Elefanten mitten in der Großstadt, und es werden immer mehr. Was geht hier vor? Rasch muss der Bundeskanzler erkennen, dass die Tiere nicht aus dem Zoo entkommen, sondern ein Geschenk des Präsidenten von Botswana sind. 20 000 Elefanten hat er nach Deutschland geschickt, nachdem die deutsche Regierung ein Einfuhrverbot von Jagdtrophäen beschlossen und damit den armen Regionen Botswanas die Lebensgrundlage entzogen hat. »Ihr Europäer wollt uns vorschreiben, wie wir zu leben haben. Vielleicht solltet ihr es einmal selbst versuchen …« Gaea Schoeters nähert sich nach ihrem Sensationserfolg »Trophäe« den existenziellen Themen des globalen Zusammenlebens aus einer anderen Richtung – und mit blitzgescheitem Humor. Ein neues Lese- und Nachdenkvergnügen!
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Das Geschenk
von Gaea Schoeters, Lisa Mensing
Elefanten mitten in der Großstadt, und es werden immer mehr. Was geht hier vor? Rasch muss der Bundeskanzler erkennen, dass die Tiere nicht aus dem Zoo entkommen, sondern ein Geschenk des Präsidenten von Botswana sind. 20 000 Elefanten hat er nach Deutschland geschickt, nachdem die deutsche Regierung ein Einfuhrverbot von Jagdtrophäen beschlossen und damit den armen Regionen Botswanas die Lebensgrundlage entzogen hat. »Ihr Europäer wollt uns vorschreiben, wie wir zu leben haben. Vielleicht solltet ihr es einmal selbst versuchen …« Gaea Schoeters nähert sich nach ihrem Sensationserfolg »Trophäe« den existenziellen Themen des globalen Zusammenlebens aus einer anderen Richtung – und mit blitzgescheitem Humor. Ein neues Lese- und Nachdenkvergnügen!
Aktuelle Rezensionen(19)
Klappentext: "Elefanten mitten in der Großstadt, und es werden immer mehr. Was geht hier vor? Rasch muss der Bundeskanzler erkennen, dass die Tiere nicht aus dem Zoo entkommen, sondern ein Geschenk des Präsidenten von Botswana sind. 20 000 Elefanten hat er nach Deutschland geschickt, nachdem die deutsche Regierung ein Einfuhrverbot von Jagdtrophäen beschlossen und damit den armen Regionen Botswanas die Lebensgrundlage entzogen hat. »Ihr Europäer wollt uns vorschreiben, wie wir zu leben haben. Vielleicht solltet ihr es einmal selbst versuchen …«" Wow, was für ein Buch, es haut einen geradezu um. So magisch es anfängt, so realistisch ist die Handlung. Denn ich gehe fest davon aus, dass das Verhalten der Deutschen Regierung exakt so wäre, wie es Schoeters skizziert. Für mich stellt sich nicht die Frage, ob eine belgische Autorin ein solches Buch über Deutschland schreiben darf. Ganz im Gegenteil, ich bin ihr dankbar, dass sie es gemacht hat. Denn auch bei Literatur gilt, dass man manche Sachen aus der Entfernung offenbar besser erkennen kann. Ein sehr intelligentes, wunderbar geschriebenes Buch, das mit knapp 150 Seiten viel zu kurz ist. Ganz große Leseempfehlung!
Bleibt m. E. weit hinter "Trophäe" zurück. War mir insgesamt zu unrealistisch, auch wenn man die Bezüge zur Realität ziehen kann. Man muss aber gut abstrahieren können. Mir war es insgesamt zu wenig Geschichte/ Erzählung.
Plötzlich tauchen Elefanten mitten in Berlin auf. Einzige Erklärung: "It's Magic!" Da braucht es natürlich einen Krisenstab und eine Elefantenministerin. Diese kurze satirische Geschichte über den Umgang Deutschlands mit den großen Tieren, die aus Sicht des amtierenden Bundeskanzlers geschildert wird, ist eine intelligente und witzige Parabel auf die aktuelle politische Lage. Flüchtlingskrise, Corona-Pandemie, Rechtsruck, Regierungsstreit und die Beziehung zum globalen Süden. All das packt die Autorin auf gerade mal 140 Seiten und das, ohne dass es zu gewollt oder vollgestopft wirkt. An der ein oder anderen Stelle wird das Buch vielleicht etwas zu plakativ.
Ein Buch, bei dem ich etwas zwiegespalten zurückbleibe. Gut geschrieben, spannend erzählt und mit einer wirklich originellen Idee. Die satirischen Elemente haben mir gefallen und die Geschichte lässt sich wunderbar lesen. Trotzdem hat es mich nicht ganz abgeholt. Der gesellschaftspolitische Bezug war für meinen Geschmack etwas zu stark. Ich lese meist zur Entspannung und möchte dabei nicht ständig Parallelen zur aktuellen Weltlage ziehen. Deshalb: Ein gutes Buch, das viele Leserinnen und Leser begeistern wird. Für mich persönlich einfach nicht das ideale Wohlfühlbuch.
„Das Geschenk“ beginnt durchaus vielversprechend. Die Grundidee, reale politische und gesellschaftliche Entwicklungen literarisch aufzugreifen und weiterzuspinnen, besitzt Substanz und hätte durchaus das Potential für eine wirklich bissige politische Satire gehabt. Gerade zu Beginn entsteht mehrfach der Eindruck, hier werde etwas erzählt, das nur knapp von tatsächlichen Ereignissen entfernt ist, während der Hauptpilot natürlich gleichzeitig fantastisch ist. Das verleiht dem Roman zunächst Spannung und Relevanz. Sprachlich bleibt das Buch angenehm lesbar. Einzelne Passagen sind pointierten Humor versehen. Man merkt, dass hier mehr beabsichtigt war als bloße Unterhaltung. Der Roman möchte kommentieren, zuspitzen und gesellschaftliche Mechanismen offenlegen. Genau daran scheitert er am Ende jedoch teilweise. Die politische Satire bleibt häufig eher auf heute Show und. schwarz-weiß Niveau, anstatt wirklich scharfzüngig zu sein. Vieles wird angerissen, aber nicht konsequent zu Ende gedacht. Gerade dort, wo der Roman eigentlich unbequem oder analytisch werden könnte, weicht er oft aus oder verliert sich in eher beliebigen Entwicklungen und führt die eigentlichen Reibungspunkte nicht zu Ende. Besonders problematisch fand ich Plot und Auflösung. Der Spannungsaufbau suggeriert lange Zeit eine größere Konsequenz oder einen stärkeren erzählerischen Höhepunkt, den das Buch letztlich nicht einlöst. Gegen Ende wirkt vieles konstruiert, teilweise fast hastig abgearbeitet. Dadurch verpufft leider ein erheblicher Teil der zuvor aufgebauten Atmosphäre. Insgesamt daher kein schlechtes Buch, aber eines, das hinter seinem eigenen Anspruch zurückbleibt.