Empfehlungen basierend auf "Der Fall Ebby Freeman"
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von Rebecca Yarros
Was nach einem recht simplen Plot klingt, ist so dicht, dramatisch und spannungsreich geschrieben, dass man dieses (Liebes-)Abenteuer als echtes „Binge-Read“ mit Suchtfaktor bezeichnen kann.
von Liz Moore
Empfehlungstitel auf Barack Obamas Summer Reading List New York Times-Bestseller Gewinnerbuch von Jimmy Fallons Summer Read Book Club Manche sagen, es sei tragisch, was den Van Laars widerfahren ist. Manche sagen, die Familie habe es verdient. Sie hätten sich nicht einmal bei den Suchern bedankt, die fünf Nächte lang im eiskalten Wald ausharrten, um ihren vermissten Sohn zu finden. Manche sagen, es habe einen Grund gegeben, warum die Familie so lange gebraucht habe, um Hilfe zu rufen. Dass sie wussten, was mit dem Jungen geschehen war. Jetzt, fünfzehn Jahre später, ist die Teenager-Tochter der Van Laars in derselben Wildnis wie ihr Bruder verschwunden. Manche sagen, es gebe keine Verbindung zwischen den beiden Fällen. Manche sagen, so etwas könne kein Zufall sein.
von Lena Schätte
Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen, der von der Werkshalle ins Büro versetzt wird, damit er sich nicht volltrunken die Hand absägt. Und das mit dem Alkohol, sagt die Mutter, war eigentlich bei allen Männern in der Familie so.Auch Motte trinkt längst mehr, als ihr gut tut. Schon als Kind hat sie beim Schützenfest die Reste ausgetrunken, bis ihr warm wurde. Jetzt, als junge Frau, schläft sie manchmal im Hausflur, weil sie mit dem Schlüssel nicht mehr das Schloss trifft. Ihr Freund stützt sie, aber der kann meistens selbst nicht mehr richtig stehen. Nur ihr Bruder, der Erzieher geworden ist, schaut jeden Tag nach ihr. Als bei ihrem Vater Krebs im Endstadium diagnostiziert wird, sucht Motte nach einem Weg, sich zu verabschieden – vom Vater und vom Alkohol.
von Anne Sauer
Über den Versuch, zwischen Abschied und Schmerz das Glück zu findenEines Morgens erwacht Toni nicht wie gewohnt neben ihrem langjährigen Freund in ihrer kleinen Wohnung, wo alles knarrt und die Nachbarn viel zu laut sind. Nein: zu ihrer Verwunderung befindet sie sich in einer großzügig geschnittenen Wohnung. Alles hell, ordentlich, teuer eingerichtet. Und der Blick aus dem Fenster? Seltsam vertraut. Antonia versteht: Sie ist wieder in dem Dorf ihrer Kindheit. Nach und nach erfährt sie, dass sie hier ein beschauliches Leben führt, bürgerlich geordnet, mit Auto vor der Tür, Schwiegermutter nebenan und Kind auf dem Schoß. Kind auf dem Schoß? Ist das etwa ihr Baby? Und der Vater dazu? Offenbar ihre erste große Liebe – ein Mann, den sie nie ganz vergessen konnte.
von Tara-Louise Wittwer
Seit Jahrhunderten werden Frauen unterdrückt. Frauen, die in irgendeiner Weise Stärke ausgestrahlt, sich selbst ermächtigt und zur Wehr gesetzt haben, werden belächelt, verurteilt und dämonisiert. Und all diese Frauen leben in uns weiter – ihre Angst, ihre Freude, ihre Liebe. Und ihre Wut. All diese Mütter, Großmütter und Urgroßmütter. Alle Frauen der Geschichte, die große Opfer auf dem steinigen Weg zur Gleichberechtigung bringen mussten. Auf der Suche nach den Ursprüngen von Female Rage taucht Tara-Louise Wittwer in die europäische Geschichte ein und erzählt die ungehörten Geschichten der Frauen, die sich gegen das männliche Narrativ der Schwäche und Passivität gestemmt haben. Und sie hinterfragt die moralische Vertretbarkeit von Rache und Gegenwehr in einer Welt, die Frauen systematisch Unrecht tut. Damit bringt sie tiefsitzende, über Generationen vererbte Narrative ans Licht und zeigt, was Frauen erreichen können, wenn sie zusammenhalten, damit diese Wut irgendwann heilen kann.
