An einem heißen Sommertag strandet ein junger Mann bei der Fährfrau Sara Harmsen und bringt all ihre sorgsam errichteten Mauern ins Wanken. Ein Roman über alte Wunden und den Mut, sich wieder auf das Leben einzulassen.Sara Harmsen betreibt eine kleine Fähre, die das Dorf Erlengrund mit dem Rest der Welt verbindet. Mit sieben Hühnern, drei Schafen und der Hündin Luna lebt sie in einem abgelegenen Haus am Fluss. Eines Tages taucht auf Saras Fähre ein junger Mann mit einer Kopfverletzung auf, Leon. Sara verarztet den jungen Mann und versteckt ihn bei sich. Dafür verlangt sie, dass er ihr bei den Arbeiten rund um ihr Haus hilft. Beim Scheren der Schafe, bei der Reparatur des Hühnerstalls und beim Sensen der Obstwiese kommen sich Sara und Leon zögerlich näher und bringen den Mut auf, sich ihren alten Wunden zu stellen. Und sie teilen ihre Liebe zur Natur und die Sorge um unseren Planeten. Als die beiden sich gegen eine geplante Brücke wenden, die Saras Fähre bedroht, sehen sie sich Anfeindungen und Übergriffen aus dem Dorf ausgesetzt. Und dann tritt auch noch der Fluss über die Ufer …»Diese Zeit ruft nach Geschichten wie dieser. Stark und stärkend, voller Lust am Leben. Große Empfehlung!« Luisa Neubauer
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Tage am Fluss
An einem heißen Sommertag strandet ein junger Mann bei der Fährfrau Sara Harmsen und bringt all ihre sorgsam errichteten Mauern ins Wanken. Ein Roman über alte Wunden und den Mut, sich wieder auf das Leben einzulassen.Sara Harmsen betreibt eine kleine Fähre, die das Dorf Erlengrund mit dem Rest der Welt verbindet. Mit sieben Hühnern, drei Schafen und der Hündin Luna lebt sie in einem abgelegenen Haus am Fluss. Eines Tages taucht auf Saras Fähre ein junger Mann mit einer Kopfverletzung auf, Leon. Sara verarztet den jungen Mann und versteckt ihn bei sich. Dafür verlangt sie, dass er ihr bei den Arbeiten rund um ihr Haus hilft. Beim Scheren der Schafe, bei der Reparatur des Hühnerstalls und beim Sensen der Obstwiese kommen sich Sara und Leon zögerlich näher und bringen den Mut auf, sich ihren alten Wunden zu stellen. Und sie teilen ihre Liebe zur Natur und die Sorge um unseren Planeten. Als die beiden sich gegen eine geplante Brücke wenden, die Saras Fähre bedroht, sehen sie sich Anfeindungen und Übergriffen aus dem Dorf ausgesetzt. Und dann tritt auch noch der Fluss über die Ufer …»Diese Zeit ruft nach Geschichten wie dieser. Stark und stärkend, voller Lust am Leben. Große Empfehlung!« Luisa Neubauer
Popular Reviews(8)
Tage am Fluss" ist ein ruhiger, tiefgründiger und zugleich aktueller Gesellschaftsroman, der mit einer Leichtigkeit einhergeht. Jochen Mariss schafft es von der ersten Seite an, mit seinen bildhaften Worten die sommerliche Hitze und die malerische Flusslandschaft lebendig werden zu lassen. Im Mittelpunkt steht Fährfrau Sara, deren Existenz durch einen geplanten Brückenbau bedroht ist. Als der verletzte Umweltaktivist Leon bei ihr Zuflucht sucht, prallen zwei Welten aufeinander. Doch beide verbinden nicht nur ihre Geheimnisse, sondern auch die eigene Einsamkeit und das Suchen nach einem Platz in der Welt. Ein absolutes Highlight mit Schmunzel-Garantie war für mich das herzerwärmende „Hühner-Orakel“, das Sara nutzt, um die Aussichten für ihren Tag vorherzusagen! Der Roman greift Themen wie Natur- und Klimaschutz auf und verwebt sie authentisch mit den zwischenmenschlichen Konflikten. Gegen Ende zieht die Handlung noch einmal an – umso abrupter fühlte sich der Schluss für mich an. Auch wenn ein offenes Ende zum echten Leben passt, hätte ich mir als Leser doch einen kleinen Ausblick gewünscht. 💭 Fazit: Ein entschleunigendes, atmosphärisches Leseerlebnis mit stiller Spannung und wichtigen Botschaften. Trotz des abrupten Endes eine Empfehlung für laue Sommerabende!
