Kein Bock Club
von Maria Popov
Warum schämen wir uns dafür, wenn wir mal keine Lust auf Sex haben? Und warum sagen wir »Später vielleicht«, obwohl wir es gar nicht meinen? Schon in ihrer Jugend hatte Maria Popov nie richtig Bock auf Sex und stößt irgendwann auf ein Wort, das ihr Gefühl perfekt beschreibt: Asexualität. Aber was heißt das eigentlich genau? Offenherzig und ehrlich erzählt die Moderatorin in »Kein Bock Club« von ihrer ersten Periode, missglückten Flirtversuchen und aufregenden Ohrmassagen. Sie erklärt, wie Lust funktioniert, was Schamgefühle über unsere Gesellschaft verraten und woher wir den Mut nehmen können, endlich ehrlich über Liebe, Sex und Beziehungen zu sprechen.
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Kein Bock Club
von Maria Popov
Warum schämen wir uns dafür, wenn wir mal keine Lust auf Sex haben? Und warum sagen wir »Später vielleicht«, obwohl wir es gar nicht meinen? Schon in ihrer Jugend hatte Maria Popov nie richtig Bock auf Sex und stößt irgendwann auf ein Wort, das ihr Gefühl perfekt beschreibt: Asexualität. Aber was heißt das eigentlich genau? Offenherzig und ehrlich erzählt die Moderatorin in »Kein Bock Club« von ihrer ersten Periode, missglückten Flirtversuchen und aufregenden Ohrmassagen. Sie erklärt, wie Lust funktioniert, was Schamgefühle über unsere Gesellschaft verraten und woher wir den Mut nehmen können, endlich ehrlich über Liebe, Sex und Beziehungen zu sprechen.
Aktuelle Rezensionen(10)
„Sprache schafft Wirklichkeit. Wir erinnern uns an die präliminierende Ungerechtigkeit: Wer nicht von einem Problem weiß, das ihn*sie betrifft, wird keine Sprache finden, sich auszurücken. Labels zu vergeben bedeutet, ein Problem benennen zu können, um dann darüber zu sprechen.“ 💙🩷[Seite 178]
Maria Popov hat es in ihrem Buch geschafft, mich völlig in den Bann zu ziehen. Trotz der Thematik denke ich, dass sich in dem Buch alle mehr oder weniger gesehen und zugehörig fühlen können. ich mochte nicht nur die angenehme (und humorvolle) schreibweise, sondern auch den mix aus wissenschaft und eigener erfahrung der autorin. ich konnte schmunzeln, lachen, war aber auch berührt von einigen erfahrungen und fakten, die man in diesem buch erfährt. dieses buch ist für mich eine 5/5 und ich empfehle es allen weiter, unabhängig von geschlecht und sexualität usw. schön, dass es solche inspirierenden bücher gibt!
Eine Perspektive auf Intimität und S€X, die unsere Gesellschaft dringend nötig hat!
„Kein Bock Club“ von Maria Popov, erschienen bei Kiwi Space, ist eine feministische Kampfansage gegen die tief verankerten allonormativen Erwartungen unserer Gesellschaft. Bis heute überdauert die Annahme, dass jeder „normale“ Mensch sexuell aktiv ist und sich „ausleben“ möchte. Tut man dies nicht, egal ob vorübergehend oder dauerhaft, wertet die Gesellschaft dieses Verhalten schnell als „Abweichung“ der „Norm“. Die Autorin zeigt auf warum dieses Denken problematisch ist, Individualität einschränkt und mit dem Patriarchat verbunden ist. In ihrem Buch räumt sie mit Vorurteilen auf, bricht mit veralteten Klischees und schafft einen Raum für sexuelle Selbstbestimmung, die nicht auf gesellschaftlichem Druck basieren darf. Besonders gefallen haben mir die vielen Informationen rund um das Thema Asexualität. Der Gedanke, dass nicht automatisch etwas „wegfällt“, wenn man Sex teilweise oder ganz aus dem Leben streicht, sondern stattdessen Raum für andere Formen der Intimität entsteht, fand ich besonders spannend. Auch oder gerade, wenn man sich (wie ich) nicht auf dem asexuellen Spektrum bewegt, kann man hier unglaublich viel mitnehmen und lernen. Beim Lesen merkt man, wie gut recherchiert wurde. So stützt die Autorin ihre Aussagen immer wieder mit Studien oder auch kulturellen Fakten. Mir hat „Kein Bock Club“ viel neues Wissen vermittelt, zur Selbstreflexion ermutigt und eine Tür zu alternativen Denkweisen geöffnet. Ein großartiges Buch, welches noch lange nachhallen wird! Natürlich gibt es von mir eine ganz klare Leseempfehlung.
Ein tolles Buch, das leicht Zugang zu Themen macht, die kaum repräsentiert werden: Asexualität, Intimität unabhängig von sexuellen Beziehungen, Kein Bock zu haben. Dabei wird nicht nur Asexualität Raum gegeben, sondern analysiert weshalb dies so ist. Welche gesellschaftlichen Probleme dazu beitragen, wie sich diese Dynamiken auswirken und wissenschaftlich erklärt werden können. Auch die persönliche Geschichte der Autorin spielt eine Rolle und macht die Thematik umso zugänglicher. Ein wichtiges, feministisches und gut aufgebautes Buch, das informiert und aufklärt ohne erhobenen Zeigefinger.