Mathilde und Marie
von Torsten Woywod
Warmherzig und entschleunigend – ein Roman, der einfach nur guttutIn Redu, einem kleinen Bücherdorf inmitten der belgischen Ardennen, wird die Zeit als Freund und nicht als Gegner empfunden: Umgeben von ausgedehnten Wäldern, rauschenden Flüssen und steilen Anhöhen gibt es hier lediglich einen Fernseher, während das Internet nur zwischen 19 und 20 Uhr verfügbar ist. Dass der Kirchturm windschief in den Himmel ragt und man sein baldiges Herabstürzen befürchten muss, stört die 390 Einwohner ebenso wenig wie die gehörig aus dem Takt geratene Turmuhr. Als dann jedoch die junge Französin Marie ins Dorf kommt und der Frühling Einzug hält, wird nicht nur die Natur zu neuem Leben erweckt. Selbst die mürrische Mathilde kann sich dieser Entwicklung nicht entziehen ...
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Mathilde und Marie
von Torsten Woywod
Warmherzig und entschleunigend – ein Roman, der einfach nur guttutIn Redu, einem kleinen Bücherdorf inmitten der belgischen Ardennen, wird die Zeit als Freund und nicht als Gegner empfunden: Umgeben von ausgedehnten Wäldern, rauschenden Flüssen und steilen Anhöhen gibt es hier lediglich einen Fernseher, während das Internet nur zwischen 19 und 20 Uhr verfügbar ist. Dass der Kirchturm windschief in den Himmel ragt und man sein baldiges Herabstürzen befürchten muss, stört die 390 Einwohner ebenso wenig wie die gehörig aus dem Takt geratene Turmuhr. Als dann jedoch die junge Französin Marie ins Dorf kommt und der Frühling Einzug hält, wird nicht nur die Natur zu neuem Leben erweckt. Selbst die mürrische Mathilde kann sich dieser Entwicklung nicht entziehen ...
Aktuelle Rezensionen(12)
Ein Buch zum Entschleunigen 🍃 Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen und nichts erwartet, dafür aber alles bekommen 🤍 In diesem Buch nimmt uns die Protagonistin Marie mit in ihren Neuanfang, der sie zufällig in das Bücherdorf Redu führt. Dort lernt sie nicht nur zauberhafte Menschen kennen, mit denen wahre und tiefe Freundschaften entstehen, sondern sie lernt auch die Ruhe und die Natur zu genießen. Und das ganz bewusst. Dies wird so detailreich und warmherzig beschrieben, dass mich das Buch völlig in seinen Bann gezogen hat und ich kann es wirklich wärmsten empfehlen!
Das Buch enthält zum einen wunderbare Naturbeschreibungen und zum anderen berichtet es von der Freundschaft zwischen Marie und Mathilde und auch zu Jonina. Es geht dabei um die Empathie füreinander und sich kümmern. Das alles ist im Grunde die Basis und wird gut beschrieben, aber oft sind diese Beschreibungen zu ausschweifend und zu idyllisch.
Ein schönes, entschleunigendes Buch über Menschen, Bücher und ein Dorf, in dem die Zeit keine Rolle spielt. Eigentlich hatte ich erwartet, es noch mehr zu mögen, und der erste Teil hat diese Erwartung auch erfüllt. Doch irgendwann wurden mir die gestelzten Dialoge zu viel, denn so spricht kein Mensch. Die Sprache wirkte auf mich stellenweise wie eine schlechte Übersetzung, obwohl Deutsch die Originalsprache ist. Während ich den Tonfall bei Mathilde und Jónina noch nachvollziehen konnte, hätte Marie einen frischeren, zeitgemäßeren Sprachstil verdient. Insgesamt war es aber ein kurzweiliges und angenehmes Leseerlebnis.
Wohltuende Auszeit! Um ihrer innerlichen Zerrissenheit, sowie dem Pariser Lärm, mit seiner steten Hektik und Geschäftigkeit zu entfliehen, macht sich die junge Französin Marie auf zu einer Zugreise mit unbekanntem Ziel. So lernt sie nicht nur die alte Isländerin Jónina kennen, sondern landet mit ihr schließlich auch in Redu, einem kleinen Bücherdorf in den belgischen Ardennen, wo nicht nur die Uhren anders ticken, sondern auch das menschliche Miteinander. Inmitten ländlicher Ruhe und umgeben von beschaulicher Natur findet Marie nicht Mathilde, sondern auch zu sich selbst und ihrer Liebe zu Büchern zurück. Sie erfährt sowohl Gemeinschaft, als auch tiefgreifende Freundschaft und das Glück, das in kleinen Dingen schlummert. „Mathilde und Marie“ von Torsten Woywod ist kein reißerischer Roman, der mit Spannung und Action um jeden Preis um Aufmerksamkeit heischt. Vielmehr ist er ein stiller Ort des Ankommens und eine inspirierende literarische Auszeit, das genau so genommen werden möchte wie es ist. Ja, es mag sein, dass nicht viel „aufregendes“ passiert - doch genau das ist es doch, was Achtsamkeit und auch die damit einhergehende Entschleunigung ausmacht. Es sind die kleinen Dinge, die uns in unserer oberflächlichen Welt vermehrt als „unwichtig“ erscheinen, die es in diesem Buch wahrzunehmen gilt, denn es muss nicht immer besser, schneller, weiter, spannender und ausgeklügelter sein, um zu berühren. Die Atmosphäre, die Torsten Woywod durch seine Sprache und die wohlgewählten Worte in diesem Buch erschafft, ist nicht nur so wundervoll ausufernd wie die Landschaft, sondern lässt darüber hinaus auch jede Menge Freiraum zum Atmen. Ich habe gerade selbst einige Schicksalsschläge hinter mir, weshalb es mir vermutlich auch so leicht fiel, mich sowohl in die Protagonisten, als auch in die heilsame Wirkung von „Stille“ hineinzuversetzen. Dem unaufgeregten, verharrenden Schreibstil und der Geschichte zu folgen, hat bei mir jedenfalls merklich Druck rausgenommen, hat mir Mut gemacht und gut getan. Die (Natur)Beschreibungen und menschlichen Beziehungen sind ebenso wie die Charaktere liebevoll, charismatisch und sympathisch gezeichnet. Sie haben mich, wie die Geschichte selbst, komplett abgeholt, berührt und mir gleichermaßen schöne, wie entspannende Lesestunden beschert. Fazit: Ein Roman zum Fallen lassen, auftanken und innehalten. Ein Roman der bewegt, inspiriert und der Seele einfach nur gut tut! Wenn man sich drauf einlässt und Geschichten, Geschichten sein lässt, ohne immer noch mehr zu wollen.
Konnte einfach nicht weiterlesen, der gekünstelte, triefende Sprachstil lies mich erschaudern. C‘est la vie. Man kann nicht alles mögen. Hatte direkt davor „Zwei Leben“ von Ewald Arenz gelesen. Die Fallhöhe war wohl zu groß …