Verena Bogner schreibt als Journalistin unter anderem für Glamour, Vogue, Standard, Business Punk, VICE Austria, Broadly und FM4. Als ein Teil von @galerie.arschgeweih, dem größten deutschsprachigen Meme-Account, widmet sie sich der deutschen Popkultur der 2000er – nicht zuletzt den No Angels. Sie lebt in Wien.
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I am cringe, but I am free
Verena Bogner schreibt als Journalistin unter anderem für Glamour, Vogue, Standard, Business Punk, VICE Austria, Broadly und FM4. Als ein Teil von @galerie.arschgeweih, dem größten deutschsprachigen Meme-Account, widmet sie sich der deutschen Popkultur der 2000er – nicht zuletzt den No Angels. Sie lebt in Wien.
Popular Reviews(20)
Oft habe ich mich selbst in dem Buch wiedergesehen. Der Schreibstil gefällt mir und auch die 2000er popkulturellen Anspielungen. Gegen Ende empfand ich das Buch dann aber leider als eher langweilig. Für Mädels, die die 2000er erlebt haben und das Gefühl hatten zu den uncoolen zu gehören trotzdem eine Empfehlung.
Also ich verstehe den Hype nicht!!! So banal und trivial. Man watschelt von einem langweiligen Ereignis der Protagonistin ins nächste. Sehr einfacher Schreibstil, keine Herausforderung in Sicht > Mag für manche ein Lesegrund sein!
Das Buch handelt von Freund*Innenschaft und dem Gefühl, dazugehören zu wollen bzw. müssen und sich dafür selbst zu verleumden. Die Protagonistin kämpft mit ihren Selbstzweifeln und Minderwertigkeitsgefühlen und findet in echten Freundschaften Kraft, um sich darauf zu befreien. Mir persönlich hat die Geschichte und der Schreibstil nicht so sehr gefallen und mich hat es nicht sonderlich abgeholt, auch wenn ich die Message hinter dem Buch verstehe.
lieb die message, der weg dahin war nicht so ganz der meine. auch weil sich die charaktere in ihrer rolle immer wieder wiederholt haben, während sie auf der oberfläche herumschwammen? dadurch irgendwie vorhersehbar. mit wenig ansporn, unbedingt weiterlesen zu wollen (für mich). hat irgendwie auch was von image. kleine auflacher auch dabei. 3/5 passt
Selbstironisch, freundschaftszentriert und rundum liebevoll Ich hatte echt einige Erwartungen an diesen Roman, weil ich eine so deutliche Empfehlung bekommen habe. Und Verena Bogner hat mit ihrem literarischen Debüt jede einzelne erfüllt, wenn nicht gar übertroffen! Dieses Buch gehört definitiv zu meinen Jahreshighlights. Die Ich-Erzählerin bleibt namenlos und mir gefällt der Gedanke, dass die Autorin hier irgendwie selbst erzählt. Es bleibt zwar ein fiktionales Werk, aber es wirkt auf jeden Fall sehr authentisch und echt. Die Schreibweise ist super flüssig, ich war von Anfang bis Ende ganz nah bei der Protagonistin und habe einfach viel zu viel selbst fühlen können. Die spezielle Atmosphäre der 00er-Jahre wird gut in Szene gesetzt, auch wenn sie für mich sogar noch intensiver hätte sein können. Doch beim Lesen hatte ich an etlichen Stellen das benannte Magazin selbst in der Hand oder den erwähnten Song im Ohr. Und auch das Kernthema, also der Cringe und die Scham rund um das eigene Selbst, hat mich im positivsten Sinne getroffen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich irgendjemensch nicht irgendwo von dieser Geschichte angesprochen fühlt. Ob es die Scham für die eigenen langweilig scheinenden Interessen, den Körper oder die fehlende Bildung in bestimmten Bereichen ist - ich habe heftigst mitgefühlt. Am wundervollsten ist jedoch der Fokus dieser Geschichte. Der liegt ganz klar auf den platonischen Beziehungen unseres Lebens, wodurch der Roman ein Appell für die Priorisierung ebendieser Beziehungen ist. Ich liebe es, wie bedingungslos die Freund*innenschaften der Protagonistin sind und ich habe mich mehrfach dankbar dabei ertappt, dass ich mittlerweile auch so tolle Menschen in meinem Leben haben darf. Menschen, die mich mit allem nehmen, wie ich bin und die sich von meinen Ängsten nicht vertreiben lassen. Genau sie sind es, die das Fundament bilden, um den Cringe zu verdrängen und mehr Platz für authentische Freude sowie Verbundenheit zu machen - neben Therapie, die im Buch auch eine Rolle spielt. Dieses Werk ist eine unglaubliche Wohltat. Es ist so nahbar und glaubhaft geschrieben, dass ich mich an unzähligen Stellen einfühlen konnte. Dabei setzt es auf einen tollen selbstironischen Ton, der die Lesefreude nur noch einmal gesteigert hat. Die Geschichte ist liebevoll, wertschätzend und eine der klarsten Empfehlungen von mir in diesem Jahr.