Zwei Freundinnen. Ein Problem. Kein Geld. Manchmal beschließt man mit fünfzehn, woran man nicht mehr glauben will. Issa hat der romantischen Liebe längst abgeschworen, zu laut sind die Geldsorgen ihrer Familie, zu deutlich die gescheiterten Träume der Eltern. Issa besucht ein Gymnasium voller Rich Kids, während zu Hause jeder Euro zählt. Halt gibt ihr nur Grace: forsch und überzeugt davon, dass Geld vor allem ein lösbares Problem ist. Als Issas Familie in eine existenzielle Notlage gerät, beschließen die beiden Freundinnen, selbst aktiv zu werden. Gleichzeitig hat auch Grace ein Problem, wenngleich ein medizinisches: Ihr Brüste sind zu groß, sie hat Schmerzen und schämt sich. Doch die Krankenkasse will nicht zahlen. Die beiden begeben sie sich auf eine monetäre Odyssee, die sie zwingt, Grenzen zu überschreiten – moralische ebenso wie gesellschaftliche.
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Mädchen allein zu zweit
von Daniela Dröscher, Adams Teixeira de Carvalho
Zwei Freundinnen. Ein Problem. Kein Geld. Manchmal beschließt man mit fünfzehn, woran man nicht mehr glauben will. Issa hat der romantischen Liebe längst abgeschworen, zu laut sind die Geldsorgen ihrer Familie, zu deutlich die gescheiterten Träume der Eltern. Issa besucht ein Gymnasium voller Rich Kids, während zu Hause jeder Euro zählt. Halt gibt ihr nur Grace: forsch und überzeugt davon, dass Geld vor allem ein lösbares Problem ist. Als Issas Familie in eine existenzielle Notlage gerät, beschließen die beiden Freundinnen, selbst aktiv zu werden. Gleichzeitig hat auch Grace ein Problem, wenngleich ein medizinisches: Ihr Brüste sind zu groß, sie hat Schmerzen und schämt sich. Doch die Krankenkasse will nicht zahlen. Die beiden begeben sie sich auf eine monetäre Odyssee, die sie zwingt, Grenzen zu überschreiten – moralische ebenso wie gesellschaftliche.
Aktuelle Rezensionen(3)
Zu konstruiert und zu viele Themen gewollt. Das hat sich leider durchweg starr und kantig angefühlt, sowohl in der Storyline als auch bei den Charakteren und ihren Beziehungen zueinander.
Eine herbe Enttäuschung dieser eigentlich begabten Autorin Ich mag Daniela Dröscher total gern und habe besonders „Lügen über meine Mutter“ geliebt. Umso herber ist meine Enttäuschung nach der Lektüre ihres Jugendromans. Auch ganz unabhängig meines Alters bin ich der Meinung, dass er weder ihr noch der Zielgruppe gerecht wird. Los geht es eigentlich vielversprechend: gutes Tempo, mit Klassismus sowie plötzlichem Brustwachstum bei Mädchen als Themen und natürlich der zentralen Freundinnenschaft. Während ich im ersten Drittel noch Hoffnung hatte und über die kleinen Stolperer hinwegsehen konnte, hat sich das relativ schnell verschärft. Hauptsächlich kritisieren muss ich die Figuren. Sie sind - völlig ungewöhnlich für die tolle Autorin - absolut flach. Ich blieb ihnen bis zum Ende ganz fremd und habe auch zwischen den Charakteren keine wirkliche Bindung verspüren können. Das betrifft sowohl die Freundinnenschaft als auch die spätere Liebesgeschichte - auf die ich übrigens auch hätte verzichten können, weil sie wie ein unglaubwürdiges Beiwerk wirkt. Die Handlungen der einzelnen Figuren machten besonders in der zweiten Hälfte oft keinen Sinn für mich, Stringenz habe ich schmerzlich vermisst. Es kam mir fast vor, als wollte Dröscher hier thematisch viel zu viel auf die unter 200 Seiten bringen und das ist ihr nicht gelungen. Dabei gehören Kapitalismuskritik und Klassismus unbedingt auch in Jugendliteratur! Aber bis auf einige Impulse habe ich die Umsetzung hier als aufgesetzt und unnatürlich empfunden. Ich bin nahezu fassungslos, weil ich von Dröscher ein völlig anderes Niveau gewohnt bin. Und das lässt sich auch nicht mit der Zielgruppe begründen, weil es genügend großartige, politisch pointierte Jugendromane mit vielschichtigen Figuren gibt. Somit verbleibe ich mit dem deutlichen Urteil, dass ich Dröscher nur noch in ihrer Erwachsenenliteratur verfolgen werde und dieses Werk nicht empfehlen kann.