Schöne Geschichte mit sehr warmherzig gezeichneten Figuren, die mich erinnert hat, mal wieder Brecht zu lesen und den Blick auf die „Vergnügungen“ zu lenken.
Ein schöner Roman über absolut wichtige Themen wie Klimakrise und Umweltschutz aber auch Einsamkeit und Trauerbewältigung - das ganze verpackt in einer liebevollen Geschichte zwischen zwei Menschen, die unverhofft aufeinander treffen und viel voneinander lernen. Auch das ganze Setting hat mir gut gefallen! Trotz der guten Grundidee war es mir aber stellenweise zu kitschig und die Handlungsstränge teilweise viel zu kurz. Da gab es einige echt emotionale Momente, die auf der nächsten Seite schon wieder vorbei waren. Ich kann leider nicht mehr dazu schrieben, weil ich sonst spoilern würde. Trotzdem regt es zum nachdenken an und zeigt auf, wie wichtig es ist sich für die Umwelt einzusetzen. Der Schreibstil war klar und einfach und ich konnte es gut weg lesen.
Ruhig, achtsam und klug Sara und Leon sind auf den ersten Blick ganz verschieden: Während Sara zurückgezogen lebt, Routinen und feste Strukturen liebt, ist Leon offen, ungebunden und spontan. Ihre unerwartete Begegnung bringt beide dazu, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen und sich persönlich weiterzuentwickeln. Vereint werden sie durch die Verbundenheit mit der Natur und ihr Engagement für deren Schutz. Die Sprache/der Schreibstil ist sanft, feinfühlig und atmosphärisch, und hat mir große Ruhe und Entschleunigung vermittelt. Ich war gefühlt direkt dabei, beim Brotbacken, Frühstücken auf dem Steg oder Schwimmen im Fluss. Die wichtigen Themen Umweltbewusstsein, Klimawandel und gesellschaftliche Verantwortung werden mühelos in die Geschichte eingebunden, ohne belehrend zu wirken. Die Lesung von Heike Warmuth und Nils Kretschmer hat diese Stimmung perfekt unterstrichen. Die Stimmen haben sehr gut zu Sara und Leon und der Geschichte gepasst, und der Einsatz von Sprecherin und Sprecher für die beiden Protagonisten hat das Zuhören erleichtert. Gut gefallen hat mir die jeweilige Entwicklung von Sara und Leon und das Voneinander-Lernen: Sara lernt, sich zu öffnen und „vorwärts zu leben“, ihr Leben im Jetzt nicht weiter von der Vergangenheit beeinflussen zu lassen; und Leon erkennt, dass er trotz Klimakrise und seines Aktivismus auch ein eigenes Leben führen darf, Spaß haben und glücklich sein darf. Weniger gut gefallen haben mir die an verschiedenen Stellen aufkeimenden romantischen Gefühle der beiden für einander. Sie wirkten für mich nicht authentisch, eher wie nachträglich oben drauf gesetzt, haben nicht zur Geschichte gepasst oder diese bereichert. Ohne diese in meinen Augen erzwungene Annäherung hätte mir die Geschichte samt ihren Botschaften besser gefallen. „Tage am Fluss“ ist ein schönes Sommer-Hörbuch, das entschleunigt und zum Nachdenken anregt.
Eine mutige Frau Das Cover finde ich sehr interessant. Das Wasser hat hier irgendwie eine beruhigende Wirkung. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und war von Anfang an begeistert. Die Stimmen der Sprecher empfand ich als sehr angenehm und zu den Charakteren passend. Ich konnte dem Ganzen sehr gut folgen und wurde sofort von der Geschichte in ihren Bann gezogen. Es werden hier sehr wichtige Themen angesprochen. Allen voran der Klimawandel, der in diesem Buch mit lang anhaltender Hitze einhergeht und damit den Pegelstand des Flusses dramatisch sinken lässt. Dazu kommt auch noch das Thema Trauer, das hier angesprochen wird. Sara Harmsen war mir sofort sympathisch. Sie zieht ihr Ding durch, mit ihrer Fähre. Sie stellt sich mutig den Herausforderungen die ihr begegnen. Sie lebt einsam und zurückgezogen in ihrem kleinen Häuschen am Fluss mit ihren Tieren. Als dann Leon auftaucht wird ihre Ruhe empfindlich gestört. Doch vielleicht liegt darin ja auch eine Chance für sie, aus ihrer Komfortzone herauszutreten. Auch Leon ist ein sehr interessanter Charakter. Er trägt so einige Geheimnisse mit sich herum und hadert mit dem Schicksal der Welt. Aber er ist ein Kämpfer. Ein sehr tiefgründiges Buch, dass zum Nachdenken anregt.