4.1

Mit beiden Händen den Himmel stützen

von Lilli Tollkien

Format:Hardcover
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Lilli Tollkien, 1980 in Berlin geboren, begann verschiedene Ausbildungen und studierte unter anderem Regie und Musiktherapie in Berlin und Heidelberg. Sie arbeitete in sehr unterschiedlichen Berufen, etwa als Suchtberaterin in der JVA, als Jobcoach und Ausstatterin. Neben ihrem heutigen Beruf fotografiert sie und hat in Anthologien veröffentlicht. Sie lebt mit ihren Kindern in Leipzig. "Mit beiden Händen den Himmel stützen" ist ihr erster Roman.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
255 Seiten • Hardcover
Erschienen an: March 11, 2026

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Aktuelle Rezensionen(45)

4.1(292 ratings)
Ina Rezension von Ina

Manchmal musste ich das Buch weglegen, denn es war kaum auszuhalten, was Lale ertragen musste. Den Schreibstiel habe ich allerdings sehr gemocht.

DeniseRezension von Denise

Lilli Tollkien erzählt vom Aufwachsen unter zutiefst prekären Bedingungen: Lale wächst im West-Berlin der 1980er-Jahre in einer Männerkommune auf, zwischen grenzenloser Freiheit und bitterer Vernachlässigung. Vieles an dieser Kindheit ist schwer erträglich, und die Liste möglicher Triggerwarnungen ist lang. Dennoch drängt sich ein Adjektiv auf, das angesichts dieser Lebensumstände fast unpassend wirkt: spannend. Der Roman lässt einen nicht los, weil die Hoffnung bleibt, dass Lale einen Weg aus dieser Lage findet. Die Handlung fesselt und ermöglicht es, sich tief in eine Protagonistin hineinzufühlen, deren Lebensweg vielen Leserinnen und Lesern fern sein dürfte. Stellenweise bleibt man fassungslos zurück, erschüttert von den Umfeldern, in denen Kinder tatsächlich groß werden. Einzelne Kapitel und Passagen sind so explizit, dass das Buch zwischendurch beiseitegelegt werden muss, um das Gelesene zu verarbeiten. Gerade darin liegt aber auch die Stärke des Romans: Er öffnet den Blick für Lebenswelten, die sonst leicht unsichtbar bleiben. Thematisch erinnert der Roman an Sarah Lorenz’ „Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken“, das mich nicht überzeugen konnte. Die anfängliche Skepsis erwies sich jedoch als unbegründet. Den Unterschied macht hier eindeutig Tollkiens Schreibstil, der schonungslos und zugleich poetisch ist.

Diana FarussRezension von Diana Faruss

Lale berichtet von ihrer Kindheit- vom Entzug nach der Geburt, von der Drogensucht der Mutter, ihr Leben in der Männer WG ihres Vaters, Kinderladen, Schule, sexuelle Übergriffe etc. Es ist in allem ein Schnelldurchlauf von viel zu viel Information über ihr Leben. Alles ist erschüttert und erdrückend, aber von allem zu viel.

AstridRezension von Astrid

Die Geschichte von Lale geht unter die Haut, handelt von Missbrauch und Sucht in einer prekären Kindheit. Aber jetzt reicht es auch mit autofiktionalen Geschichten dieser Art und ich freue mich, wenn Lilli Tolkien dieses Genre verlässt - schreiben kann sie nämlich!

Stefanie L.Rezension von Stefanie L.

Schön ist das Gegenteil..dieses Buch ist faszinierend, irgendwie bstoßend, emotional und berauschend. Man liest fassungslos wie Lale aufwächst, wie keine Bindung und doch Bindung da ist und die unbewusste Suche nach Geborgenheit. Der Schluss war für mich unglaublich intensiv..wie Badewasser, das abfließt und der Strudel dich am Ende mit zieht.

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