Ocean Vuongs neuer, atemberaubender Roman nach dem Welterfolg von „Auf Erden sind wir kurz grandios“ Der queere Hai, Sohn einer vietnamesischen Mutter, lebt in East Gladness, einem heruntergekommenen Kaff in New England. Auf den Straßen hängen noch die Schilder der Obama-Kampagne »Yes, we can«, doch Hai schluckt Pillen und denkt an Selbstmord. Bis er Grazina aus Litauen kennenlernt, eine Überlebende des Zweiten Weltkriegs, in deren Kopf die unerlösten Geister ihres Lebens schwirren. Hai wird ihr Pfleger und fängt an, in einem Diner zu arbeiten, dessen Belegschaft alles Underdogs sind wie er, die »in dieser angeblich freien Welt aus Arbeit, Schlaf und beschissenen Kuchen gefangen sind.« Poetisch und komisch, eindringlich und mit außergewöhnlicher Intimität erzählt Ocean Vuong von der Freundschaft jenseits aller Grenzen von Identität und Familie. »Hier kristallisiert sich heraus, was es heißt, wenn Klasse, Herkunft, Sexualität, auch Jugend und Alter, Stadt und Provinz, aufeinander wirken.« FAZ zu „Auf Erden sind wir kurz grandios“
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Der Kaiser der Freude
von Ocean Vuong, Nikolaus Stingl, Anne-Kristin Mittag
Ocean Vuongs neuer, atemberaubender Roman nach dem Welterfolg von „Auf Erden sind wir kurz grandios“ Der queere Hai, Sohn einer vietnamesischen Mutter, lebt in East Gladness, einem heruntergekommenen Kaff in New England. Auf den Straßen hängen noch die Schilder der Obama-Kampagne »Yes, we can«, doch Hai schluckt Pillen und denkt an Selbstmord. Bis er Grazina aus Litauen kennenlernt, eine Überlebende des Zweiten Weltkriegs, in deren Kopf die unerlösten Geister ihres Lebens schwirren. Hai wird ihr Pfleger und fängt an, in einem Diner zu arbeiten, dessen Belegschaft alles Underdogs sind wie er, die »in dieser angeblich freien Welt aus Arbeit, Schlaf und beschissenen Kuchen gefangen sind.« Poetisch und komisch, eindringlich und mit außergewöhnlicher Intimität erzählt Ocean Vuong von der Freundschaft jenseits aller Grenzen von Identität und Familie. »Hier kristallisiert sich heraus, was es heißt, wenn Klasse, Herkunft, Sexualität, auch Jugend und Alter, Stadt und Provinz, aufeinander wirken.« FAZ zu „Auf Erden sind wir kurz grandios“
Aktuelle Rezensionen(10)
2009. New England. Hai, queerer Mann mit vietnamesischen Wurzeln, will mit Pillen Selbstmord begehen. Bevor er seine Tat vollzieht, lernt er Grazina die aus Litauen stammt, kennen. Er zieht in ihr Haus & wird ihr Pfleger. Sie weiht ihn in ihre Rituale & in ihre Vergangenheit ein. Sie hat den 2.Weltkrieg überlebt… **************** „Der Kaiser der Freude“ von Ocean Voung habe ich im Rahmen der 2.Buchclubrunde 2026 gelesen. Was macht es mit einer Person die die Schrecken des 2.Weltkrieges erlebt hat? Albträume verfolgen sie dem ganzen Leben. Es ist eine Mischung aus Demenz & Trauma. Grazina nimmt Tabletten, aber die Dosis ist zu gering, die Geister sind real. Hai wird ein amerikanischer Sergeant, muss mit in die Vergangenheit & holt sie in die Gegenwart zurück. Weiß Grazinas Sohn von den nächtlichen Traumsequenzen & haben sie deshalb so wenig Kontakt? Hai will sich Geld dazuverdienen & bekommt einen Job in ein Fastfood Restaurant & trifft seinen Cousin Sony, benannt nach dem 1.Fernseher des Vaters, wieder. Mindestlohn wird gezahlt, es herrscht Leistungsdruck & das Team wächst zusammen bis zu dem Punkt als die Konkurrenz ein Laden in unmittelbarer Nähe öffnet. Es gibt paar Parallelen vom Buch zu Voungs Leben. Er hat vietnamesische Wurzeln, ist queer & in Armut aufgewachsen. Der Roman hat eine sehr poetische, erzählende & erklärende Sprache. Durch keine klassischen Handlungsstränge ist es manchmal verwirrend. Voung gibt Einblicke in eine Gesellschaft die für mich bis dato fremd war. Stellenweise gibt es Komik, die für einen Lacher/Schmunzler sorgen. Leider bin ich erst bei Seite 320 in die Story reingekommen. Gründe sind die Sprache & teils die langatmige Story. Die Traumasequenzen & Fastfood-Story waren mir mitunter zu lang & zu viel. Die Einblicke in die Vergangenheit fand ich wichtig. Der Roman lag lange im Regal & habe mich gefreut, dass wir ihn nun im Buchclub lasen, aber bin enttäuscht aus der Lektüre gegangen. Ich denke es ist ein Buch zur falschen Zeit. Die Übersetzung ist wundervoll.
Ich muss zugeben, ich habe eine Weile gebraucht, um in die Geschichte, das Setting und in Hais Gedanken reinzufinden. Doch das letzte Drittel war so bewegend und wunderschön geschrieben. Ich hätte dann doch gerne noch eine Weile länger in East Gladness verweilt.
Wunderschön
Interessante Geschichte über Menschen die etwas gemeinsam haben so unterschiedlich sie auch sind. Regt zum Nachdenken an und berührt.
Wunderschön zu lesen, grotesk, atemberaubend und liebevoll