3.8

Das gute Leben

von Nadine Schneider

Format:Hardcover
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Es ist Spätsommer und die Trauben sind reif, als Christina das Haus ihrer Großmutter Anni erbt. Hier, in einem kleinen Dorf bei Nürnberg, ist sie bei Anni aufgewachsen: Anni, die Mitte der sechziger Jahre aus Rumänien nach Deutschland flieht. Anni, die ganz allein ihr Kind und ihr Enkelkind aufzieht und beim Quelle-Versand Pakete ins Wirtschaftswunderland verschickt. War das das Leben, von dem sie geträumt hat? Während Christina sich langsam von Anni und dem Haus verabschiedet, erkennt sie, was sie ihrer Großmutter wirklich verdankt: die Freiheit, loszulassen und selbst den Ort zu finden, wo das gute Leben zu Hause ist.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
304 SeitenHardcover
Erschienen an: February 25, 2026

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Aktuelle Rezensionen(2)

3.8(11 ratings)
Lena MadleinchenRezension von Lena Madleinchen

Ein berührender Familienroman, der noch lange nach dem Lesen nachklingt. Nadine Steiner erzählt mit einer sehr feinen, ruhigen und bildhaften Sprache von Beziehungen, unausgesprochenen Dingen und den Spuren, die vergangene Generationen hinterlassen. Besonders beeindruckt hat mich, wie sie Stimmungen einfängt, kleine Momente, Blicke, Stille und all das, was zwischen Menschen passiert, ohne dass es ausgesprochen wird. Die Geschichte hat mich zum Nachdenken über eigene Familienstrukturen gebracht. Über das, was verschwiegen wird, über den Wunsch, Menschen zu schützen, und darüber, dass Schweigen manchmal genauso viel erzählen kann wie Worte. Die Figuren wirken sehr nahbar, weil ihre Gefühle und Konflikte nicht übertrieben dargestellt werden, sondern leise und echt. Besonders gefallen hat mir die poetische Erzählweise. Manche Sätze schaffen es, ganze Situationen lebendig werden zu lassen, man steht beinahe selbst in der Szene und spürt die Atmosphäre. Ein Buch über Familie, Nähe, Verletzungen und darüber, wie sehr uns unsere Vergangenheit prägt. Für Leserinnen und Leser, die ruhige, tiefgründige Geschichten mit viel Gefühl mögen, eine klare Empfehlung.

KaaRezension von Kaa

Kurze Inhaltsangabe: Im Spätsommer erbt Christina das Haus ihrer Großmutter Anni in einem Dorf bei Nürnberg. Während sie Abschied nimmt, taucht sie tief in die Familiengeschichte ein. Anni floh in den sechziger Jahren aus Rumänien nach Deutschland, kämpfte gegen Armut, Einsamkeit und Fremdsein und zog Kind und Enkelin groß. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart geht es um Herkunft, Verlust und die Frage, was ein gutes Leben eigentlich ausmacht. Meine Meinung: Ich habe das Buch bei Vorablesen gewonnen und war nach der Inhaltsbeschreibung sehr gespannt. Die Geschichte rund um vier Generationen klingt auf dem Papier unglaublich vielversprechend und thematisch stark. Leider konnte mich der Roman nicht wirklich erreichen. Die Zeitsprünge waren für mich teilweise verwirrend, sodass ich immer wieder neu in die Handlung finden musste. Außerdem fehlen weitgehend Dialoge, was das Lesen für mich eher distanziert gemacht hat. Ich konnte dadurch kaum eine emotionale Nähe zu den Figuren aufbauen und nur schwer mit ihnen mitfühlen. Ich sehe durchaus, warum das Buch viele Leserinnen und Leser berühren kann. Für mich persönlich blieb es jedoch hinter meinen Erwartungen zurück. Geschmäcker sind verschieden, und dieses Mal hat es einfach nicht ganz gepasst.

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