Ein eindringlicher Roman über die Kraft von Sprache, Natur und Gemeinschaft Atmosphärisch und dicht erzählt Katrin Zipse von Aufbrechen und Ankommen Beruhend auf einer wahren Begebenheit Gebunden in Strukturpapier mit Prägung, farbigem Vorsatzpapier und Lesebändchen
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Moosland
von Katrin Zipse
Ein eindringlicher Roman über die Kraft von Sprache, Natur und Gemeinschaft Atmosphärisch und dicht erzählt Katrin Zipse von Aufbrechen und Ankommen Beruhend auf einer wahren Begebenheit Gebunden in Strukturpapier mit Prägung, farbigem Vorsatzpapier und Lesebändchen
Aktuelle Rezensionen(4)
Wer ruhige Romane gerne liest, hat mit Moosland eine sehr gute Wahl getroffen. Angenehmer Schreibstil, interessanter Einblick in die damalige Zeit auf Island und wie es wäre wenn man dorthin kommen würde, sich nicht mit den Einheimischen unterhalten kann. Viel Freude beim Lesen!
Ein zarter Roman über das raue Leben auf Island in den späten 40er Jahren. Ich war überrascht, wie sehr mich die Geschichte in ihren Bann gezogen hat. Das Buch hat etwas mehr als 200 Seiten, ist also nicht besonders lang, aber auch in dieser kurzen Zeit hat es die Autorin geschafft, mir die Charaktere und ihre Handlungen nahe zu bringen. Elsa kommt als deutsche Arbeiterin nach Island, um auf einem Hof auszuhelfen. Dabei hat sie eigene Päckchen zu tragen und bringt auch das Hofleben ganz schön durcheinander. Ich mochte den Schreibstil total gern - der hat es bei der Geschichte für mich gemacht. Er hat einfach zu der ganzen Atmosphäre gepasst; hat die ganze Atmosphäre überhaupt lebendig werden lassen. Auch der Umgang mit den verschiedenen Sprachen (Deutsch und Isländisch) fand ich super gelöst. Allein das Ende fand ich ein wenig übereilt. Da hätte es ruhig noch 20/30 Seiten mehr haben können. Trotzdem ein tolles Buch, das man gut an einem Wochenende durch lesen kann. Für alle, die sich nach Island träumen wollen.
Von Anfang an spürt man: Elsa ist das „schweigende Mädchen“. Ihr Schweigen ist nicht nur Charakterzug, sondern Grundton des Romans. Dialoge sind selten, Worte sparsam gesetzt. Vieles bleibt unausgesprochen, schwebt zwischen den Zeilen. Die Ankunft auf dem Hof und das vorsichtige Einleben in den neuen Alltag habe ich gern gelesen. Das langsame Kennenlernen der Familie, die fremden Abläufe, die kleinen Unsicherheiten – all das wirkt fein beobachtet. Was mich tief beeindruckt hat, sind die Naturbeschreibungen. Steile Felsen, dunkle Fjorde, peitschender Regen, schmerzhaft kalter Schnee – beim Lesen spürt man den Wind auf der Haut. Die Landschaft ist gewaltig, beinahe überwältigend. Und doch stehen ihr Figuren gegenüber, die nüchtern, fast distanziert gezeichnet sind. So kraftvoll die Natur, so zurückgenommen die Menschen. Über allem liegt eine leise Melancholie. Eine stille Traurigkeit, die sich durch jede Seite zieht. Ich hätte mir stellenweise mehr Leben gewünscht, mehr Nähe zu den Figuren, mehr spürbare Emotionen. Da wärmten mich besonders die heiteren Briefe von Elsas Freundin Gerda – kleine Lichtblicke in einer sonst eher kargen, moosbewachsenen Welt.
Ein sehr atmosphärischer Roman, der seine Lesenden mit seinem ruhigen Fluss in die nordisländische Natur trägt. Zipse zeichnet eine Hauptfigur, die sich im Krieg verloren hat. Auf vielen Ebenen. Umso behutsamer die Beschreibungen ihres Alltags auf dem Land und mit der Bauernfamilie, die sie im Esja-Programm aufnahm, desto schlagender ist das Durchbrechen der Bilder, in denen die Autorin die Traumata ihrer Protagonistin beschreibt. Das Buch ist die Beschreibung eines Gefühls, eines Zustandes des Findens - von Worten (in einer fremden Sprache) und von (menschlicher) Wärme (in einer fremden Welt).