von Sophia Como
Als erfolgreiche Autorin liebt Zoe romantische Geschichten – solange sie nicht ihre eigenen sind. Denn im wahren Leben bedeutet Liebe für sie Enge und Stress. Also bleibt sie unabhängig, geht feiern, hat One-Night-Stands und treibt ihre Karriere voran. Zoe ist überzeugt: Sie braucht keine Beziehung. Als sie den attraktiven Mael kennenlernt, scheint alles perfekt. Auch er möchte unter keinen Umständen eine feste Bindung eingehen und bietet Zoe genau das, was sie will – Nähe ohne Verpflichtung. Doch diese Nähe fühlt sich mit einem Mal gar nicht mehr so unverbindlich an, und Zoes sorgfältig entwickeltes Lebenskonzept bekommt Risse. Schließlich begibt sie sich auf eine schonungslos ehrliche Reise zu sich selbst und muss dabei nicht wenige Fragen beantworten: Was wird von uns in Beziehungen erwartet? Warum wollen wir immer das, was wir nicht haben können? Und warum ist sie wirklich seit so vielen Jahren Single?
von Hannah Häffner
»›Die Riesinnen‹ saugen einen auf der ersten Seite ein, und am Ende dieses Drei-Generationen-Porträts großer Frauen wird man atemlos ausgespuckt. Wüst, wild, bewegend und voller Poesie.« DORIS KNECHT»Mager ist sie, wie ein Kleiderhaken, zurechtgebogen zu Menschenform. Dünn und stark und langgestreckt: Keine ist größer als sie, im Dorf nicht, und auch nicht im nächsten. Dazu die Kupferwollehaare, die wütend nach dem Himmel greifen. Wer sie sieht, weiß, wer sie ist, man weiß es sofort, und sie hasst es, hasst es, hasst es. Vielleicht hätte sie es, an einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit, auch lieben können, aber das geht nicht, nicht hier.«Wittenmoos, ein kleines Dorf im Schwarzwald, ist die Heimat dreier Frauen. Groß und dünn überragen sie alle anderen und wollen so gar nicht in die Dorfgemeinschaft passen. Und doch sind sie hier verwurzelt und müssen ihren eigenen Weg in den engen Grenzen des Dorfes finden. Liese, die still und unerbittlich die Metzgerei führt. Cora, ihre Tochter, die Wütende, die ausbrechen wird und lernen muss, dass Heimkehr keine Niederlage ist. Und Eva, Coras Tochter, die den Wald so sehr liebt und sich dessen erst bewusst werden muss.In dunkler, satter, aber auch zarter Poesie erzählt Hannah Häffner mit stilistischer Präzision, feinem Humor und einer subtilen Beobachtungsgabe die Geschichte dreier Frauen, die sich von den 60-er Jahren bis in unsere Zeit spannt. Ein lange nachhallender Roman über die Sehnsucht nach Freiheit und Wurzeln, über Mütter und Töchter und über die Kraft der Natur.
von Lilli Tollkien
Lilli Tollkien, 1980 in Berlin geboren, begann verschiedene Ausbildungen und studierte unter anderem Regie und Musiktherapie in Berlin und Heidelberg. Sie arbeitete in sehr unterschiedlichen Berufen, etwa als Suchtberaterin in der JVA, als Jobcoach und Ausstatterin. Neben ihrem heutigen Beruf fotografiert sie und hat in Anthologien veröffentlicht. Sie lebt mit ihren Kindern in Leipzig. "Mit beiden Händen den Himmel stützen" ist ihr erster Roman.
von Franziska Gänsler
Die Fleischtheke des Supermarkts am Tag, Stille bei Nacht: So sieht Coras Leben aus. Bis ihre Kindheitsfreundin Olympia verhaftet wird und alles zurückkommt. Der Sommer, in dem sie sich wiedergetroffen haben, in dem alles gesummt hat in ihr, das Seewasser noch auf der Haut, der Glitzer auf der Cap, die verzierten Fingernägel. Die langen Tage im großen, leeren Haus mit Olympia, die Cora erkennt, wie sie ist. Und wie schnell sie Olympia nicht mehr nur für sich hat nach der illegalen Party, auf der sie zum ersten Mal eine Grenze überschreiten, nach der Olympia so viel Zeit mit Ariel und ihrer Aktivistengruppe verbringt. Während Cora versucht, in der Schule und zu Olympia den Anschluss zu halten, schlägt eine radikale Idee ihre Triebe aus – und Cora verstrickt sich in ein Lügengespinst, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. #freeolympia