Für Daisy und Maya steht das Leben für Freiheit, Freundschaft und lange Nächte voller Möglichkeiten. Doch nach einem besonders bedauerlichen One-Night-Stand mit James, dem ungehobeltesten Typen aus ihrem Freundeskreis, der sogar stolz darauf ist, noch nie geweint zu haben, beginnt Daisy zu zweifeln: Warum gibt es so viele kluge, tolle Frauen - und so wenige passende Männer? Die Antwort heißt: eine radikale Neuerfindung des Datings. Als erstes Versuchsobjekt dient James - eher Baustelle als idealer Partner, aber überraschend offen für Veränderungen. Nur dass Gefühle sich nicht optimieren lassen. Kann Daisy etwas Echtes zulassen - auch wenn es nicht perfekt ist?
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Das Projekt
von Annie Lord
Für Daisy und Maya steht das Leben für Freiheit, Freundschaft und lange Nächte voller Möglichkeiten. Doch nach einem besonders bedauerlichen One-Night-Stand mit James, dem ungehobeltesten Typen aus ihrem Freundeskreis, der sogar stolz darauf ist, noch nie geweint zu haben, beginnt Daisy zu zweifeln: Warum gibt es so viele kluge, tolle Frauen - und so wenige passende Männer? Die Antwort heißt: eine radikale Neuerfindung des Datings. Als erstes Versuchsobjekt dient James - eher Baustelle als idealer Partner, aber überraschend offen für Veränderungen. Nur dass Gefühle sich nicht optimieren lassen. Kann Daisy etwas Echtes zulassen - auch wenn es nicht perfekt ist?
Aktuelle Rezensionen(2)
Tiefgründiger und authentischer als gedacht „Das Projekt“ ist modernes Dating, Single- und Beziehungsdrama auf den Punkt gebracht und von Autorin Annie Lord in eine ebenso humorvolle, wie resolute Story gepackt, in der es in erster Linie um die zwei Freundinnen Daisy und Maya geht. Beide Frauen sind Single und sich in einem Punkt einig - Für die ganzen klugen und tollen Frauen Londons gibt es einfach zu wenig passende, anständige Männer! Da muss doch was zu machen sein und so starten die zwei ein aberwitziges „Umerziehungs“-Projekt… Zunächst einmal muss ich unbedingt den überaus humorvollen und sehr direkten Schreibstil der Autorin hervorheben, der es einem nicht nur sehr leicht gemacht hat neugierig am Ball zu bleiben, sondern auch immer wieder für tiefe Schmunzler und Momente des Selbsterkennens gesorgt hat. Auch wenn das Projekt natürlich insgesamt ziemlich unrealistisch und irgendwo auch anmaßend ist, so fand ich die darin inbegriffene Auseinandersetzung mit den eigenen, treibenden Gedanken und den psychologischen Hintergründen doch sehr gelungen. Wenn auch nur oberflächlich abgehandelt, so regt es den ein oder anderen, neben all dem Witz und der Übertreibung, sicher doch auch zum Nachdenken an. Insbesondere weil ich die Figuren alles in allem sehr authentisch und die Situationen nachvollziehbar fand. Fazit: Eine wirklich nette und unterhaltsame Story, die unter der Oberfläche auf jeden Fall sehr viel tiefgründiger und authentischer ist, als von mir gedacht. Mir hat’s gefallen!
Ich habe den Prolog von „das Projekt“ gelesen und habe den Einstieg total geliebt. Dieses beschämte Aufwachen nach einem ONS und das anschließende Rausschleichen, bei dem man nichts sehnlicher wünscht, als dass der andere es nicht bemerkt und man ohne dieses weirde „Was-War-Das?“ abhauen kann und am besten nie wieder über diese Nacht spricht. Das war für mich total realistisch dargestellt und ich habe mir hier schon einen ersten Lacher unterdrücken müssen. Als dann jedoch die „richtige Geschichte“ mit Kapitel 1 begann, ist meine einstige Begeisterung relativ schnell zugrunde gegangen. Denn ab hier erlebt man Daisy nur noch als Träumerin und bekommt als Leser den Eindruck, dass sie einen völlig falschen Blick für die Realität hat. Auch dass die Kapitel so ellenlang sind (also ungefähr 40 Seiten) hat mich total gestört. Als dann die Party stattfindet, auf welcher Fin mit einer neuen auftaucht, wird ihr bewusst, dass sie sich die ganze Zeit alles nur eingebildet bzw. Sein Verhalten schön geredet hat. Doch anstatt dann traurig und wütend zu sein, schnappt sie sich den nächstbesten (James) und springt mit ihm in die Kiste. Das passt für mich überhaupt nicht zusammen und war auch anhand davon, wie man Daisy zuvor kennengelernt hat, eher unwahrscheinlich. Während der nächsten Kapitel, werden immer alle Männer über einen Kamm geschert („alle Männer sind so“) und James soll als „Projekt“ hinhalten. Das „Projekt“ klang vom Klappentext für mich ganz anders und ich hatte völlig andere Erwartungen an den Roman. So erhielt ich außer viel „Mimimi“ und Männerhass leider wenig charakterliche Entwicklungen und auch nicht die Geschichte, die ich mir erhofft habe. Schade, aber ich habe dann nach 150 Seiten entschieden, dass ich hier nicht weiterlesen möchte.