BUCHREZENSION – KEIN PLOT SPOILERN, ABER ERWÄHNUNG VON INHALTLICHEN THEMEN Nr. 87 aus 2026 / 3,75 ⭐️ Genre und Themen: Young Adult, Coming of Age, Female Friendship, Social Inequality, Poverty, Body Image, First Love, Family Problems, Self-Discovery, Mental Load, Social Criticism Hauptcharaktere: Grace und Issa Format, Quelle, Sprache, Stil: Hörbuch, NetGalley, Deutsch Zur Story: Grace und Issa sind zwei 15-jährige Mädchen und sehr gute Freundinnen. Beide wachsen in finanziell schwierigeren Verhältnissen auf, als manche ihrer Mitschüler und kämpfen mit Problemen, die für viele Gleichaltrige oft unsichtbar bleiben. Dank eines Stipendiums besuchen sie ein Internat, in dem die meisten ihrer Mitschüler aus wohlhabenden Familien stammen. Während Issa verzweifelt versucht, das Geld für die bevorstehende Klassenfahrt zusammenzubekommen, kämpft Grace mit starken körperlichen Schmerzen, weil ihre Brüste so groß geworden sind, dass sie dringend eine Operation benötigen würde. Doch dafür fehlt ihrer Familie das Geld und gleichzeitig fällt es Grace schwer, mit ihrer streng religiösen Mutter darüber zu sprechen. Zwischen Schulalltag, familiären Sorgen, gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten und den ersten Gefühlen der Liebe versuchen die beiden Freundinnen ihren eigenen Weg zu finden und sich gegenseitig Halt zu geben. Mein persönliches Fazit: Grundsätzlich hat mir das Buch wirklich gut gefallen😊. Der Schreibstil war angenehm flüssig und auch als Hörbuch ließ sich die Geschichte richtig gut verfolgen. Besonders die Sprecherin hat mir sehr gut gefallen und die Emotionen der beiden Mädchen schön transportiert. Die Sprecherstimme war auch sehr sehr angenehm. Auch die Story an sich fand ich wirklich gelungen. Vor allem die Freundschaft zwischen Grace und Issa hat mir unglaublich gut gefallen🤞🏻. Man merkt während des gesamten Buches, wie stark die Bindung zwischen den beiden ist und wie selbstverständlich sie sich gegenseitig unterstützen. Genau das war für mich das eigentliche Herzstück der Geschichte❤️. Besonders positiv fand ich außerdem, wie viele gesellschaftlich relevante Themen in die Handlung eingebunden wurden. Es geht um Armut und Reichtum, soziale Ungleichheit, Körperbilder, familiäre Probleme, Klimaschutz, ChatGPT (bzw. Eben dann KI) und viele weitere Themen, die Jugendliche heutzutage tatsächlich beschäftigen. Dabei hatte ich nie das Gefühl, dass diese Themen aufgesetzt wirkten, sondern sie wurden ganz natürlich in den Alltag der beiden Mädchen integriert. Vor allem Grace und Issa selbst haben mir richtig gut gefallen. Beide sind unglaublich starke junge Frauen, die trotz ihrer schwierigen Lebenssituationen ihren eigenen Weg gehen und sich immer wieder für sich selbst einsetzen. Sie lassen sich nicht kleinmachen und betrachten viele Dinge sehr reflektiert und aus unterschiedlichen Perspektiven. Das fand ich wirklich beeindruckend. Trotzdem muss ich sagen, dass mich die Geschichte emotional nicht komplett erreichen konnte. Ich glaube allerdings, dass das weniger am Buch selbst lag, sondern vielmehr daran, dass ich inzwischen Mitte 30 bin und einfach nicht mehr ganz zur eigentlichen Zielgruppe gehöre🤔. Ich konnte vieles nachvollziehen, habe mich aber nicht mehr so intensiv mit den Themen identifizieren können. Gerade deshalb könnte ich mir aber sehr gut vorstellen, dass dieses Buch Jugendliche (insbesondere Mädchen) in vielen Lebenssituationen begleiten kann. Tatsächlich wäre es für mich sogar ein Titel, den ich mir gut als Schullektüre vorstellen könnte, weil so viele wichtige und aktuelle Themen angesprochen werden, über die man gemeinsam diskutieren kann. Insgesamt ist „Mädchen allein zu zweit“ ein wirklich gelungenes Jugendbuch mit einer starken Botschaft und zwei tollen Protagonistinnen. Fazit: Mich persönlich hat es zwar nicht komplett aus den Socken gehauen, trotzdem würde ich es definitiv weiterempfehlen, allerdings vor allem Jugendlichen oder Leserinnen und Lesern, die sich mit den behandelten Themen identifizieren können😊