4.2

Alle glücklich

von Kira Mohn

Format:Hardcover
2-3 Werktage nach Versand
Gratis Versand

Was ist, wenn man doch glücklich sein sollte, es aber nicht fühlt?Nina: Mutter, Ehefrau, MTA. Erfüllt alle Rollen, doch daneben gibt es eine, von der niemand etwas weiß.Alexander: Oberarzt, Ehemann, Vater. Tut alles für seine Familie, opfert sich auf als Arzt – und wer dankt es ihm?Emilia: Gymnasiastin. Zum ersten Mal richtig verliebt. Sucht ihren eigenen Weg, geht aber den des Freundes.Ben: Student. Es geht ihm gut. Es geht ihm wirklich gut. Verdammt noch mal, es geht ihm gut!Nina, Alexander, Emilia und Ben. Eine liebevolle Mutter, ein beruflich erfolgreicher Vater, zwei wohlgeratende Kinder. Doch wenn der Druck steigt, reißt die Fassade auf.Bestsellerautorin Kira Mohns Roman besticht mit dem scharfen und dennoch liebevollen Blick auf die Psychologie einer Familie.

Romance
Hardcover
Erschienen an: January 27, 2026

Was ist bookie?

  • Gratis Lieferung in Deutschland
  • Finde Bücher die zu dir passen
  • Tracke dein Leseverhalten und setze dir Ziele
  • Connecte dich mit anderen Leser*innen

Aktuelle Rezensionen(17)

4.2(96 ratings)
SaraRezension von Sara

Ich hatte damit gerechnet, dass „Alle glücklich“ einiges bereithalten würde und wurde nicht enttäuscht. Alex, Nina, Ben und Emilia sind eine Familie, die von außen betrachtet glücklich sein könnte. Alex ist Chefarzt an einer Münchner Klinik, Nina arbeitet Teilzeit, Ben studiert und Emilia geht noch zur Schule. Doch die Familienmitglieder haben untereinander sehr unterschiedliche Verhältnisse und wissen sehr unterschiedlich viel darüber, wie es den anderen geht und was sie so beschäftigt. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und mich zwischendurch gefragt, ob es als Buch eine TW hat. Es kommen in Summe viele Themen vor und bei einigen davon fände ich zumindest eine CN schon angebracht. Das Hörbuch hat mich sehr gefesselt, glücklicherweise hatte ich in letzter Zeit einige Autofahrten zu erledigen. Ich habe mit Nina und ihrer Familie gelebt und oft auch gelitten. Wobei der Zugang zu den einzelnen Familienmitgliedern sich sehr unterschiedlich gestaltet hat. Zu den Frauen fiel er mir relativ leicht, zu Ben habe ich ihn mit der Zeit gefunden, nur mit Alex bin ich nicht warm geworden. Das Ende kommt recht abrupt, wodurch auch einiges offen bleibt, aber gleichzeitig finde ich diese Lösung gut. Fazit: Ein Buch, das noch länger nachhallen wird von einer Autorin, deren Namen ich mir merken muss.

Lou BuRezension von Lou Bu

Ich brauchte etwas, um in das Hörbuch reinzufinden und bis es mich gecatched hat. Dann habe ich es gern gehört.

JessiRezension von Jessi

Ich bin mit hohen Erwartungen an „Alle glücklich“ von Kira Mohn herangegangen – und sie wurden mehr als erfüllt. Besonders gut fand ich den Schreibstil sowie die Kapitelstruktur, die durch wechselnde Perspektiven der einzelnen Familienmitglieder einen sehr intensiven Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt ermöglicht. Mit jedem Kapitel kommt man den Figuren näher, versteht ihre Dynamiken besser und erkennt, wie unterschiedlich ihre Sichtweisen auf dieselbe Familienrealität sind. Dabei wird schnell deutlich, dass diese Familie weniger durch Nähe als durch ein Nebeneinander geprägt ist: Jeder lebt sein eigenes Leben, echte Verbundenheit wirkt oft brüchig oder oberflächlich. Gerade diese subtile Darstellung fand ich besonders stark. Ebenso wie die unterschwellige Kritik an patriarchalen Strukturen, die sich in scheinbar beiläufigen Aussagen – insbesondere der Vaterfigur – zeigt. Diese Momente haben bei mir immer wieder Unbehagen und auch Wut ausgelöst, gerade weil sie so alltäglich und „normalisiert“ wirken. Der Plot selbst entwickelt sich eher leise, fast unscheinbar – und genau darin liegt seine Stärke. Ein Ereignis bringt plötzlich vieles ins Rollen und jede Figur erlebt ihren eigenen Wendepunkt. Am Ende laufen diese Entwicklungen lose zusammen und kreisen doch alle um die zentrale Frage nach der Bedeutung von Erfüllung, Glück und Familie. Mein einziger Kritikpunkt ist das Ende, das sehr abrupt wirkt – fast wie ein harter Schnitt. Gleichzeitig lässt sich genau das auch als bewusste Entscheidung lesen: als Spiegel des echten Lebens, in dem nicht alles aufgelöst wird, in dem Dinge offenbleiben und Wege sich plötzlich trennen. Insgesamt ein wirklich starkes, eindringliches Buch, das mich sehr beschäftigt hat. Ich habe es unglaublich gern gelesen.

