Da waren nur noch sie beide, ihre erschöpft schlagenden Herzen, das Meer, das sie trug, die Bucht, die sie umarmte. Tagsüber taucht Julika als Bernsteinforscherin in längst vergangene Welten ein, die sich ihr unter dem Mikroskop eröffnen – Farne, Echsen, alles Leben, das vor Millionen von Jahren vom Harz der Urzeitwälder eingeschlossen wurde. Am Abend, bei der Pflege ihrer kranken Mutter, steht ihr eigenes Leben still. Bis Julika in einem Bernstein einen außergewöhnlichen Fund macht, der sie an die Ostsee führt, zu Ebba, einer Frau, die immer ihren eigenen Weg gesucht hat. An der Steilküste, hoch oben über dem Meer, erfährt Julika dann von einer Liebe, die Jahrzehnte, Stürme, Schicksalsschläge überdauerte und die ihr den Mut gibt, an einen Neuanfang zu glauben. Ein so poetischer wie kraftvoller Roman über zwei Frauen und ihre Suche nach innerer Freiheit.
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Die Bernsteinfischerin
von Lisa Quentin
Da waren nur noch sie beide, ihre erschöpft schlagenden Herzen, das Meer, das sie trug, die Bucht, die sie umarmte. Tagsüber taucht Julika als Bernsteinforscherin in längst vergangene Welten ein, die sich ihr unter dem Mikroskop eröffnen – Farne, Echsen, alles Leben, das vor Millionen von Jahren vom Harz der Urzeitwälder eingeschlossen wurde. Am Abend, bei der Pflege ihrer kranken Mutter, steht ihr eigenes Leben still. Bis Julika in einem Bernstein einen außergewöhnlichen Fund macht, der sie an die Ostsee führt, zu Ebba, einer Frau, die immer ihren eigenen Weg gesucht hat. An der Steilküste, hoch oben über dem Meer, erfährt Julika dann von einer Liebe, die Jahrzehnte, Stürme, Schicksalsschläge überdauerte und die ihr den Mut gibt, an einen Neuanfang zu glauben. Ein so poetischer wie kraftvoller Roman über zwei Frauen und ihre Suche nach innerer Freiheit.
Aktuelle Rezensionen(3)
Eine Geschichte wie Ebbe und Flut: mal voller Wärme und Glück, dann wieder rau, schmerzhaft und von Verlust geprägt. Diese Mischung hat mir an „Die Bernsteinfischerin“ so gut gefallen. Im Mittelpunkt stehen Ebba und Julika, deren Leben über zwei Zeitebenen miteinander verbunden sind. Julika forscht über Bernstein, während Ebba als Ostseekind davon träumt, wie ihr Vater Bernsteinfischerin zu werden. Sie liebt das Meer und ist schon früh fasziniert von Bernstein. Doch das Leben nimmt schließlich eine andere Richtung als geplant. Gut gefallen hat mir, wie sich die beiden Handlungsstränge nach und nach verbinden. Immer wieder gab es Momente, mit denen ich so nicht gerechnet hatte. Das hat für mich die Geschichte für spannend gehalten. Was ich außerdem sehr mochte: Man nimmt ganz nebenbei einiges mit. Über Bernstein und die Bernsteinfischerei, aber auch andere kleine Anekdoten. Ich mag solche Details in Büchern einfach, wenn ich beim Lesen ganz nebenbei noch etwas Neues erfahre. Und die Ostseekulisse hat für mich wirklich viel ausgemacht. Sie ist nicht einfach nur hübsche Landschaft, sondern darf auch rau, unberechenbar und manchmal ziemlich ungemütlich sein. Schön fand ich außerdem, dass es eben nicht nur eine heile Welt gibt. Das Leben besteht schließlich auch aus Verlust, Trauer und Dingen, die anders laufen als geplant. Gerade diese Mischung aus Glück und Schmerz hat die Geschichte für mich glaubwürdig gemacht. Besonders Ebbas Leben zeigt, dass sie auf vieles zurückblickt, was sie gewagt, geliebt und erschaffen hat, auf Schönes genauso wie auf Schmerzliches. Das Ende mochte ich grundsätzlich sehr, nur Julikas Wendung war mir persönlich dann doch ein bisschen zu glatt. Ich habe „Die Bernsteinfischerin“ sehr gerne gelesen. Eine schöne Geschichte über zwei Frauen, das Meer, Bernstein und ein Leben, das eben nicht immer so läuft, wie man es sich einmal vorgestellt hat.
Dieses Buch war für mich ein Lesehighlight in diesem Jahr. Lisa Quentin hat für mich die Gefühle, Situationen und Orte atmosphärisch, aber ohne übertriebene Beschreibungen, rübergebracht. Aus meiner Sicht werden die Leute das Buch und die Geschichte verstehen, welche selbst schon einmal die Erfahrung mit Fremdbestimmung (aus verschiedenen Gründen) im eigenen Leben erfahren haben. Dadurch waren die Gefühle der Charaktere für mich realistisch.
"Es ist tragisch. Schrecklich. Und schön. Und alles zur gleichen Zeit. Wie es dieses Leben so oft ist, seit ich genauer hinschauen." Und genauso ist auch diese Buch. Hab's geliebt auch wenn ich die komplette Story irgendwie sehe traurig fand!