4.3

Dabei waren wir uns immer so nah

von Jette Kötschau

Format:Hardcover
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Wie findet man zurück in eine Freundschaft, die erwachsen geworden ist?Während ihres Studiums verbrachten Merle, Katharina und Henri die Nachmittage im Park und versackten nach durchfeierten Nächten auf Henris Schlafcouch. Sie waren frei und die Zukunft verschwommen und verheißungsvoll. Es war eine dieser Freundschaften, die sich selbstverständlich, leicht und unbeschwert anfühlen. Für die man sich nicht anstrengen muss.Doch jetzt sind die drei erwachsen, die Treffen seltener, die Anforderungen größer. Merle hat ein Baby und versucht, sich in ihrer neuen Rolle zurechtzufinden, Henri ringt mit dem Tod ihrer Großmutter, und Katharina weiß nicht, ob sie nach zehn Jahren Beziehung noch mit ihrem Partner zusammen sein will.Plötzlich scheinen die Themen, die sie voneinander trennen, ungleich größer zu sein als die Gemeinsamkeiten, die sie früher verbanden. Während jede für sich mit den Herausforderungen der Realität kämpft, wächst die Sehnsucht nach der alten Nähe und Vertrautheit. Doch wie hält man eine Freundschaft, deren Teile wie Eisschollen auseinanderdriften?

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
224 SeitenHardcover
Erschienen an: 2026-07-17

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Aktuelle Rezensionen(6)

4.3(46 ratings)
mrs.may.readsRezension von mrs.may.reads

Im Mittelpunkt stehen die drei Freundinnen Katharina, Merle und Henri, die alle Anfang dreißig sind und an unterschiedlichen Punkten ihres Lebens stehen. Katharina wünscht sich sehnlichst ein Kind, während ihr Partner den Kinderwunsch immer weiter hinauszögert. Merle ist frischgebackene Solo Mama und merkt, dass sie sich oft allein fühlt. Henri hat in ihrer Oma den Halt gefunden, den ihr ihre Mutter nie geben konnte, und fragt sich, ob sie selbst Kinder haben möchte? Besonders beeindruckt hat mich, wie nah und authentisch die Autorin die Gedanken und Gefühle ihrer Figuren beschreibt. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, einer guten Freundin zuzuhören. Viele Ängste und Zweifel kamen mir dabei erstaunlich vertraut vor, sei es aus meinem eigenen Leben oder aus Gesprächen mit Freunden. Dadurch wirken die Figuren unglaublich echt. Der Kinderwunsch und das Leben mit einem Baby ziehen sich als zentrales Thema durch den gesamten Roman und werden aus zwei sehr unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Noch stärker empfand ich jedoch das Thema Einsamkeit, das alle drei Frauen auf ihre ganz eigene Weise verbindet. Auch die Entwicklung der Freundschaft hat mich berührt. Nichts ist mehr so unbeschwert wie früher und jede kämpft mit ihren eigenen Herausforderungen. Besonders schön fand ich den Gedanken, dass eine Freundschaft nicht davon lebt, alles miteinander zu teilen. Vielleicht gibt es einfach verschiedene Menschen für verschiedene Momente im Leben und genau das sorgt am Ende dafür, dass sich niemand ganz allein fühlen muss. Für mich ist „Dabei waren wir uns immer so nah“ ein ruhiger, feinfühliger Roman über Freundschaft, Einsamkeit und die Frage, ob die Entscheidungen, die wir im Leben treffen, wirklich die richtigen sind. Weniger die Handlung als vielmehr die ehrlichen Emotionen und Gedanken der Figuren haben mich dabei tief berührt.

Sophie MeinkeRezension von Sophie Meinke

Das Buch hat mein Herz ❤️‍🩹

Gloria Apáti 🦩Rezension von Gloria Apáti 🦩

.. über Frauen-Freundschaft die die Widrigkeiten des Lebens übersteht, Mutterschaft, Partnerschaft. Richtig toll geschrieben, ohne kitschig zu sein.

CharlyRezension von Charly

„Dabei waren wir uns immer so nah“ von Jette Kötschau ist ein wirklich tolles Buch über Freundschaft in den dreißigern (und darüber hinaus). Der Schreibstil und die Charaktere lassen einen wunderbar in die Geschichte eintauchen und mitfiebern. Genau weil es nicht das typische Lobeslied auf einwandfrei verlaufende Freundschaften ist, ist es umso nahbarer, realistischer und emotional überzeugend. Jette Kötschau ist hier ein Buch gelungen, dass von jedem gelesen werden sollte, denn es erinnert uns daran, dass Freundchaften nicht nur bestehen, weil wir uns so ähnlich sind, sondern dass wir füreinander da sein können trotz der Unterschiede!

📖SylviaRezension von 📖Sylvia

Dabei waren wir uns immer so nah erzählt von einer Freundschaft, die viele Jahre überdauert und sich mit den unterschiedlichen Lebenswegen der beiden Frauen verändert. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Kinderwunsch, Mutterschaft und die Frage, wie Beziehungen bestehen bleiben können, wenn sich das eigene Leben in verschiedene Richtungen entwickelt. Besonders gut gefallen hat mir, wie flüssig sich der Roman lesen lässt und wie authentisch die Veränderungen einer langjährigen Freundschaft beschrieben werden. Die unterschiedlichen Perspektiven auf den unerfüllten Kinderwunsch und das Familienleben regen zum Nachdenken an und wirken größtenteils sehr nachvollziehbar. An einigen Stellen zog sich die Handlung für meinen Geschmack allerdings etwas in die Länge. Außerdem hätte ich mir bei Merles Geschichte eine ausgewogenere Darstellung der Mutterschaft gewünscht. Sie wurde über weite Strecken fast ausschließlich als belastend und negativ erlebt, wodurch mir ein wenig die positiven Facetten fehlten. Insgesamt ist es ein ruhiger, fein erzählter Roman über Freundschaft und die unterschiedlichen Wege, die das Leben einschlagen kann. Eine schöne Lektüre, die ich gern gelesen habe.

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