Ausgerechnet der plötzliche Tod ihrer Schwester Darina gibt Nola den Anstoß, endlich ein Buch zu schreiben. Leser:innen feiern ihre radikale Offenheit - doch die Familie fühlt sich bloßgestellt. Zwischen Trauer, Wut und Sprachlosigkeit wächst die Distanz. Ein Jahr später soll Darinas Asche auf einer abgelegenen Insel verstreut werden. Nola will nicht kommen. Doch als ein Filmdeal optioniert wird und kurz darauf eine anonyme Beschwerde beim Verlag eingeht, steht ihr Ruf auf dem Spiel. Entschlossen stellt sie sich ihrer Familie - und der Frage, wem Erinnerungen gehören, wenn sie einmal zu Geschichten geworden sind.
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Eigentlich wollte ich das nicht schreiben
von Freya Bromley, Nele Junghanns, Sophie Wölbling
Ausgerechnet der plötzliche Tod ihrer Schwester Darina gibt Nola den Anstoß, endlich ein Buch zu schreiben. Leser:innen feiern ihre radikale Offenheit - doch die Familie fühlt sich bloßgestellt. Zwischen Trauer, Wut und Sprachlosigkeit wächst die Distanz. Ein Jahr später soll Darinas Asche auf einer abgelegenen Insel verstreut werden. Nola will nicht kommen. Doch als ein Filmdeal optioniert wird und kurz darauf eine anonyme Beschwerde beim Verlag eingeht, steht ihr Ruf auf dem Spiel. Entschlossen stellt sie sich ihrer Familie - und der Frage, wem Erinnerungen gehören, wenn sie einmal zu Geschichten geworden sind.
Aktuelle Rezensionen(1)
Worum geht’s? Nola hat ein Buch veröffentlicht, das einen großen Familienkonflikt auslöst und die große Frage stellt: wem gehören Erinnerungen? M E I N U N G Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Form, also aus Nolas Perspektive, wodurch wir einen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt erhalten und alles an ihrer Seite miterleben dürfen. Die Erzählweise ist ruhig und unaufgeregt gewählt, mir war es sogar zu ruhig. Für mich hätte die Handlung etwas mehr Spannung vertragen können, denn sie ist stellenweise nur so vor sich hingeplätschert ist und hat mich immer wieder verloren. Was mir gut gefallen hat war der Zwiespalt, der die Veröffentlichung des Buches mitbringt: einerseits wird er von Lesern gefeiert und sie erhält total positive Rückmeldungen, sodass sogar nach einem zweiten Buch gefragt wird. Andererseits bringt sie durch die Veröffentlichung ihre eigene Familie gegen sich auf und es entsteht ein großes Geflecht aus Konflikten untereinander. Auch der Fakt, dass der Roman von einem Buch handelt , wir also quasi eine „Geschichte in der Geschichte“ haben, fand ich sehr interessant. Die grundsätzliche Frage „wem gehören Erinnerungen“ wird nicht abschließend beantwortet. Vielmehr zeigt die Autorin unterschiedliche Perspektiven auf diese Frage auf und überlässt den Rest dem Leser 💭 F A Z I T Ein feinfühliger Debütroman über Trauer, Schuld und die Frage, wem Erinnerungen gehören, eingearbeitet in eine Familiengeschichte, der leise erzählt wird, mich jedoch nicht überzeugen konnte. Autorin: Freya Bromley Verlag: Pola Übersetzung: Nele Junghanns und Sophie Wöbling