Empfehlungen basierend auf "Eine Frau verschwindet"
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von Elena Fischer
»Der Anfang war der letzte Tag vor den Sommerferien. Der Anfang war ein Song im Radio. Der Anfang waren große Pläne.«
von Franziska Gänsler
»Die Bilder, die Franziska Gänsler aufruft, sind so einprägsam, dass man es fast wie einen Film vor sich ablaufen sieht (...) Die Trauer um die Mutter und die Schwester schwingt in jedem Satz mit, und trotzdem ist es ein ganz flirrend leichter Roman. Ich musste die 208 Seiten in einem Zug durchschwimmen und würde das Buch jedem ans Herz legen, der emotionale Wärme sucht. Am Schluss lässt Franziska Gänsler alles ganz elegant ausklingen: das ist dramatisch und sanft und tröstlich zugleich - wirklich reine Poesie.« Sarah Elsing, Deutschlandfunk Kultur, 18.04.2024
von Anne Freytag
Helene hätte ihren Mann verlassen sollen. Doch sie hat es nicht getan. Wie sie so vieles nicht getan hat. Dann lässt Georg sie, wie es das Klischee will, für eine Jüngere sitzen. Er hat sich verliebt. »Es ist einfach passiert.« Und Helene ordnet ihr Leben neu.
von Ayelet Gundar-Goshen
Als Neurochirurg Etan Grien mitten in der Nacht einen illegalen Einwanderer überfährt und erkennt, dass der Mann sterben wird, trifft er eine folgenschwere Entscheidung: Er lässt den Mann liegen und meldet den Unfall nicht. Doch am nächsten Morgen steht die Frau des Opfers vor seiner Haustür und macht Etan einen ungewöhnlichen Vorschlag, der sein Leben komplett umkrempelt. Löwen wecken ist die Geschichte eines Mannes, der einen falschen Schritt tut und diesen Weg dann weiterverfolgen muss. Ein stürmischer Roman, der sich in der stark umkämpften Grauzone zwischen Liebe und Hass, Schuld und Vergebung, Gut und Böse bewegt, und der zeigt, wie zerbrechlich unser geordnetes Leben eigentlich ist.
von Lena Schätte
Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen, der von der Werkshalle ins Büro versetzt wird, damit er sich nicht volltrunken die Hand absägt. Und das mit dem Alkohol, sagt die Mutter, war eigentlich bei allen Männern in der Familie so.Auch Motte trinkt längst mehr, als ihr gut tut. Schon als Kind hat sie beim Schützenfest die Reste ausgetrunken, bis ihr warm wurde. Jetzt, als junge Frau, schläft sie manchmal im Hausflur, weil sie mit dem Schlüssel nicht mehr das Schloss trifft. Ihr Freund stützt sie, aber der kann meistens selbst nicht mehr richtig stehen. Nur ihr Bruder, der Erzieher geworden ist, schaut jeden Tag nach ihr. Als bei ihrem Vater Krebs im Endstadium diagnostiziert wird, sucht Motte nach einem Weg, sich zu verabschieden – vom Vater und vom Alkohol.
von Julia Engelmann
Charlie ist fünfzehn und vermisst ihren Vater, besonders seit ihre Mutter wieder einen Mann hat. Und als ob das nicht genug wäre, hat ihre beste Freundin gerade den Jungen geküsst, in den Charlie verknallt ist. Seitdem hat es den Anschein, als befinde sich zwischen ihr und der Welt eine Glasscheibe. Und dann kommt Pommes, der eigentlich Kornelius heißt und der aus der Glasscheibe ein Autofenster macht, das man runterkurbeln und durch das Charlie ihre Hand endlich wieder in den Himmel strecken kann.
von Jane Tara
»Du bist nicht unsichtbar, wenn du dich selbst siehst.« Auf Oprah Winfreys persönlicher LeselisteEin ermutigender Roman über weibliche IdentitätKlug und voller Komik – das wird Ihr neues Lieblingsbuch Tilda Finch glaubt, sie sieht nicht richtig: Mit einem Mal ist ihr kleiner Finger verschwunden. Es folgen die Nase und das Ohr. Sie wird unsichtbar werden, sagt ihre Ärztin, doch das will Tilda auf keinen Fall zulassen. Schließlich hat sie eine Menge, wofür es sich lohnt, sichtbar zu bleiben: ihre wunderbaren Töchter, ein erfolgreiches Business und fantastische Freundinnen. Tilda nimmt all ihren Mut zusammen und beginnt, sich selbst mit anderen Augen zu sehen. Tilda Finch ist zweiundfünfzig, eine erfolgreiche Geschäftsfrau und Mutter von erwachsenen Zwillingstöchtern. Als sie sich eines Morgens an den Schreibtisch setzt, bemerkt sie, dass ihr kleiner Finger verschwunden ist. Kein Blut, keine Schmerzen, aber definitiv nicht mehr zu sehen. Von ihrer Ärztin bekommt sie die Diagnose: Unsichtbarkeit. Die Krankheit würde bei Frauen ab einem gewissen Alter häufig auftreten, sei aber noch nicht erforscht und auch nicht heilbar. Wenn Tilda ehrlich ist, ist sie nicht sonderlich überrascht: Sie hatte sich selbst schon vor Jahren aus den Augen verloren, hatte sich seit langer Zeit schon unsichtbar gefühlt. Nachdem der erste Schock verklungen ist, stemmt sich Tilda mit Witz und Mut gegen ihr langsames Verblassen aus der Welt. »Ein Roman wie ein Märchen, witzig und voller Inspiration.«Oprah Winfrey
von Kiran Millwood Hargrave
»Eine der besten Liebesgeschichten, die ich je gelesen habe. »Zwei an einem Tag« für eine neue Generation.« Stacey Halls
von Franziska Gänsler
Die Fleischtheke des Supermarkts am Tag, Stille bei Nacht: So sieht Coras Leben aus. Bis ihre Kindheitsfreundin Olympia verhaftet wird und alles zurückkommt. Der Sommer, in dem sie sich wiedergetroffen haben, in dem alles gesummt hat in ihr, das Seewasser noch auf der Haut, der Glitzer auf der Cap, die verzierten Fingernägel. Die langen Tage im großen, leeren Haus mit Olympia, die Cora erkennt, wie sie ist. Und wie schnell sie Olympia nicht mehr nur für sich hat nach der illegalen Party, auf der sie zum ersten Mal eine Grenze überschreiten, nach der Olympia so viel Zeit mit Ariel und ihrer Aktivistengruppe verbringt. Während Cora versucht, in der Schule und zu Olympia den Anschluss zu halten, schlägt eine radikale Idee ihre Triebe aus – und Cora verstrickt sich in ein Lügengespinst, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. #freeolympia