4.2

Kaskaden

von Louise K. Böhm

Format:Hardcover
2-3 Werktage nach Versand
Gratis Versand

Ein großes neues Erzähltalent, das entdeckt werden will: Louise K. Böhms Debüt verhandelt Freundschaft und Herkunft, wie man es noch nicht gelesen hat.Wenn Jojo ihre Herkunft einfach ausradieren könnte, würde sie es tun. Zwar hat sie das Vorstadtgrau weit hinter sich gelassen, doch an der Uni hat sie trotzdem ständig Angst, jemand könnte herausfinden, dass sie nicht hierhergehört. Einzig die Arbeit im Labor gibt ihr Halt. Als Jakob in ihr Leben tritt, findet Jojo zu einer neuen Leichtigkeit. Doch dann erhält sie ein Lebenszeichen ihrer ehemals besten Freundin, und plötzlich ist alles wieder da: die Jahre mit Yara, mit der sie mehr Zeit verbrachte als mit ihren eigenen Eltern. Die auf jeden Spruch eine Erwiderung parat hatte. Und die von einem Tag auf den anderen verschwand, obwohl sie doch gemeinsam ausbrechen wollten aus der Vorstadt. Voller Klugheit und doch federleicht erzählt Louise K. Böhm die Geschichte einer tiefen Freundschaft. Ein elektrisierender Roman über Herkunft und Zugehörigkeit – mit zwei Heldinnen, die man nicht wieder vergisst.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
288 SeitenHardcover
Erschienen an: 2026-07-15

Was ist bookie?

  • Gratis Lieferung in Deutschland
  • Finde Bücher die zu dir passen
  • Tracke dein Leseverhalten und setze dir Ziele
  • Connecte dich mit anderen Leser*innen

Aktuelle Rezensionen(3)

4.2(35 ratings)
JessicaRezension von Jessica

Ein sehr schönes Buch über dad Loslassen, Erwachsen werden und neue Kreise finden. Darüber, dass Familie aus so viel mehr bestehen kann als aus deinen Eltern und das es wichtig ist sich mit Menschen zu umgeben mit denen man offen sein kann. Unglaublich schön geschrieben und einfach mitreißend von vorne bis hinten. Ich fand vorallem schön, dass JoJo Biochemie studiert... Das hab ich so noch nicht so oft gelesen. Bin kein so großer Fan von Miscommunication/ No-Communication. Sonst aber wirklich schön.

KatrinRezension von Katrin

„Sie sind ja so lebendig. Sie sind ja so glücklich. Vielleicht hätte ich auch eine von ihnen sein können, wenn die Dinge nicht so gekommen wären, wie sie gekommen sind.“ (S.20) "Kaskaden" von Louise K. Böhm hat mich eiskalt erwischt. Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Buch mich so umhauen und zu einem neuen Highlight für mich werden würde! Der Roman handelt von Jojo, die es aus ihrer Vorstadt heraus an die Uni geschafft hat, um Naturwissenschaft zu studieren. Ihre Tage verbringt sie am liebsten im Labor und hält dabei alle um sich auf Abstand: ihre Mitstudierenden, mit denen sie sowieso nichts anfangen kann, aber auch ihre Mitbewohnerin Melle, die ihr trotzdem versucht eine gute Freundin zu sein und eigentlich auch Jakob, Jojos neuer Tutor, von dem sie sich aber auch nicht ganz lossagen kann. Denn was Jojo nicht in ihrer Vorstadt zurückgelassen hat, sind ihre Verlustängste, ausgelöst von ihren Gedanken, die nur um eins kreisen: ihre ehemalige beste Freundin Yara, mit der die Grenzen zwischen Freundschaft und Beziehung in ihrer gemeinsam verbrachten Jugend immer wieder zu verrutschen drohten, bis Yara plötzlich den Kontakt zu ihr abbrach. "Kaskaden“ hat mich nicht nur mitfühlen lassen mit Jojo, in vielem habe ich mich auch selbst wiedergefunden und verstanden gefühlt. Auch wenn das Buch nicht mein erster (coming of age?) Roman war, der von einer Protagonistin handelt, die sich nirgendwo wirklich zugehörig fühlt, die sich selbst irgendwie finden muss und gleichzeitig permanente (Geld-)Sorgen hat, war „Kaskaden“ für mich ganz besonders. Vielleicht lag es an der Sprache und dem Schreibstil, durch den sich die Geschichte nicht nur flüssig lesen hat, sondern auch direkt in mein Herz getroffen hat. Vielleicht lag es auch an den popkulturellen Bezügen, die genau meiner bubble als Teenager und Erstsemester entsprachen. Jedenfalls hat mich dieses Buch mitgerissen, emotional aufgewühlt, wütend, glücklich, traurig gemacht – und das ist so ungefähr alles, was ich mir von einem guten Buch wünsche. P.S.: Der letzte Satz des Romans war persönlich. 💔

SaraRezension von Sara

Was ist zwischen Jojo und Yara passiert? Oder genauer: Mit ihrer Freundschaft? Das Buch ist aus Jojos Perspektive erzählt, die in Gedanken immer wieder auf ihre Freundschaft zurückgeht. Was sie alles geteilt haben, wie sie sehr eng verbunden waren. Und mit den Rückblicken wird die Frage drängender, was passiert ist. Der Schreibstil ist wahnsinnig flüssig, so dass das Buch einen Sog entwickelt, dem ich mich kaum entziehen konnte. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und wollte immer wissen, wie es weitergeht. Ich habe mit Jojo gelebt, sie ins Labor der Uni begleitet und befürchtet, dass doch mal jemand entdeckt, dass sie da nicht hingehört (bzw. wir da nicht hingehören). Denn Jojo ist so eine Protagonistin, in deren Leben man eintaucht und die man begleitet. Allein das mit den Roman sehr dicht und auf eine Art spannend. Dazu kommt, dass auch viele aktuelle Themen Platz findet. Klassismus erahnt man schon im Klappentext, Armut, Feminismus, Zwänge, Neurodivergenzen - da steckte viel drin, was auch angemessen behandelt wurde. Ich bin sehr froh, dass auch diese Themen vermehrt in Romanen vorkommen, die nicht auf den ersten Blick danach aussehen. "Kaskaden" hat mich in seinen Bann gezogen und wird mich noch einige Zeit begleiten. Klare Empfehlung!

Ähnliche Bücher

Nora Haddada

Sophia Como

Anne Freytag

Kiran Millwood Hargrave

Annika Büsing

Rebecca Martin