4.4

Sprache und Sein

von Kübra Gümüşay

Format:Hardcover
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Kübra Gümüşay beschreibt wie Sprache unser Denken prägt und unsere Politik bestimmt. „Ein beeindruckendes Buch, poetisch und politisch zugleich.“ Margarete Stokowski Dieses Buch folgt einer Sehnsucht: nach einer Sprache, die Menschen nicht auf Kategorien reduziert. Nach einem Sprechen, das sie in ihrem Facettenreichtum existieren lässt. Nach wirklich gemeinschaftlichem Denken in einer sich polarisierenden Welt. Kübra Gümüşay setzt sich seit langem für Gleichberechtigung und Diskurse auf Augenhöhe ein. In ihrem ersten Buch geht sie der Frage nach, wie Sprache unser Denken prägt und unsere Politik bestimmt. Sie zeigt, wie Menschen als Individuen unsichtbar werden, wenn sie immer als Teil einer Gruppe gesehen werden – und sich nur als solche äußern dürfen. Doch wie können Menschen wirklich als Menschen sprechen? Und wie können wir alle – in einer Zeit der immer härteren, hasserfüllten Diskurse – anders miteinander kommunizieren?

History, Humanities & Society
Hardcover
Erschienen an: January 27, 2020

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Aktuelle Rezensionen(21)

4.4(212 ratings)
Leandra Marie GehrmannRezension von Leandra Marie Gehrmann

Toooooll!

JulianRezension von Julian

Manche Bücher liest man nicht einfach, man arbeitet sich durch sie hindurch, reflektiert ständig sich und andere und kommt verändert wieder heraus. „Sprache und Sein” ist so eines. Gümüşay schreibt darüber, wie Sprache unser Denken formt: wer in ihr selbstverständlich vorkommt und wer ständig benannt, markiert, erklärt werden muss. Über die „Benannten” und die „Benennenden”, über das, was eine Sprache uns zu sagen erlaubt und was sie uns vorenthält. Und am Ende über die Frage, wie eine andere, gerechtere Art zu sprechen und zu streiten aussehen könnte. Es ist kein einfacher Text. Gümüşay schreibt streckenweise sehr akademisch, ihre Gedanken sind dicht, und gerade abends nach einem langen Tag muss man sich konzentrieren, um ihr zu folgen. Auch inhaltlich ist es kein Buch zum Wegnicken: Es konfrontiert, es fordert, und man muss bereit sein, sich darauf einzulassen. Nicht jedem Satz wird man zustimmen — das muss man auch nicht. Aber die zentralen Gedanken sind es wert, mit ihnen zu ringen. Was bleibt, ist ein verändertes Ohr. Für die eigene Sprache, für die der anderen, für das, was selbstverständlich klingt und es vielleicht gar nicht sein sollte. Genau das macht dieses Buch so wichtig und zu einer Einladung, auch andere mit ins Gespräch zu nehmen. Ein Buch, das jede:r lesen sollte.

DeniseRezension von Denise

Manche Bücher trifft man zur falschen Zeit. Ich habe „Sprache und Sein” vor einigen Jahren begonnen und weggeleggt – nicht weil es schlecht war, sondern weil ich noch nicht bereit dafür war. Das sagt vielleicht mehr über das Buch aus als jedes Lob. Gümüşay schreibt keine bequeme Lektüre. Sie schreibt eine notwendige. In klarer Sprache legt sie frei, wie sehr die Worte, die wir benutzen, unser Denken formen – und wessen Denken dabei auf der Strecke bleibt. Das zieht einem leise den Boden weg. Wer sich darauf einlässt, wird das eigene Sprechen, Urteilen und Schweigen danach mit anderen Augen sehen (und evtl. mit anderen diskutieren). Über die literarische Form des Sachbuchs bin ich inzwischen hinweggekommen. Das Buch verhandelt seine eigene Kategorie sowieso souverän aus – es ist Essay, Manifest und Einladung zugleich. Sehr empfehlenswert. Aber nur, wenn man sich wirklich darauf einlassen möchte – und bereit ist, dabei unangenehme Begegnungen mit sich selbst in Kauf zu nehmen.

Amelie MeyerRezension von Amelie Meyer

So so wichtig

noraRezension von nora

An sich ein unfassbar tolles und wichtiges Buch. Aber leider zu akademisch - es fiel teilweise schwer dem Argumentationsstrang zu folgen. Teilweise hat sich die Autorin auch in ergänzenden Anekdoten verloren, wodurch es zäh wurde.

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