Dem Mond geht es gut
von Paulina Czienskowski
Paulina Czienskowski lebt und arbeitet in Berlin, wo sie geboren und aufgewachsen ist. Sie veröffentlicht u. a. Texte in der Zeit. 2018 erschien der Erzählband »Manifest gegen die  emotionale Verkümmerung« im Korbinian Verlag, 2020 dann ihr Debütroman »Taubenleben« bei Blumenbar, der auf der Shortlist für den EU-Literaturpreis stand. Es folgten Hörspiele für  Deutschlandfunk Kultur und Texte für die Theaterbühne. »Dem Mond geht es gut« ist ihr zweiter Roman bei Blumenbar.
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Dem Mond geht es gut
von Paulina Czienskowski
Paulina Czienskowski lebt und arbeitet in Berlin, wo sie geboren und aufgewachsen ist. Sie veröffentlicht u. a. Texte in der Zeit. 2018 erschien der Erzählband »Manifest gegen die  emotionale Verkümmerung« im Korbinian Verlag, 2020 dann ihr Debütroman »Taubenleben« bei Blumenbar, der auf der Shortlist für den EU-Literaturpreis stand. Es folgten Hörspiele für  Deutschlandfunk Kultur und Texte für die Theaterbühne. »Dem Mond geht es gut« ist ihr zweiter Roman bei Blumenbar.
Aktuelle Rezensionen(1)
In dem Buch geht es um eine Mutter, die nach der Geburt ihres Kindes eine Art inneren, reflektierenden Monolog führt, in dem sie die Perspektive auf ihre eigene Mutter und Großmutter wirft. Immer wieder fragt sie sich am Ende war es so? Doch da weder Mutter, noch Großmutter antworten, bleibt dieser Monolog unbeantwortet. Es kommt eine ganze Bandbreite an Emotionen, Erinnerungen, Erfahrungen und Gedanken auf, fast wie kurze sprachliche Segmente, was es bedeutet Frau zu sein, Mutter zu sein. Wo verschwimmen die Grenzen zwischen Mutter und Kind und wo ist eine Mutter neben ihrer Fürsorge und Hingabe noch sie selbst? Was wird doch über Generationen weiter gegeben und wo gilt es, sich ehrlich und authentisch aus seiner Rolle zu befreien und seine Gedanken dazu offen mitzuteilen. In diesem Buch gelingt es der Autorin mit solch einer poetischen Sprachkunst dies aufzuzeigen, wie keiner Anderen. Man fühlt sich großartig ein, in diese unterschiedlichen Frauenperspektiven und erkennt vieles darin selbst wieder und entwickelt darüber hinaus mehr Verständnis für die eigene Mutter oder Oma. Es spiegelt all die Zerrissenheit, die wirren Gefühle, die Höhen und Tiefen des Prozesses in völliger Klarheit wieder, ohne groß drumherum zu navigieren. Und im Grunde zeigt das, wie wild und unberechenbar es ist, heute Frau zu sein in dieser Welt. Dass sich, trotz Wunsch nach festen Strukturen, doch manchmal das Chaos zeigt und sich letztlich nichts kalkulieren lässt. Welch wunderbare Erfüllung alleine so den Druck aus dieser Verantwortung nehmen zu können. Es ist nicht einfach zu lesen, weil jeder Satz nachdenklich stimmt und man in Ruhe erfassen muss, wessen Blickwinkel gemeint ist. Also definitiv nur ein Buch für ruhige, besonnene Tage, um es richtig zu genießen. Aber auch sicherlich nicht etwas für Jedermann aufgrund des anspruchsvollen Sprachstils.