Die Ladenhüterin
von Sayaka Murata
Keiko Furukawa ist anders. Gefühle sind ihr fremd, das Verhalten ihrer Mitmenschen irritiert sie meist. Um nirgendwo anzuecken, bleibt sie für sich. Als sie jedoch auf dem Rückweg von der Uni auf einen neu eröffneten Supermarkt stößt, einen sogenannten Konbini, beschließt sie, dort als Ladenhilfe anzufangen. Man bringt ihr den richtigen Gesichtsausdruck, das richtige Lächeln, die richtige Art zu sprechen bei. Keikos Welt schrumpft endlich auf ein für sie erträgliches Maß zusammen, sie verschmilzt geradezu mit den Gepflogenheiten des Konbini. Doch dann fängt Shiraba dort an, ein zynischer junger Mann, der sich sämtlichen Regeln widersetzt. Keikos mühsam aufgebautes Lebenssystem gerät ins Wanken. Und ehe sie sichs versieht, hat sie ebendiesen Mann in ihrer Badewanne sitzen. Tag und Nacht.
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Die Ladenhüterin
von Sayaka Murata
Keiko Furukawa ist anders. Gefühle sind ihr fremd, das Verhalten ihrer Mitmenschen irritiert sie meist. Um nirgendwo anzuecken, bleibt sie für sich. Als sie jedoch auf dem Rückweg von der Uni auf einen neu eröffneten Supermarkt stößt, einen sogenannten Konbini, beschließt sie, dort als Ladenhilfe anzufangen. Man bringt ihr den richtigen Gesichtsausdruck, das richtige Lächeln, die richtige Art zu sprechen bei. Keikos Welt schrumpft endlich auf ein für sie erträgliches Maß zusammen, sie verschmilzt geradezu mit den Gepflogenheiten des Konbini. Doch dann fängt Shiraba dort an, ein zynischer junger Mann, der sich sämtlichen Regeln widersetzt. Keikos mühsam aufgebautes Lebenssystem gerät ins Wanken. Und ehe sie sichs versieht, hat sie ebendiesen Mann in ihrer Badewanne sitzen. Tag und Nacht.
Aktuelle Rezensionen(25)
Viel Potential, welches nicht genutzt wurde. Viel Eigeninterpretation nötig.
Spannend. Ich freue mich darauf mit anderen über dieses Buch zu reden. Das Leben der Hauptperson wirkt losgelöst von ihr selbst. Als würde es ihr passieren. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die Erzählart der Autorin. Die Sprache ist klar und schlicht, erzeugt allerdings gleichzeitig lebhafte, bunte Bilder beim lesen. Ein interessanter Gegensatz.
Ob die hier beschriebene Rolle der japanischen Gesellschaft entspricht, kann ich nicht beurteilen, aber „die Ladenhüterin“ ist absolut lesenswert. Stellenweise ist das von Demut und Unterwürfigkeit geprägte Selbstbild kaum auszuhalten.
Erinnert mich ein bisschen an Mariana Leky - toll toll tol
Gesellschaftskritisch und humorvoll, die Protagonistin ist etwas creepy. Mir hat das Buch gut gefallen.