3.3

Welches Königreich

By Fine Gråbøl, Hanna Granz

Format:Hardcover

Kopenhagen, Hochsommer: Fünf Jugendliche und die namenlose Erzählerin leben nach längeren Aufenthalten in der Psychiatrie in einem betreuten Wohnheim, das ihnen den Weg zurück in den Alltag erleichtern soll. Die Abläufe sind einfach, aber nicht selbstverständlich: kochendes Wasser ist für Tee, nicht zur Selbstverletzung gedacht und ein offenes Fenster ist keine Einladung zum Sprung. Während des fliegenden Wechsels aus Diagnosen und Bezugspersonen formiert sich eine fragile, aber zutiefst berührende Wohngemeinschaft. Kann es eine hinreichende Sprache für die Erkrankungen der Psyche geben, und weiter, Fahrpläne für das Gewöhnliche?Fine Gråbøls Blick für die Widersprüche innerhalb des psychiatrischen Systems und die Versehrtheit der Menschen darin ist nuanciert und zeugt von feinstem literarischem Fingerspitzengefühl.

Literary & Contemporary Fiction
176 pagesHardcover
First published March 19, 2024

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Popular Reviews(3)

3.3(6 ratings)
AlinaReviewed by Alina

Ein sehr besonderes Buch, was einen weder mitnimmt noch ausschließt. Es gibt einen ganz persönlichen Einblick in ein Leben mit psychischen Erkrankungen, ohne wirklich eine Handlung zu haben. Wie Depressionen selbst hat dieses Buch keinen richtigen Anfang und kein Ende, die Beschreibungen sind teils sehr stumpf und andererseits sehr tief. Für alle, die selbst eine psychische Erkrankung haben oder mit Betroffenen zu tun haben, ist das ein Muss! Allerdings muss man sich auf teils sehr abstrakte Literatur einlassen können.

majamajaReviewed by majamaja

Abstrakt - stellenweise poetisch- passagenweise belanglos. Dieses preisgekrönte schmale Bändchen hat mich total auf Distanz gehalten. Keine Nähe zur namenlosen Protagonistin oder zur Handlung zugelassen, ja man kann nicht mal von einer tatsächlichen Handlung sprechen. Vielmehr von einer Aneinanderreihung von teilweise zusammenhanglos. scheinenden Textfragmenten. Trotzdem fand ich ein paar Abschnitte ganz gut: "Wieso fragt niemand nach der Grenze, die zwischen Trauma und Therapie verläuft? Wieso fragt niemand nach dem Zusammenhang zwischen Zwang und Gehorsam? Wieso fragt niemand nach dem Zusammenhang zwischen Unterwerfung und Unterstützung? Wieso fragt niemand nach dem Zusammenhang zwischen Fürsorge und Übergriffigkeit? Wieso fragt niemand nach dem Zusammenhang zwischen Kapitulation und Auslöschung?" Und dann fast al Ende: Die Betrachtungen der psychiatrischen Erkrankungen als "unsichtbar" angenommene Leiden, die doch nur für andere unsichtbar sind, weil an den Rand der Gesellschaft in Psychiatrien oder WGs gedrängt und dabei doch so existent, dass sie das Leben um 20 Jahre verkürzen können. Wer abstrakte, poetische Literatur mag, wird dieses mit dem wichtigsten dänischen Literaturpreises für Debuts der Literaturwissenschaftlerin Fine Gråbol zu schätzen wissen.

GinnyReviewed by Ginny

Still und kraftvoll. Es war aber schwer, mit der Geschichte warm zu werden, weil sie mehr in Fragmenten erzählt ist und keinen richtigen roten Faden hat. 3.5

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