4.2

Bis ans Meer

von Peggy Patzschke

Format:Hardcover
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Peggy Patzschke war über ein Jahrzehnt die Radiostimme Mitteldeutschlands. Heute arbeitet sie als Redakteurin und Moderatorin vor und hinter der Kamera für ARD, MDR und 3sat und hat einen Podcast. Sie lebt in Leipzig. »Bis ans Meer« ist ihr erster Roman.Mehr unter peggy-patzschke.de 

Historische Romane
445 Seiten • Hardcover
Erschienen an: February 12, 2025

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Aktuelle Rezensionen(8)

4.2(29 ratings)
Patricia HeinleinRezension von Patricia Heinlein

Vielen Dank für diese Geschichte. Ich fand es so spannend mehr über die Flucht, aber auch das Leben als Umsiedlerin nach dem zweiten Weltkrieg zu lesen. Dir Geschichte hat mich wirklich sehr berührt.

ImmeRezension von Imme

Ganz ganz große Empfehlung für jede Generation!! Tolle emotionale Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht und einen wirklich alles fühlen lässt! Das Buch hat mich vieles gelehrt und auch dazu geführt mit meinem Opa über seine Flucht, Rückkehr und spätere Vertreibung zu sprechen. Das Buch wird mir wohl immer in Erinnerung bleiben!

MirjamRezension von Mirjam

Ergreifend und wahnsinnig intensiv! Kann es sein, dass die Gefühle die ich habe, gar nicht meine sind? Auf der Suche nach einer Erklärung für ihre Bindungsangst, beginnt Friedas Enkelin dem Schicksal ihrer Großmutter und Mutter nachzuspüren. Beide mussten 1945 bei Eiseskälte aus Niederschlesien fliehen, während Großvater Karl an der Front war. Was ist damals geschehen, dass die Auswirkungen der Ereignisse noch heute, generationsübergreifend spürbar sind? Zuallererst möchte ich den unglaublich eindringlichen Schreibstil der Autorin hervorheben. Die intensiven Schilderungen lösten bei mir, schon nach wenigen Seiten, ein regelrecht spürbares Erleben aus. Kein Wunder, geht „Bis ans Meer“ doch auf die eigene Familiengeschichte von Peggy Patzschke zurück. Die emotionale Verbindung und das investierte Herzblut der Autorin liest sich wirklich in jedem einzelnen Satz. Meine Großeltern mussten einst ebenfalls flüchten, weshalb ich mit ihren Kriegs- und Nachkriegsgeschichten aufgewachsen bin. Während des Lesens konnte ich nun so viele Parallelen feststellen, dass mich die Schilderungen natürlich nochmal auf einer ganz anderen Ebene gepackt und mir deren grauenhafte Erlebnisse erneut vor Augen geführt haben. Mich seither nicht mehr so recht loslassen wollen. Die Handlung spielt in zwei Zeitebenen. Einmal in der Gegenwart, in der es um Fridas Enkelin und deren Auseinandersetzung mit der Vergangenheit von Großmutter und Mutter geht und einmal in der Vergangenheit, die von Friedas Schicksal vor und nach der Flucht berichtet. Die Kapitel rund um die Flucht und Vertreibung haben mich dabei ganz besonders ergriffen, wobei ich mich auch im weiteren Verlauf oft gefragt habe „Wie viel kann ein Mensch ertragen, bevor er vollends zerbricht?“ und „Woher nahmen diese Frauen verdammt nochmal all ihre Kraft?“ Und je mehr ich nun darüber nachgedacht habe, desto mehr dämmerte mir… Kein Wunder, dass Oma und Opa sind wie sie sind. Und ich auch. Fazit: Beim Lesen dieses Buches habe ich bei -30 Grad vor Kälte gezittert, die tauben Finger und das Entsetzen gespürt, hatte Bauchschmerzen vor Hunger, habe die Erniedrigungen ertragen, mitgelitten, mich mitgefreut und eine zarte Hoffnung gespürt. Obwohl ich das Buch bereits vor Tagen beendet habe, so bewegt und beschäftigt es mich doch immernoch. Ein großartiges, wichtiges Buch, das unbedingt gelesen werden sollte!

𝓵𝓪𝓾𝓻𝓪Rezension von 𝓵𝓪𝓾𝓻𝓪

bis ans meer von peggy patzschke war für mich ein absolutes highlight. anfangs gestalteten sich die ersten kapitel noch ein wenig zäh, doch schon nach kurzer zeit habe ich mich vollkommen in die geschichte verliebt. was zunächst langsam begann, entwickelte sich zu einer mitreißenden, tief bewegenden lektüre, die mich von der ersten bis zur letzten seite fesselte. das buch besticht besonders durch seine einfühlsame und gleichzeitig ehrliche darstellung familiärer hintergründe. es beleuchtet nicht nur die vergangenheiten der hauptfiguren, sondern wirft auch die fundamentalen fragen auf: „warum bin ich so, wie ich bin?“ oder „warum ist meine mutter so, wie sie ist?“ die spurensuche durch generationen hinweg, kombiniert mit der reflexion über das eigene selbst, macht die geschichte unglaublich tiefgründig und nachdenklich. der autorin gelingt es meisterhaft, eine tragische und gleichzeitig rührende geschichte zu erzählen. die charaktere - allen voran frieda, erika und peggy selbst - zeigen immer wieder bemerkenswerte stärke, die beim lesen für gänsehaut sorgt. die emotionalen höhepunkte, insbesondere die letzten seiten, haben mich zutiefst bewegt; ich habe beim lesen selten so sehr geweint wie hier. die sprache des buches ist ehrlich, nahbar und eindringlich, sodass man sich den gefühlen und schicksalen der figuren kaum entziehen kann. bis ans meer ist eine geschichte über familie, vergangenheitsbewältigung und die suche nach antworten auf zentrale fragen des lebens - intensiv, bewegend und unvergesslich. für mich ist dieses buch definitiv eines, das man im herzen trägt und immer wieder reflektiert. eine absolute leseempfehlung für alle, die sich auf eine emotionale, tiefgründige und unvergessliche geschichte einlassen möchten.

MelRezension von Mel

Die Enkelin ist mir während der Geschichte oft unsympathisch. Ich kann ihr handeln nir schwer nachvollziehen. Während Frieda mein Herz erobert hat. Eine Frau mit so viel Lebensfreude und -mut. Sie hält an ihrer Liebe zu ihrem Mann fest. Das ist was sie am Leben hält und am Ende dann auch abhält. Ein spannender Roman über den zweiten Weltkrieg und wie das Leben manchmal einem ein Schicksal nach dem anderen bringt.

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