Empfehlungen basierend auf "Die Abkehr"

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von Chukwuebuka Ibeh

Chukwuebuka Ibeh stattet den Protagonisten von „Wünschen“ mit einer Sprache aus, die inmitten der Gewalt immer wieder Räume von ergreifender Zartheit öffnet.

von Anne Freytag

Helene hätte ihren Mann verlassen sollen. Doch sie hat es nicht getan. Wie sie so vieles nicht getan hat. Dann lässt Georg sie, wie es das Klischee will, für eine Jüngere sitzen. Er hat sich verliebt. »Es ist einfach passiert.« Und Helene ordnet ihr Leben neu.

von Katharina Köller

»Katharina Köller erzählt beherzt, feinsinnig und abgründig. Ein soghaftes Alpen-Kammerspiel.« Daniela DröscherMarie rennt panisch einen Berg hinauf. Auf der Flucht vor einer Welt, in der vieles aus dem Lot geraten ist, sucht sie Schutz bei ihrer Cousine Johanna. Ausgerechnet bei Johanna, die seit Jahren wie eine Eremitin auf einer entlegenen Tiroler Alm lebt. Marie und Johanna, sie könnten nicht unterschiedlicher sein: die scharfzüngige Wienerin, Luxusgeschöpf aus einer Luxuswelt, zugleich verwöhnt und verachtet von Ehemann Peter – und das »wilde Tier im Körper von einem Menschen« (Marie über Johanna), das beim Erwachsenwerden scheinbar die Sprache verloren und die Gesellschaft hinter sich gelassen hat. Für die beiden Frauen beginnt ein ungewöhnliches Kräftemessen, ein Ringen um ihr Selbstverständnis, aber auch um einen gemeinsamen Weg. In ihrem so poetischen wie politischen Roman, Märchen, Parabel und pulsierende Zivilisationskritik in einem, feiert Katharina Köller zwei Frauen und ihren eigensinnigen Aufbruch ins Leben. »Ich war dort, wo man mich hingepflanzt hat, wie ein Ziergewächs in einem Topf. Jetzt bin ich hier und wuchere.«»Kann man noch weiblicher, noch österreichischer, noch besser schreiben? Ich denke nicht!« Mareike Fallwickl

von Lena Schätte

Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen, der von der Werkshalle ins Büro versetzt wird, damit er sich nicht volltrunken die Hand absägt. Und das mit dem Alkohol, sagt die Mutter, war eigentlich bei allen Männern in der Familie so.Auch Motte trinkt längst mehr, als ihr gut tut. Schon als Kind hat sie beim Schützenfest die Reste ausgetrunken, bis ihr warm wurde. Jetzt, als junge Frau, schläft sie manchmal im Hausflur, weil sie mit dem Schlüssel nicht mehr das Schloss trifft. Ihr Freund stützt sie, aber der kann meistens selbst nicht mehr richtig stehen. Nur ihr Bruder, der Erzieher geworden ist, schaut jeden Tag nach ihr. Als bei ihrem Vater Krebs im Endstadium diagnostiziert wird, sucht Motte nach einem Weg, sich zu verabschieden – vom Vater und vom Alkohol.

von Emilia Hart

Schwestern, getrennt durch Jahrhunderte. Stimmen, die nicht unterdrückt werden können2019: Lucy erwacht aus einem Albtraum und findet ihre Hände an der Kehle ihres Ex. Entsetzt flieht sie zu ihrer Schwester Jess an die australische Küste, doch diese ist verschwunden. Während Lucy auf ihre Rückkehr wartet, erfährt sie von seltsamen Ereignissen in der Kleinstadt: Männer sind verschwunden, ein Baby wurde in einer Höhle gefunden, und Seeleute hören Frauenstimmen auf den Wellen.1999: Jess ist eine einsame Sechzehnjährige in einer ländlichen Stadt in der Mitte des Kontinents. Mit einer seltenen Wasserallergie diagnostiziert, hat sie sich schon immer anders gefühlt, bis ihre junge, charmante Kunstlehrerin sich für ihre Zeichnungen interessiert.1800: Die Zwillingsschwestern Mary und Eliza wurden von ihrem Vater in Irland getrennt und nach Australien verbannt. Auf der langen Reise beginnen sie, seltsame Veränderungen an sich zu bemerken und spüren, wie das Meer sie zu rufen scheint...

