4.1

Wie Inseln im Licht

von Franziska Gänsler

Format:Hardcover
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»Die Bilder, die Franziska Gänsler aufruft, sind so einprägsam, dass man es fast wie einen Film vor sich ablaufen sieht (...) Die Trauer um die Mutter und die Schwester schwingt in jedem Satz mit, und trotzdem ist es ein ganz flirrend leichter Roman. Ich musste die 208 Seiten in einem Zug durchschwimmen und würde das Buch jedem ans Herz legen, der emotionale Wärme sucht. Am Schluss lässt Franziska Gänsler alles ganz elegant ausklingen: das ist dramatisch und sanft und tröstlich zugleich - wirklich reine Poesie.« Sarah Elsing, Deutschlandfunk Kultur, 18.04.2024

Literary & Contemporary Fiction
Hardcover
Erschienen an: March 15, 2024

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Aktuelle Rezensionen(9)

4.1(48 ratings)
MelRezension von Mel

Lange habe ich kein Buch mehr am Stück in einem durchgelesen, aber das hier hat mich nicht losgelassen. Ein kurzer, aber ganz intensiver und sprachlich sehr schöner Roman über Trauer, Erinnerung, zerbrochene Familien. Der Aufbau der Geschichte braucht im Vergleich zur Auflösung sehr lang, aber das liegt vermutlich an der Kürze des Buches.

ClaudiaRezension von Claudia

Eine dramatische Geschichte in ruhiger, ernster Sprache um eine verschwundene kleine Schwester in einer Wohnwagensiedlung am Strand am Atlantik. Familiäres Schweigen kann ganze Biographien schlimm belasten — die Protagonistin erkennt nach 20 Jahren der angstvollen unsicheren Erinnerung, wie es damals wirklich war. Trauriges “Familien”-Buch.

HiOkiRezension von HiOki

Ich habe etwas anderes erwartet nach dem ich Klappentext gelesen habe. Wer wie ich bei dem Klappentext etwas krimiähnliches erwartet wird enttäuscht sein. Die Geschichte ist sehr melancholisch gehalten von Anfang bis Ende. Die Spannung wurde gut gehalten, trotzdem konnten ich mich mit dieser Schreibweise nicht wirklich anfreunden. Mich hat das Buch leider nicht gepackt. Außerdem ist das Buch wirklich klein. Sehr wenig Text 205 kleine Seiten und dafür finde ich das Buch sehr teuer.

Dano (Lust auf Literatur)Rezension von Dano (Lust auf Literatur)

„Wie Inseln im Licht“ ist der zweite Roman der Schriftstellerin und Englischdozentin. Er hat in mir den großen Wunsch geweckt, mir auch gleich Franziska Gänslers Debütroman „Ewig Sommer“ zu bestellen. Denn „Wie Inseln im Licht“ war ein ganz wunderbarer Roman für mich und ein super Start in mein Lesejahr 2025. Nachdem die Protagonistin Zoey drei Jahre lang ihre kranke Mutter gepflegt hat, ist sie gestorben. Sie ist nicht besonders alt geworden und hatte die letzten 20 Jahre mit ihrer Tochter in einer kleinen Berliner Wohnung gelebt, die sie die letzten Jahre nicht mehr verlassen hatte. Zoey selber ist 27 und reist nach dem Tod der Mutter an die französische Atlantikküste, um endlich ein altes Trauma aufzuarbeiten. Als junges Mädchen hat sie dort in einem Wohnwagen mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester Oda gelebt. Dann ist die 5-jährige Oda ist damals plötzlich spurlos verschwunden. Zoey war zu diesem Zeitpunkt selbst erst 7 Jahre alt und hat nur verschwommene Erinnerungen an diese Zeit. Warum gab es damals keine groß angelegten Suchaktionen? Warum ist die Mutter nach Odas Verschwinden mit ihr nach Berlin gezogen? Warum sprach die Mutter nie darüber? Und warum ist aus der Mutter dieser gebrochene Mensch geworden, der ohne Lebenswillen nur noch auf seinen Tod wartet? Die Mutter. Sie ist die zentrale und rätselhafte Figur des Romans und in Zoeys Leben. Das intime Zusammenleben der beiden Frauen hatte ein enges Band zwischen ihnen geknüpft, ohne das die Mutter wirklich greifbar war. “Dann, die Mutter im Badezimmer. Ihr rotes, nasses Kindergesicht. Meine Hand auf ihrem Rücken. Dieses stille kleine Leben. Sie und ich. Das war alles, was sie ertrug.” „Wie Inseln im Licht“ ist ein sehr poetischer, großartig erzählter Roman über Trauer, Liebe und Loslassen. “Und ich denke, dass die Mutter sich auflösen wollte, dass sie verschwinden wollte, damit ich endlich frei davon war. Von ihr, von dieser Schwere.” Mit ihrer Erzählstimme erzeugt Gänsler eine mitreißende und gleichzeitig melancholische Atmosphäre, in die ich mich als Leser*in fallen lassen kann. Die langsame Spurensuche Zoeys in der Vergangenheit sorgt bei mir für Spannung und mit diesen offensichtlich fiktionalen Elementen unterscheidet sich der Roman wohltuend von den vielen autofiktionalen Romanen, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Wirklich ein ungeheuer mitreißender Roman, den ich uneingeschränkt weiterempfehle, wenn du gerne literarische Schönheit mit ein wenig Spannung verbindest und dich mit den Themen Tod und Trauer wohl fühlst. “Ich denke an die Sirenen, daran, dass ihre Körper nach ihrem Tod zu Inseln wurden, zu Klippen. Das ist, was ich für die Mutter will, die Ewigkeit einer Insel, umgeben von spiegelndem Licht.”

Leonie Rezension von Leonie

Großartiger Schreibstil, tragisch, in den Bann ziehend, gefühlvoll

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