»Evaristos Heldinnen sind fehlbar, verletzlich, voller Leben.« Sonja Zekri, SZ, 17./18. Juli 2021
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Mädchen, Frau etc.
von Bernardine Evaristo, Tanja Handels
»Evaristos Heldinnen sind fehlbar, verletzlich, voller Leben.« Sonja Zekri, SZ, 17./18. Juli 2021
Aktuelle Rezensionen(22)
Also der Schreibstil ist wirklich extrem gewöhnungsbedürftig. Wie jemand anderes schon schrieb, sind mindestens die ersten 100 Seiten wirklich schwierig gewesen durchzusteigen. Häufig wusste ich nicht von wem gerade die Rede war, weil zwischen den Perspektiven gewechselt wurde und auch so viele Namen und Personen existieren. Ich fand manche Personen und deren Stories unglaublich spannend und interessant, andere wieder unglaublich langweilig. Letztlich fand ich es schön das die Geschichten irgendwie zusammen führten. Ich bin bei dem Buch echt zwiegespalten, weil ich echt lange gebraucht habe es überhaupt zu lesen. Und es doch irgendwie total spannend fand, diese Perspektiven zu erleben.
Das Buch erzählt von die Geschichte von einigen schwarzen Frauen in England zu verschiedenen Zeiten. Manche Geschichten fand ich wirklich sehr berührend, vor allem die Geschichten der älteren Frauen und der jüngsten Frau. Das Ende war dann noch einmal sehr berührend.
Aus der Sicht von 12 Schwarzen Frauen (bzw. einer non-binären Person), die in Großbritannien leben, werden verschiedene Perspektiven auf ihr Leben beschrieben, wobei sich jedes Kapitel einer Figur widmet. Auf eine Weise sind alle Geschichten miteinander verwoben, mal mehr mal weniger. Ich fand es toll, wie vielseitig die Perspektiven waren und wie die Erfahrungen der verschiedenen Personen auch die der anderen Charaktere prägten. Auch behandelt es wichtige Themen wie Rassismus und Chancen(un)gleichheit, ohne die Figuren darauf zu reduzieren. Ich fand es sehr bewegend!
In den Schreibstil muss man erst finden, aber die Geschichten sind perspektivsverändernd. An vielen Stellen hat es sich etwas gezogen, was jedoch die Charaktertiefe wett gemacht hat.
Tolle Geschichten , aber am Ende etwas zu lang