von Christian Huber

Über die Kraft eines einzigen Moments, der so viel erzählen kann wie ein ganzes LebenBohm lebt seit fünf Jahren auf der Straße. Wie er mit Mitte dreißig aus seinem früheren Leben gerutscht ist, darüber schweigt er. Mit seinem Hund Fox schlägt er sich gerade so durch.Alina, eine ehemals aufstrebende Journalistin, scheint in ihrer Laufbahn an einem toten Punkt angekommen zu sein. Ihre letzte Chance auf eine Karriere ist der Auftrag für eine Dokumentation über Obdachlosigkeit, die sie für ihren TV-Sender drehen soll.Zufällig trifft sie auf Bohm, der sich widerstrebend auf das Projekt einlässt. Zu seinem Schrecken erkennt er, dass er dabei ist, sich in die zielstrebige Frau zu verlieben. Eine Liebe, die niemals eine Chance haben wird?Nun … das Leben geht seine eigenen Wege.

von Anne Freytag

Der eine Sommer, in dem alles anfangen sollte. Der Sommer, in dem ein Leben endet – völlig unerwartet, viel zu früh. Als seine Freundin stirbt, bleibt Kennis Welt stehen. Doch das Leben geht einfach weiter, ob man will oder nicht. Nicht mal die Trauer kann es aufhalten. Wann hört ein Ende wirklich auf, und wo fängt man selbst wieder an? Was, wenn der Neuanfang so leise daherkommt, dass man ihn überhört?

von Hannah Häffner

»›Die Riesinnen‹ saugen einen auf der ersten Seite ein, und am Ende dieses Drei-Generationen-Porträts großer Frauen wird man atemlos ausgespuckt. Wüst, wild, bewegend und voller Poesie.« DORIS KNECHT»Mager ist sie, wie ein Kleiderhaken, zurechtgebogen zu Menschenform. Dünn und stark und langgestreckt: Keine ist größer als sie, im Dorf nicht, und auch nicht im nächsten. Dazu die Kupferwollehaare, die wütend nach dem Himmel greifen. Wer sie sieht, weiß, wer sie ist, man weiß es sofort, und sie hasst es, hasst es, hasst es. Vielleicht hätte sie es, an einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit, auch lieben können, aber das geht nicht, nicht hier.«Wittenmoos, ein kleines Dorf im Schwarzwald, ist die Heimat dreier Frauen. Groß und dünn überragen sie alle anderen und wollen so gar nicht in die Dorfgemeinschaft passen. Und doch sind sie hier verwurzelt und müssen ihren eigenen Weg in den engen Grenzen des Dorfes finden. Liese, die still und unerbittlich die Metzgerei führt. Cora, ihre Tochter, die Wütende, die ausbrechen wird und lernen muss, dass Heimkehr keine Niederlage ist. Und Eva, Coras Tochter, die den Wald so sehr liebt und sich dessen erst bewusst werden muss.In dunkler, satter, aber auch zarter Poesie erzählt Hannah Häffner mit stilistischer Präzision, feinem Humor und einer subtilen Beobachtungsgabe die Geschichte dreier Frauen, die sich von den 60-er Jahren bis in unsere Zeit spannt. Ein lange nachhallender Roman über die Sehnsucht nach Freiheit und Wurzeln, über Mütter und Töchter und über die Kraft der Natur.

von Lilli Tollkien

Lilli Tollkien, 1980 in Berlin geboren, begann verschiedene Ausbildungen und studierte unter anderem Regie und Musiktherapie in Berlin und Heidelberg. Sie arbeitete in sehr unterschiedlichen Berufen, etwa als Suchtberaterin in der JVA, als Jobcoach und Ausstatterin. Neben ihrem heutigen Beruf fotografiert sie und hat in Anthologien veröffentlicht. Sie lebt mit ihren Kindern in Leipzig. "Mit beiden Händen den Himmel stützen" ist ihr erster Roman.