Mitten im Schwarzwald liegt das Hotel »Zum alten Forsthaus«, das seine besten Tage längst hinter sich hat. Nur wenige Gäste verirren sich in das zunehmend verfallende Haus. Umso überraschender, dass sich Daniela, eine schutzbedürftig wirkende Fremde, dauerhaft einquartiert. Lisa, die erwachsene Tochter des Besitzers, nimmt sich ihrer an. Während Daniela aufblüht und sich schnell in die Dorfgemeinschaft eingliedert, wenden sich enge Vertraute von Lisa ab – zuletzt sogar ihr Ehemann. Als schließlich der Herbst Einzug hält, die Tage kälter und die Schatten im grünen Tal immer dunkler werden, beginnt Lisa zu ahnen, dass ihre Welt auseinanderzubrechen droht.
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Schattengrünes Tal
von Kristina Hauff
Mitten im Schwarzwald liegt das Hotel »Zum alten Forsthaus«, das seine besten Tage längst hinter sich hat. Nur wenige Gäste verirren sich in das zunehmend verfallende Haus. Umso überraschender, dass sich Daniela, eine schutzbedürftig wirkende Fremde, dauerhaft einquartiert. Lisa, die erwachsene Tochter des Besitzers, nimmt sich ihrer an. Während Daniela aufblüht und sich schnell in die Dorfgemeinschaft eingliedert, wenden sich enge Vertraute von Lisa ab – zuletzt sogar ihr Ehemann. Als schließlich der Herbst Einzug hält, die Tage kälter und die Schatten im grünen Tal immer dunkler werden, beginnt Lisa zu ahnen, dass ihre Welt auseinanderzubrechen droht.
Aktuelle Rezensionen(7)
Der Titel „Schattengrünes Tal“ von Kristina Hauffs drittem Roman hat mich sofort an die tiefen Täler des Schwarzwaldes erinnert. Und genau dort spielt die Geschichte, die sie erzählt, auch. Der Titel passt aber nicht nur zu dieser Landschaft, er lässt auch etwas Dunkles und Unheimliches erahnen. Und genau diese Ahnungen nehmen beim Lesen immer mehr zu. Beginnend mit ersten Irritationen gleich zu Beginn des Buches baut die Autorin nach und nach immer mehr psychologische Spannung auf. Im Mittelpunkt des Romans steht Lisa, die im heruntergekommenen Hotel ihres Vaters die Büroarbeit macht. Im Grunde wäre es längst an der Zeit gewesen, dass ihr Vater das Hotel an sie übergibt, aber er scheut sich davor. Als eines Tages die Heizung ausfällt, müssen die Gäste abreisen. Nur eine geheimnisvolle Fremde, Daniela, will unbedingt bleiben. Sie erzählt von einer Lebenskrise. Lisa, die immer gern hilft, versucht sie dabei zu unterstützen, neu Fuß zu fassen. Doch bald merkt Lisa, dass Daniela sehr raumgreifend ist und sich nicht scheut, andere an den Rand zu drängen. Neben dem zunehmend schwieriger werdenden Kontakt zwischen Lisa und Daniela spielen auch Lisas Beziehungen zu ihrer Freundin, ihrem Mann, ihrem Bruder sowie ihrem Vater und dessen Lebensgefährtin eine wichtige Rolle. All diese Beziehungen werden im Laufe des Romans herausgefordert und entwickeln sich in der einen oder anderen Art und Weise weiter. Kristina Hauff adressiert in ihrem Roman viele Themen, mit denen sich die Auseinandersetzung lohnt. Dazu gehören der schon erwähnte verspätete Generationswechsel, das Umgehen mit Demenz und - ganz zentral - perfide Manipulation. Ich habe den atmosphärisch dichten und gut beobachteten Roman gern gelesen. Besonders fasziniert hat mich das zunehmende Gefühl der Bedrohung, das die Autorin langsam, aber intensiv steigert. Das Ende ist aber ab einem gewissen Punkt zu ahnen und relativ knapp gehalten. Hier hätte ich mir mehr Überraschendes gewünscht.
