Es war eine wundervolle Nacht, eine solche Nacht, wie sie vielleicht nur vorkommen kann, wenn wir jung sind, lieber Leser.« – In dieser Nacht treffen in Petersburg zwei einsame Gestalten aufeinander: der Erzähler, ein »halbkranker Städter« und zugleich lebensfremder Träumer, und die junge, naive Nastenka, die verzweifelt die Rückkehr ihres Geliebten erwartet. Aus der zufälligen Begegnung entwickelt sich eine freundschaftlich-liebevolle Zuneigung. In vier Nächten nehmen sie Zuflucht zu intensiven Dialogen und spenden sich gegenseitig Trost. Doch ihr Traum kann der Realität nicht standhalten … Dostojewskis Novelle erschien erstmals 1848 und gehört zu den schönsten Liebesgeschichten der Weltliteratur.
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Weiße Nächte
von Hermann Röhl, Fjodor Dostojewski
Es war eine wundervolle Nacht, eine solche Nacht, wie sie vielleicht nur vorkommen kann, wenn wir jung sind, lieber Leser.« – In dieser Nacht treffen in Petersburg zwei einsame Gestalten aufeinander: der Erzähler, ein »halbkranker Städter« und zugleich lebensfremder Träumer, und die junge, naive Nastenka, die verzweifelt die Rückkehr ihres Geliebten erwartet. Aus der zufälligen Begegnung entwickelt sich eine freundschaftlich-liebevolle Zuneigung. In vier Nächten nehmen sie Zuflucht zu intensiven Dialogen und spenden sich gegenseitig Trost. Doch ihr Traum kann der Realität nicht standhalten … Dostojewskis Novelle erschien erstmals 1848 und gehört zu den schönsten Liebesgeschichten der Weltliteratur.
Aktuelle Rezensionen(6)
„Matcha Boy hat Weltschmerz und verliebt sich performativ in eine fremde Frau“ Mein erstes Buch von Dostojewski und es hat mich, trotz anfänglichen Schwierigkeiten sich in die alte Sprache einzulesen, doch sehr unterhalten. Irgendwie beruhigend zu wissen, dass die Probleme eines jungen Mannes von heute sich auch damals schon widergespiegelt haben.
„Warum macht auch der beste Mensch immer den Eindruck, als verheimliche und verschweige er den andern etwas? Warum spricht man das, was man auf dem Herzen hat, nicht geradezu und ohne weiteres aus, wenn man doch weiß, dass man es nicht in den Wind spricht?“ Ein Träumer, welcher sich oft in seinen Träumen verrennt und somit ein einsames und nicht erfülltes Leben führt trifft auf ebenfalls eine Träumerin, die davon träumt aus ihrem jetzigen Leben auszubrechen, ihr Herz jedoch noch an ein anderes gebunden ist. Die beiden haben sich davor noch nie getroffen, doch finden über wenige Nächte hinweg und lange Gespräche, Trost in deren gegenseitigen Lebensgeschichten. Es ist eine Liebesgeschichte, aber vor allem eine über eine unerwiderte Liebe, die einem komplett das Herz zerbricht. Ich habe bei diesem Buch alle Emotionen gefühlt. Eine Geschichte, die ich stets im Herzen behalten werde.
Man merkt, dass vor 180 Jahren die Konvention zwischen den Geschlechtern noch deutlich anders waren. Wenn man sich darauf einlässt erhält man eine zeitlose und poetische Beschreibung einer sensiblen Seele und ein erschreckend-realistisches und doch schönes Ende.
Dostojewski hat einen sehr angenehmen und poetischen Schreibstiel, mir gefallen die langen Sätze und schönen Worte sehr. Der Inhalt des Buches ist jedoch sehr geprägt von Patriarchalem Gedankengut, welches in den Gedanken des Erzälers und der Interaktion zwischen ihm und Nastenka. Ich finde das dies gewisse Risiken für den Leser bildet vor allem wenn dieser nicht sehr Politisch gebildet ist.
Ein Buch, was mich sehr berührt hat und sehr viele Gefühle wiederspiegelt🥰 Die Gegenüberstellung von Traum und Realität macht einem schnell bewusst, wie abhängig man sich von Menschen macht! Must Read