst Erfahrungen mit Alkoholsucht im eigenen Umfeld hat. Ich hätte mir aber definitiv etwas mehr Tiefe gewünscht. Die Geschichte ist eher tagebuchartig erzählt, mit kurzen Episoden und Zeitsprüngen, wodurch vieles nur angerissen wird und für mich emotional manchmal an der Oberfläche blieb. Trotzdem ein guter, sehr kurzweiliger Read, den ich innerhalb eines Tages durchgelesen habe.

Patricia HeinleinRezension von Patricia Heinlein

Die verschiedenen Anekdoten sind sehr spannend zu lesen und bieten gute Einblicke in das Leben einer Familie mit Suchterkrankung. Allerdings ist es teilweise etwas verwirrend, da immer wieder in unterschiedliche Zeitspannen gesprungen wird und nicht ganz nachvollziehbar ist was genau zu welchem Zeitraum war. Auch wäre es schöner gewesen mehr in die Tiefe zu gehen und das Buch weiter zu spinnen. Gerade auch die Randcharaktere wie den Bruder hätte man etwas besser beleuchten können. Insgesamt ist es ein wichtiges Thema und ich wünsche mir mehr Bücher dazu.

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