Sandy GrotelohRezension von Sandy Groteloh

Schmerzhaft ehrlich und tiefgründig, ein Blick hinter die perfekte Fassade Kira Mohn hat mich mit ihrem neuen Roman „Alle glücklich“ wieder überrascht. Wer bei diesem Titel eine leichte „Feel-Good-Story“ erwartet, wird schnell eines Besseren belehrt. Das Buch ist ein intensives Familiendrama, das unter die Haut geht. Darum geht es: Im Mittelpunkt steht die Familie Holtstein, die nach außen hin das perfekte Leben führt. Doch durch den ständigen Wechsel der Perspektiven (Nina, Alexander, Emilia und Ben) wird schnell klar: Keiner von ihnen ist wirklich glücklich. Jeder kämpft mit eigenen Dämonen, Erwartungsdruck und Einsamkeit, während man am Abendbrottisch so tut, als wäre alles in bester Ordnung. Was mir besonders gut gefallen hat, Kira Mohn schafft es hervorragend, die verschiedenen Generationen authentisch darzustellen. Man kann sich in die überforderte Mutter genauso gut einfühlen wie in den unter Druck stehenden Studenten oder die frisch verliebte Tochter.Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, aber mit einer emotionalen Tiefe, die einen nachdenklich stimmt. Die Dynamik innerhalb der Familie ist so greifbar, dass es stellenweise fast wehtut zu lesen, wie sehr sie aneinander vorbeireden. Die zentrale Frage – ob man „glücklich sein darf“, wenn es einem eigentlich an nichts mangelt, wird sehr sensibel behandelt. Fazit: Ein großartiges Buch über die Sprachlosigkeit in Familien und den Mut, die Maske fallen zu lassen. Es ist kein „leichtes“ Buch, aber ein sehr wichtiges. Absolute Leseempfehlung für alle, die psychologisch fundierte Familiengeschichten lieben!

walliliestRezension von walliliest

Was für eine Vorzeigefamilie. Alexander, der Vater, ein erfolgreicher Chefarzt an einer Klinik. Nina, die Mutter, arbeitet halbtags als Sprechstundenhilfe und kümmert sich liebevoll um die Familie. Emilia, die Tochter, 16, Gymnasiastin und schwer verliebt. Ben, der Sohn, 19, Student der Umweltwissenschaften, ruhig und zurückgezogen. Alle glücklich? "Bei uns ist es derzeit leider so, dass jeder für sich irgendwo in der Luft schwebt, und wenn wir tatsächlich mal aufeinander treffen, gibt es meistens Streit.", Nina, Seite 92. Klar, der Vater arbeitet zu lang. Klar, die Mutter verdient sich etwas dazu um Geld für kleine Wünsche zu haben und fühlt sich zu wenig gesehen. Klar, die Tochter ist frisch verliebt und ihr Freund meint es nicht ernst mit ihr. Klar, der Sohn ist unsicher bei Frauen und wünscht sich sehnlichst eine Freundin. Alle glücklich? Im Verlauf des Buches tun sich mehr Risse auf als anfangs vermutet. Aus vier Erzählperspektiven erfahren wir, wie Vater Alexander, Mutter Nina, Tochter Emilia und Sohn Ben ihr (Familien-)leben erleben. Alexander: Chefarzt, gutaussehend, erfolgreich, arbeitssüchtig, sorgt finanziell für die Familie. Es müssten doch alle dankbar sein. Mit Nina läuft nicht mehr so viel wie gewünscht. Da kann man der attraktiven Sekretärin doch mal in den Ausschnitt schauen und von mehr träumen. Nina: hat ihr Medizinstudium für die Kinder abgebrochen und hält ihrem Mann den Rücken frei. Sie versucht die Familie zusammen zu halten, zumindest ein gemeinsames Abendessen sollte doch drin sein. Dafür eilt sie von ihrem Zweitjob im Supermarkt nach Hause. Keiner dankt es ihr. Sie fühlt sich weder von ihrem Mann, noch von ihren Kindern gesehen. Da lernt sie im Supermarkt eine Kollegin kennen und ihr Leben verändert sich. Emilia: schwer verliebt in den 18-jährigen Julian. Mit ihm fühlt sich das Leben an wie in einem Traum. Bis sie zu weit geht, oder vielmehr, zu sehr dazugehören möchte, und hart auf dem Boden der Realität aufschlägt. Ben: ruhig, zurückgezogen, hatte noch nie ein Freundin. Er ist der Einzige in der Familie, der Frauen respektiert. Doch was bringt es ihm? Nur Ablehnung. Bis ihm ein Internet-Motivationsguru eintrichtert, er müsse ein Löwe sein. Er fühlt sich jedoch nur als Loser. Und das hat eine tragische Konsequenz... Eine Familie, die so vorbildlich daher kommt und ein privilegiertes Leben in München führt. Alles schein gut. Im Verlauf des Romans zeigt sich jedoch, dass Alexander, Nina, Emilia und Ben verborgene Wünsche, Bedürfnisse und Sorgen haben, die innerhalb der Familie nie zur Sprache kommen - bis sie im Außen herausbrechen. Ein Roman über eine Familie, der die gemeinsame Sprache abhanden gekommen ist. Jeder meint es gut, doch jeder lebt in seinem eigenen Kosmos. Weit weg von der Familie. Ich habe das Buch in zwei Tagen verschlungen und frage mich, wie vielen "glücklichen" Familien dieses Buch einen Spiegel vorhält. Leseempfehlung für "Alle glücklich!"

Ähnliche Bücher

Charlotte McConaghy

Katharina Köller

Anne Freytag

Julia Engelmann

Sarah Kuttner

Anne Freytag

Hannah Häffner