Beklaute Frauen
von Leonie Schöler
Wie Frauen Geschichte schrieben – und Männer dafür den Ruhm bekamenMuse, Sekretärin, Ehefrau – es gibt viele Bezeichnungen für Frauen, deren Einfluss aus der Geschichte radiert wurde. Für deren Leistungen Männer die Auszeichnungen und den Beifall bekamen: Wissenschaftlerinnen, deren Errungenschaften, im Gegensatz zu denen ihrer männlichen Kollegen, nicht anerkannt wurden. Autorinnen, die sich hinter männlichen Pseudonymen versteckten. Oder Künstlerinnen, die im Schatten ihrer Ehemänner in Vergessenheit geraten sind. Lebendig und unterhaltsam erzählt die Historikerin Leonie Schöler ihre Geschichten, sie zeigt, wer die Frauen sind, die unsere Gesellschaft bis heute wirklich vorangebracht haben. Und sie verdeutlicht, wie wichtig die Diskussion um Teilhabe und Sichtbarkeit ist. Dabei wird klar: Hinter jedem erfolgreichen Mann steht ein System, das ihn bestärkt; vor allen anderen steht ein System, das sie aufhält. Mit zahlreichen Abbildungen und Infokästen
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Beklaute Frauen
von Leonie Schöler
Wie Frauen Geschichte schrieben – und Männer dafür den Ruhm bekamenMuse, Sekretärin, Ehefrau – es gibt viele Bezeichnungen für Frauen, deren Einfluss aus der Geschichte radiert wurde. Für deren Leistungen Männer die Auszeichnungen und den Beifall bekamen: Wissenschaftlerinnen, deren Errungenschaften, im Gegensatz zu denen ihrer männlichen Kollegen, nicht anerkannt wurden. Autorinnen, die sich hinter männlichen Pseudonymen versteckten. Oder Künstlerinnen, die im Schatten ihrer Ehemänner in Vergessenheit geraten sind. Lebendig und unterhaltsam erzählt die Historikerin Leonie Schöler ihre Geschichten, sie zeigt, wer die Frauen sind, die unsere Gesellschaft bis heute wirklich vorangebracht haben. Und sie verdeutlicht, wie wichtig die Diskussion um Teilhabe und Sichtbarkeit ist. Dabei wird klar: Hinter jedem erfolgreichen Mann steht ein System, das ihn bestärkt; vor allen anderen steht ein System, das sie aufhält. Mit zahlreichen Abbildungen und Infokästen
Aktuelle Rezensionen(52)
„Beklaute Frauen“ hat in mir viele Emotionen ausgelöst: Wut über die Ungerechtigkeiten, Sorge darüber, wie tief diese Strukturen noch immer so viel tiefer verwurzelt sind als gedacht und Trauer über all die Frauen, deren Leistungen unsichtbar gemacht oder anderen zugeschrieben wurden. Gleichzeitig hat das Buch aber auch Hoffnung in mir geweckt – Hoffnung darauf, dass Veränderung möglich ist, wenn wir diese Geschichten erzählen und sichtbar machen. Leonie Schöler gelingt es, ein komplexes und oft emotionales Thema sachlich und verständlich aufzubereiten, ohne dabei trocken zu werden. Ihr Schreibstil ist angenehm lesbar und findet die perfekte Balance zwischen Fakten und Emotionen. Gerade dadurch ist das Buch nicht nur informativ, sondern auch sehr eindrücklich. Besonders beeindruckt hat mich, wie umfassend die Autorin Ungleichheiten betrachtet – sei es in Wissenschaft, Sport, Wirtschaft oder Kunst. Dabei geht es nicht nur um Sexismus, sondern auch um rassistische, ableistische und andere diskriminierende Strukturen, die Menschen bis heute benachteiligen. Obwohl ich mich selbst bereits mit feministischen Themen befasse sowie als Ally der BIPoC- und LGBTQIA+-Community betrachte, hat dieses Buch noch viele Wissenslücken bei mir aufgedeckt sowie aufgeklärt und zahlreiche Aha-Momente ausgelöst. Es ist eines der lehrreichsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe, und für mich ein Werk, das jede Person einmal gelesen haben sollte.
das sollte Pflichtlektüre sein
Eine absolute Empfehlung: ein äußerst interessantes und hervorragend aufbereitetes Werk. Besonders beeindruckt hat mich die fundierte Recherchearbeit der Autorin sowie die Vielfalt und Qualität der herangezogenen Quellen. Da ich mich selbst intensiv mit feministischer Literatur beschäftige, waren mir einige der beschriebenen „beklauten Frauen“ bereits bekannt. Dennoch konnte ich zahlreiche neue Perspektiven und Erkenntnisse gewinnen. Besonders gelungen fand ich außerdem den abschließenden Exkurs in die Welt der Algorithmen, der eindrucksvoll und zugleich bedrückend die Brücke in die Gegenwart schlägt. Insgesamt eine große Leseempfehlung – nicht nur für Frauen.
Eine klare Leseempfehlung für alle, die Geschichte einmal aus einem anderen, ehrlicheren Blickwinkel betrachten möchten. Ein kluges,wichtiges,wütende Buch !
Ich denke, das Buch kann ein guter Einstieg in feministische Themenfelder sein! Für mich waren die dazu näher ausgeführten Aspekte nicht neu oder augenöffnend, aber alleine für die kurzweilig beschrieben und gut zusammengefassten Biographien wie der Wissenschaftlerin Lise Meitner, ist es ein lohnenswertes, angenehm zu lesendes Sachbuch.