Das TikTok-Phänomen. Sie werden über dieses Buch sprechen wollen: "Ein wenig Leben" ist ein unvergleichlich mutiger Roman über Freundschaft als wahre Liebe. "Ein wenig Leben" handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern in New York, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. "Ein wenig Leben" ist ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft als wahre Liebe. Es begibt sich an die dunkelsten Orte, an die Literatur sich wagen kann, und bricht dabei immer wieder zum hellen Licht durch.
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Ein wenig Leben
von Hanya Yanagihara, Stephan Kleiner
Das TikTok-Phänomen. Sie werden über dieses Buch sprechen wollen: "Ein wenig Leben" ist ein unvergleichlich mutiger Roman über Freundschaft als wahre Liebe. "Ein wenig Leben" handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern in New York, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. "Ein wenig Leben" ist ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft als wahre Liebe. Es begibt sich an die dunkelsten Orte, an die Literatur sich wagen kann, und bricht dabei immer wieder zum hellen Licht durch.
Aktuelle Rezensionen(171)
Ich habe bestimmt 300 Seiten gebraucht, um in der Geschichte anzukommen. Ab dem Zeitpunkt konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich wurde in einen Bann gezogen, der mich zum Teil in einen Abgrund gezogen hat und das Armen mir schwer fiel. Wie kann ein Mensch so viel Grausamkeit ertragen? Trotzdem konnte ich es nicht aus der Hand legen. Die letzten 200 Seiten zogen sich dann wieder sehr… Im Nachhinein weiß ich, dass es die intensive und detaillierte Beschreibung aller Empfindungen war, die mich nicht hat aufgeben lassen. Die Sprache ist wunderschön und viele Passgen habe ich mehrfach gelesen, um die Worte richtig fassen zu können. Ein Buch, was mich noch lange beschäftigen und begleiten wird.
Ein wenig Leben hat mich wirklich nicht losgelassen. Yanagihara hat mich berührt, verstört, erschüttert und stellenweise regelrecht gebrochen. Gleichzeitig musste ich schmunzeln und habe bewundert, wie tief die Freundschaft zwischen den Protagonist*innen erzählt wird. Gerade zu Beginn fühlt sich manches überraschend leicht an. Dieses Wechselspiel aus Wärme und Schmerz macht den Roman so intensiv. Im Mittelpunkt stehen Jude, Willem, JB und Malcolm, die sich über viele Jahre begleiten. Besonders Jude geht einem sehr nahe. Er ist hochbegabt, zurückhaltend und von einer Vergangenheit geprägt, die kaum auszuhalten ist. Die Darstellung (sexualisierter) Gewalt und ihrer Folgen hat mich so getroffen, dass ich immer wieder Pausen machen musste, weil es mir die Kehle zugeschnürt hat. Willem war für mich ein wichtiger Gegenpol zu Jude. Seine Geduld, Loyalität und Zuneigung haben mich sehr bewegt. Auch JB und Malcolm machen die Freundschaft der vier authentisch. Sie machen Fehler, entfernen sich zeitweise voneinander und bleiben trotzdem verbunden. Gerade die vertrauten und manchmal lustigen Momente zeigen, wie schön gemeinsames Leben sein kann, lassen dafür aber alles andere umso härter treffen. Kritisch sehe ich die Häufung von Gewalt, Verlusten und traumatischen Erfahrungen. Stellenweise fragte ich mich, ob Jude neben seinem Leid noch genügend als eigene Person sichtbar bleibt. Auch die soziale Welt fand ich zwiespältig. Privilegien, Liebe und Sicherheit heilen psychische Verletzungen nicht und schützen nicht grundsätzlich vor Gewalt. Strukturelle Fragen wie ungleiche Zugänge zu Hilfe und Versorgung treten dadurch aber etwas in den Hintergrund. Trotzdem hat mich Ein wenig Leben emotional völlig mitgenommen. Kein Buch, das ich leicht empfehlen würde, aber ein eindringlicher Roman über Freundschaft, Liebe, Trauma und die Grenzen dessen, was Zuneigung auffangen kann.
Ich weiß nicht was ich sagen soll…
lesen auf eigene gefahr. sehr sehr traurig und herzzerreißend.
Auch eines meiner Lieblingsbücher! Der Schreibstil ist unfassbar gut, ich liebe einfach alles daran. Die Geschichte von Jude geht wirklich unter die Haut, und die Autorin hat die Charaktere so gut beschrieben und rübergebracht, dass ich zu 100 % mit ihnen sympathisieren konnte. Nur selten schaffen es Bücher, dass ich so sehr um fiktive Charaktere trauere, dieses Buch hat noch Tage später nachgehallt. Man muss sich zwar durch die ersten hundert Seiten durchbeißen, aber es lohnt sich definitiv. Dieses Buch lebt von seinen Charakteren, und man spürt es wirklich. Erwartet also keine hochspannende Story, wie gesagt, es lebt von Gefühlen und Charakteren. Haltet Taschentücher bereit: Auch wenn ich selbst nicht allzu viel weinen musste, kann ich gut verstehen, dass man bei diesem Buch Rotz und Wasser heult. Absolute Leseempfehlung! Aber achtet bitte auf die Triggerwarnungen.