Die Fleischtheke des Supermarkts am Tag, Stille bei Nacht: So sieht Coras Leben aus. Bis ihre Kindheitsfreundin Olympia verhaftet wird und alles zurückkommt. Der Sommer, in dem sie sich wiedergetroffen haben, in dem alles gesummt hat in ihr, das Seewasser noch auf der Haut, der Glitzer auf der Cap, die verzierten Fingernägel. Die langen Tage im großen, leeren Haus mit Olympia, die Cora erkennt, wie sie ist. Und wie schnell sie Olympia nicht mehr nur für sich hat nach der illegalen Party, auf der sie zum ersten Mal eine Grenze überschreiten, nach der Olympia so viel Zeit mit Ariel und ihrer Aktivistengruppe verbringt. Während Cora versucht, in der Schule und zu Olympia den Anschluss zu halten, schlägt eine radikale Idee ihre Triebe aus – und Cora verstrickt sich in ein Lügengespinst, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. #freeolympia
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Orca
Die Fleischtheke des Supermarkts am Tag, Stille bei Nacht: So sieht Coras Leben aus. Bis ihre Kindheitsfreundin Olympia verhaftet wird und alles zurückkommt. Der Sommer, in dem sie sich wiedergetroffen haben, in dem alles gesummt hat in ihr, das Seewasser noch auf der Haut, der Glitzer auf der Cap, die verzierten Fingernägel. Die langen Tage im großen, leeren Haus mit Olympia, die Cora erkennt, wie sie ist. Und wie schnell sie Olympia nicht mehr nur für sich hat nach der illegalen Party, auf der sie zum ersten Mal eine Grenze überschreiten, nach der Olympia so viel Zeit mit Ariel und ihrer Aktivistengruppe verbringt. Während Cora versucht, in der Schule und zu Olympia den Anschluss zu halten, schlägt eine radikale Idee ihre Triebe aus – und Cora verstrickt sich in ein Lügengespinst, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. #freeolympia
Aktuelle Rezensionen(9)
Das Thema hat mich zunächst nicht angesprochen, aber die Erzählung hat mich in ihren Bann gezogen. Die Dynamiken innerhalb der Freundschaften und Beziehungen der Figuren um Cora herum sind die handlungstreibenden Elemente und die Spannung baut sich gefühlt ganz von allein auf. Toller Roman und würde ich auf jeden Fall weiterempfehlen. Vielleicht ist ja sogar der Buchpreis drin, würde mich freuen für die Autorin!
wie ist es möglich in der selben welt in verschiedenen welten zu leben? wozu ist das bedürfnis nach zugehörigkeit in der lage? über freundinnen, identität, ideologie und all die fragen, die wir uns im jugendalter selbst gestellt haben, im zusammenhang mit aktuellen politischen themen zur klimakrise und was aktivismus ist und sein kann. dieses buch ist ein meisterwerk. franziska gänsler schafft es einen so tief mit reinzuziehen, dass ich das gefühl hatte, teil der geschichte zu sein und so mitgefühlt und auch mitgedacht habe. sie hält die spannung von beginn an aufrecht und erzählt auf so einer klugen ebene. für mich war die geschichte nicht vorhersehbar, hab aber vorher auch extra nicht viel darüber gelesen und das würde ich auch empfehlen. für mich gehört das buch zu meinen top reads 2026!!!
Wow. Einfach nur wow. Völlig zurecht auf der Longlist des deutschen Buchpreises. So klug und feinfühlig erzählt, spannend bis zur letzten Seite.
RAF meets Euphoria. Ich glaube mehr braucht man zu den Themen und dem Vibe nicht sagen. Dieses Buch war wirklich spannend bis zur letzten Seite, was ich eher selten so empfinde. Auf jeden Fall eine absolut berechtigte Nominierung für den Deutschen Buchpreis!
„Orca“ von Franziska Gänsler steht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2026 und für mich ist es vor allem ein kluger, beklemmender und unglaublich vielschichtiger Roman. Cora trifft während Corona auf Olympia. Schnell entwickelt sich eine enge Freundschaft, später kommt Ariel dazu. Cora bewundert die beiden und möchte unbedingt dazugehören. Dabei verliert sie jedoch zunehmend den Blick für sich selbst und ihre eigenen Bedürfnisse. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, die sich nach und nach annähern. In der Vergangenheit besucht Cora dank eines Stipendiums eine Privatschule und gerät gemeinsam mit Olympia und Ariel in die Welt des Klimaaktivismus. In der Gegenwart arbeitet sie in einem Supermarkt. Stück für Stück erfahren wir, was letztendlich zu Olympias Verhaftung geführt hat. Dabei steckt so viel in diesem Roman: Freundschaft, Zugehörigkeit, Selbstinszenierung, Abhängigkeit, Klassismus, Klimaschutz und Aktivismus von gewaltfrei bis radikal. Besonders spannend fand ich Coras innere Zerrissenheit. Sie beobachtet andere genau und passt sich immer wieder an, um deren Anerkennung zu bekommen. Je größer ihr Wunsch nach Zugehörigkeit wird, desto mehr verschwimmen ihre eigenen moralischen Grenzen. „Ariel und Olympia waren ein wir, und ich war allein.“ Die Spannung entsteht hier weniger durch große Ereignisse, sondern durch psychologische Beobachtung. Die zwei Zeitebenen erzeugen eine starke Sogwirkung und die düstere, beklemmende Atmosphäre sorgt für einen leichten Schauer beim Lesen. Ich hatte dabei immer wieder ein fast klaustrophobisches Gefühl. „Orca“ war für mich kein Buch zum schnellen Weglesen. Ich habe zwischendurch zurückgeblättert, über Zusammenhänge nachgedacht und die Geschichte regelrecht aufgesogen. Ganz überzeugen konnte mich der Roman zwar nicht, trotzdem beeindruckten mich die komplexen Figuren und die Vielzahl an Themen, die Gänsler miteinander verbindet, ohne dass die Geschichte überladen wirkt. Für mich bleibt vor allem eine Frage hängen: Wie weit würden wir gehen, um dazuzugehören und von anderen angenommen zu werden? Hochaktuell, klug und mitreißend und für mich definitiv ein Grund, jetzt auch die anderen Bücher von Franziska Gänsler zu lesen.