Tierarzt Byongsu Kim (70) ist »pensionierter« Serienmörder. Er verbringt seine Zeit damit, Klassiker zu lesen und Gedichte zu schreiben. Kurz nachdem er in seinem Viertel einem Mann begegnet, den er als seinesgleichen erkennt, wird bei ihm beginnende Demenz diagnostiziert. Um seine Tochter zu beschützen, plant der alte Mann, mit seinem schwindenden Gedächtnis kämpfend, einen letzten Mord.
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Aufzeichnungen eines Serienmörders
By Young-ha Kim
Tierarzt Byongsu Kim (70) ist »pensionierter« Serienmörder. Er verbringt seine Zeit damit, Klassiker zu lesen und Gedichte zu schreiben. Kurz nachdem er in seinem Viertel einem Mann begegnet, den er als seinesgleichen erkennt, wird bei ihm beginnende Demenz diagnostiziert. Um seine Tochter zu beschützen, plant der alte Mann, mit seinem schwindenden Gedächtnis kämpfend, einen letzten Mord.
Popular Reviews(3)
In einem Rutsch gelesen. Es macht Spaß seinen Gedanken zu folgen und durch die Art wie der Text aufgebaut ist (Tagebuchform), fühlt man sich dem Protagonisten nahe. Das Ende war gleichzeitig vorauszusehen als auch überraschend. Hab mich gut unterhalten gefühlt. War mal was anderes.
Das Buch handelt von einem Serienmörder, der dement ist und zunehmend mehr vergisst. Im Vordergrund steht das Vergessen und das Klammern an Erinnerungen. Mir hat der Erzählstil gut gefallen. Es sind nie lange Texte am Stück, sondern eher Puzzleteile, die nach und nach ein Ganzes ergeben. Ich habe bestimmte Plottwists erwartet und alles kam anders als gedacht. Hat Spaß gemacht. Klare Empfehlung!
Young-Ha Kim gelingt mit seinem Werk ein außergewöhnliches Buch, das Tiefsinn und Komik auf beeindruckende Weise vereint und zugleich eine tragische Note anschlägt. Besonders hervorzuheben ist der brillante Clou, den er sich bis zum Schluss aufspart. Kims Sprache besticht durch ihre poetische Dichte und zugleich klare Ausdruckskraft, die oft eine hohe Intensität erreicht. Der Tagebuchstil verleiht dem Roman eine authentische Atmosphäre, die Kims Demenzerkrankung eindringlich spürbar macht. Mit feinsinnigem, schwarzem Humor, der aus der Perspektive des Mörders sowohl ernsthaft als auch bizarr anmutet, gelingt Kim etwas Außergewöhnliches: Er bricht mit den Konventionen des klassischen Kriminalromans. Stattdessen erzählt er aus der Sicht eines Alzheimer-Patienten eine Geschichte, die ohne Pathos auskommt, von urkomischer Leichtigkeit ist und dennoch zum Nachdenken anregt. Ein Meisterwerk, das ein ganzes Genre neu definiert.