Das Buch handelt von Lisa, die sich um ihren Vater kümmert, der ein Hotel im Schwarzwald führt. Gleichzeitig kümmert sie sich um jeden und bemerkt nicht ihre eigenen Bedürfnisse. Plötzlich tritt ein neuer Gast- Daniela in ihr Leben, die sich in alles einmischt und sich bei allen beliebt macht.
stark angefangen, leider ebenso nachgelassen
Mein zweites Buch der Autorin und es ist einfach richtig toll!😍 Die Story ist von Anfang an wieder unglaublich spannend und fesselnd geschrieben.😁 Wir haben wieder mehrere Perspektiven und bekommen wirklich von allen Seiten Einblicke in deren Leben und aktuelle Situationen, und das gefällt mir einfach richtig gut.🥰 Was am Anfang alles schön und idyllisch vorgekommen ist, hat sich relativ schnell geändert, weil man während des Lesens immer mehr mitbekommt, wie es Personen wirklich geht, was sie denken und fühlen, und dann hat man direkt einen ganz anderen Blickwinkel auf alles.🫡 Lisa ist z.B. für ihren Vater ständig auf dem Sprung, obwohl er ihren Bruder über sie setzt, der überhaupt nichts mehr mit ihm zu tun haben will und weit weg ist. Simon ist nicht mehr so glücklich in seiner Ehe mit Lisa wie zuvor, und eine alte Jugendliebe ist immer noch in seinem Kopf. Carl, Lisas Vater, ist einfach nur stur und will immer die Kontrolle haben, und Margret tut alles für Carls Hotel, bekommt aber nicht die Anerkennung, die sie gerne von ihm hätte oder verdient hat. Die Entwicklung der ganzen Story, auch mit der Frau, die dort auf einmal auftaucht und welche Rolle sie dann einnimmt, ist krass, und auch das Ende ist richtig gut gelungen.🤗✨️ Normalerweise habe ich auch immer Lieblingscharaktere oder Ähnliches in Büchern, weil sie einfach perfekt und unglaublich sympathisch sind, aber in diesem Buch werden sie ehrlich und real dargestellt, mit Fehlern und falschen Entscheidungen, und ja, manchmal hätte ich dadurch mega gerne manche mal wachgerüttelt und an deren Vernunft appelliert, aber am Ende treffen die Figuren Fehler und Entscheidungen, die jeder von uns auch treffen könnte, und das macht das Buch irgendwie vertrauter.☺️🫶🏻 Mir hat die Geschichte wieder richtig gut gefallen und kann es nur empfehlen, wenn ihr Spannung, Twist, Intrigen, Geheimnisse und erwachsene Protagonisten mögt.🩷
Psychologisch fesselnd und sehr unterhaltsam Ich mag Filme wie „Nur ein kleiner Gefallen“ und „Gone Girl“ recht gern, weil ich in meinen Vermutungen gern überrascht werde. Literarisch fällt „Schattengrünes Tal“ für mich in die gleiche Kategorie, an der es sicher auch Grundlegendes zu kritisieren gibt, die mich aber einfach gut unterhält. Das Buch hat mich gepackt und ich hatte endlich mal wieder einen richtigen Lese-Flow. Die Autorin wird auf dem Klappentext als „Meisterin des psychologischen Kammerspiels“ betitelt und ich würde mich dem anschließen. Die Geschichte hat mich mit ihren wechselnden Perspektiven, teils rasant im Tempo, absolut getrieben und ich wollte das Buch nicht aus der Hand legen. Dass wir hier, wie auch in den vergleichbaren Filmen, eine unheimliche und irgendwie verquere Frauenfigur haben, kann grundsätzlich kritisiert werden. Ich bin da hin- und hergerissen. Auf der einen Seite finde ich die Figur spannend geschrieben, mag auf der anderen Seite aber nicht, dass der Stereotyp der „verrückten Frau“ dadurch immer weiter verfestigt wird. Wenn ich die grundlegende Kritik aber mal außen vor lasse (und danach ist mir gerade), dann finde ich die Handlung überwiegend genial geschrieben. Es bleibt über weite Strecken hinweg spannend und ich habe mehrfach mitgeraten. Manchmal lag ich richtig mit meiner Vermutung und manchmal falsch. Da ich Krimis und auch Thriller ingesamt nicht gern lese, sind diese thrillerhaften Elemente genau mein richtiges Maß. Das Ende finde ich persönlich im Vergleich zur vorherigen Handlung recht schwach. Es fällt schon deutlich ab und ist für mich schlicht zu versöhnlich und rund geschrieben. Ein paar mehr Ecken hätte es ruhig haben dürfen. Daniela hat mich in ihrer Zeichnung manchmal etwas wütend gemacht - auch explizit für sie, denn ich lese hier gewisse psychologische Störungsbilder heraus, für die sie in mehrerlei Hinsicht Unterstützung verdient hätte. Wer einen stimmungsvollen, düsteren und psychologisch verstrickten Roman sucht, ist hier wirklich gut beraten. Wer sich über „verrückte“ Frauenfiguren, die scheinbar alle mühelos um den Finger wickeln können, eher aufregt (was ich sehr verständlich finde), wird hier eher weniger Freude haben. Für mich hat es gerade total gepasst und ich möchte diese explizite Kritik bereitwillig ausblenden, weil mich der Roman aus einer kleinen Leseflaute geholt hat. Für das etwas schwache Ende ziehe ich ein wenig von der Wertung ab.