Entdeckungsreise zu einer Welt, die zum Schweigen verurteilt, aber mitten unter uns istWie erträgt man das Vergehen der Zeit, wenn man zur Untätigkeit gezwungen ist? Wie geht man um mit dem Verlust derer, die man geliebt hat? Wer trägt das Erbe weiter? Richard, emeritierter Professor, kommt durch die zufällige Begegnung mit den Asylsuchenden auf dem Oranienplatz auf die Idee, die Antworten auf seine Fragen dort zu suchen, wo sonst niemand sie sucht: bei jenen jungen Flüchtlingen aus Afrika, die in Berlin gestrandet und seit Jahren zum Warten verurteilt sind. Und plötzlich schaut diese Welt ihn an, den Bewohner des alten Europas, und weiß womöglich besser als er selbst, wer er eigentlich ist.Jenny Erpenbeck erzählt auf ihre unnachahmliche Weise eine Geschichte vom Wegsehen und Hinsehen, von Tod und Krieg, vom ewigen Warten und von all dem, was unter der Oberfläche verborgen liegt.
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Gehen, ging, gegangen: Roman
Entdeckungsreise zu einer Welt, die zum Schweigen verurteilt, aber mitten unter uns istWie erträgt man das Vergehen der Zeit, wenn man zur Untätigkeit gezwungen ist? Wie geht man um mit dem Verlust derer, die man geliebt hat? Wer trägt das Erbe weiter? Richard, emeritierter Professor, kommt durch die zufällige Begegnung mit den Asylsuchenden auf dem Oranienplatz auf die Idee, die Antworten auf seine Fragen dort zu suchen, wo sonst niemand sie sucht: bei jenen jungen Flüchtlingen aus Afrika, die in Berlin gestrandet und seit Jahren zum Warten verurteilt sind. Und plötzlich schaut diese Welt ihn an, den Bewohner des alten Europas, und weiß womöglich besser als er selbst, wer er eigentlich ist.Jenny Erpenbeck erzählt auf ihre unnachahmliche Weise eine Geschichte vom Wegsehen und Hinsehen, von Tod und Krieg, vom ewigen Warten und von all dem, was unter der Oberfläche verborgen liegt.
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„Als Markus, der Sohn von Detlef und Marion, fünfzehn Jahre alt war, hat sein Ziehvater ihn beim Abendbrot das Periodensystem der Elemente abgefragt, Detlef besorgte ihm, als er Sechzehn war, einen Praktikumplatz bei einem Ingenieur, und Marion machte ihm, als er Abiturprüfungen hatte, zum Frühstück Müsli mit frisch geriebenem Apfel, damit er sich besser konzentrieren konnte. Markus baut nun Brücken in China. Osarobo hat mit fünfzehn Jahren gesehen, wie man seinen Vater und seine Freunde erschlug.“ (S.296)