Dream Count
von Chimamanda Ngozi Adichie
[...] die gefragteste Schriftstellerin der Welt [...], eine feministische Ikone.
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Dream Count
von Chimamanda Ngozi Adichie
[...] die gefragteste Schriftstellerin der Welt [...], eine feministische Ikone.
Aktuelle Rezensionen(6)
dream count klang für mich zunächst vielversprechend: der klappentext weckte die hoffnung auf eine vielschichtige, kulturell reflektierte erzählung mit starken charakteren - genau das, was ich mir in einer phase der leseflaute gewünscht hatte. leider wurde diese erwartung nicht erfüllt. statt mich aus meiner lesemüdigkeit zu holen, hat das buch mich noch tiefer hineingezogen. die erzählweise empfand ich über weite strecken als zäh und langatmig. die geschichte kam nur schleppend voran, und viele passagen zogen sich unnötig in die länge. besonders enttäuschend war für mich die thematische ausrichtung der charaktere: bei drei der vier figuren drehte sich der großteil der handlung um männer, beziehungen und fruchtbarkeit. das wirkte auf mich einseitig und ermüdend - vor allem, weil ich mir stattdessen eine stärkere auseinandersetzung mit kulturellen unterschieden, identitätsfragen und gesellschaftlichem wandel gewünscht hätte. einziger lichtblick war für mich omelogor. sie war die einzige figur, die ansatzweise komplexität und echtes interesse in mir geweckt hat. leider reichte das nicht aus, um das buch insgesamt zu retten. die letzten seiten habe ich nur noch überflogen, weil ich kaum noch emotionales oder inhaltliches interesse an der geschichte hatte. insgesamt bleibt dream count für mich eine enttäuschung - ein buch, das viel versprach, aber wenig einlöste.
Das Buch handelt von vier afrikanischen Frauen und ihren Lebenserfahrungen. Chia ist auf der Suche nach der großen Liebe, aber sie gerät immer an die falschen Männer und bleibt dann zu lange. Zikora misst sich an anderen und deren Erwartungen, während sie alleinerziehende Mutter wird. Kadi durchläuft die Hürden und Grausamkeiten der amerikanischen Einwanderung und wird dann vergewaltigt und von der Presse gejagt. Omelogor muss sich damit einschlagen, dass alle ihr sagen, sie solle Mutter und Ehefrau werden, auch wenn sie das nicht will. Das Buch ist feministisch, echt und zeigt Rassismus ohne Scheu. Teilweise ist es grausam, weshalb ich jedem empfehlen kann, erstmal Triggerwarnungen dazu zu googlen. Diese Grausamkeit hat mich aber auch bewegt. Nichts wird durch Metaphern verschönt oder durch Zeitsprünge verkürzt. Man liest das gesamte Ausmaß, mit dem diese vier schwarzen Frauen leben müssen. An vielen Stellen war mir das Buch aber zu langsam. Es hat an Stellen verweilt, die ich mir kürzer gewünscht hätte.
Tolles Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Wenn es auch einige Figuren gab, mit denen ich (zunächst) nicht sympathisiert habe, haben sich im Laufe der Erzählung doch immer wieder Momente gezeigt, in denen ich mit ihnen als Frauen auf sehr berührende Weise Verbundenheit gespürt habe.
Ein Roman über Wünsche, Sehnsüchte und die Realitäten von vier Frauen, die Freundinnen, Familie und Fremde sind. Es behandelt wichtige Themen wie Rassismus, Sexismus in einer Welt die ungerecht ist und sich in der Pandemie befindet. Zum Teil sehr emotional und aufwühlend. An manchen Stellen hat es sich aber leider etwas in die Länge gezogen.
So viel Emotion, so viel Wucht, so viel Kraft. Manchmal ganz schwer und manchmal, selten ganz leicht.