3.3

Die Leiden des jungen Werther. Textausgabe mit Nachwort

von Johann Wolfgang Goethe

Format:Softcover
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Eine Sammlung von Briefen gibt tiefen Einblick in die letzten Monate im Leben des jungen Werther, der – in unglücklicher Liebe entbrannt – zwischen Hoffnung und Verzweiflung schwankt und schließlich keine Lebensperspektive mehr sieht. Goethes erster Roman von 1774 war ein sensationeller Erfolg, Leidenschaft und Unglück des Protagonisten sind bis heute von beeindruckender Kraft.

Literary & Contemporary Fiction
Softcover
Erschienen an: 01.1986

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Aktuelle Rezensionen(6)

3.3(84 ratings)
AntoniaRezension von Antonia

Wirklich schöner Schreibstil. Die Briefe sind sehr tiefgründig und werden mit der Zeit immer dunkler. Das einzige was mich gestört hat sind die etwas zweidimensionale Darstellung der weiblichen Charaktere und der Altersunterschied, der zwar nie explizit genannt wird, aber es schon deutlich wird, dass sie noch ein Mädchen ist, während er schon erwachsen ist. "Ja, es ist so. Wie die Natur sich zum Herbste neigt, wird es Herbst in mir und um mich her. Meine Blätter werden gelb und schon sind die Blätter der benachbarten Bäume abgefallen."

AnniRezension von Anni

Typ ist angezogen wie ein Ikea Mitarbeiter und wirft sich an vergebene Frauen ran. Hätt ichs mir nicht für die Prüfung hinter die Birne orgeln müssen, hätt ichs wahrscheinlich besser gefunden aber es is wie es is, ne?

JosephineRezension von Josephine

Sprachlich ist das Buch natürlich wunderschön, das erwartet man natürlich auch nicht anders, vor allem vom jungen Goethe, aber inhaltlich fand ich das Stellenweise tatsächlich nicht zu ertragen, einfach weil Werthers Gedankengänge zwar nachvollziehbar beschrieben sind, ich persönlich diese aber gar nicht nachvollziehen konnte.... das ist aber einfach der Zeit und der Thematik geschuldet. Mir fällt es schwer Bücher enjoyable zu finden, die frauenverachtende Inhalte proklamieren... abgesehen davon fand ich aber die Selbstmord Thematik sehr schön aufbereitet, da es tatsächlich dem heutigen Ansatz Geistige Erkrankungen wie Depression mit körperlichen Krankheiten gleichzusetzen (Depression,... als potenziell tödliche Krankheit wie ein Fieber) Also super geschriebenes Buch aber ich kann Werther mit den meisten seiner Ansichten und Überlegungen bezüglich Lotte und der Liebe und seiner Anrechte auf Sie einfach nicht Leiden.

ResaRezension von Resa

Nachdem es mir so oft empfohlen wurde und ich mich endlich aufraffen konnte es zu lesen, bin ich echt enttäuscht. Früher soll die Geschichte ein Bestseller gewesen sein und zur "Lesesucht" beigetragen haben. Die Themen sind zwar immer noch hochaktuell, aber ich glaube jemandem, der sich in der gleichen Situation wie der junge Werther befindet, sollte lieber etwas anderes lesen. Das Dilemma einer unerreichbaren Liebe verlangt in der heutigen Zeit andere Lösungen als den Suizid. Was früher ein wohl höchst tragischer Bestseller gewesen sein mag, ist heutzutage eine ausgeschöpfte Geschichte. Vielleicht hätte ich einen anderen Blick auf die Geschichte, wenn ich sie in der Schule hätte lesen müssen. Ich bin froh, dass unser Jahrgang Faust als Thema hatte.

BiankaRezension von Bianka

Der Briefroman über Werther ist für mich eines der berührendsten Romane von Johann Wolfgang von Goethe. Die Innerlichkeit und Außenwelt von Werther werden durch Goethes ganz empfindsamen und bemühten Schreibstil sehr gut inszeniert. Ich bin beeindruckt davon, dass mich so ein doch schon sehr älterer Text, besonders in der Erstausgabe, noch so mitnehmen und bewegen kann. Die Briefe die Werther an einen Mann namens Wilhelm schreibt, die aber immer ohne Antwort bleiben, zeigen Werthers narzisstische Gefühlswelt, die durch die bildlichen Umschreibungen sowie sein Verhältnis zur Natur eben sehr melancholisch und wehmütig ist. Die Entwicklung, die Werther in seiner unglücklichen Liebe zu Lotte und auch in Bezug auf den Kontakt zur Außenwelt innerhalb des Romans durchmacht, ist nicht positiv, sondern ganz im Gegenteil: Werthers verliert nach und nach den Bezug zur Realität, seine tiefe Verbundenheit mit der Natur verringert sich und er wird allmählich zum pathologischen Fall. Ebenfalls wird eine Gesellschaftskritik deutlich, die den bürgerlich unverstandenen Werther pessimistisch zurück lassen. All diese Dinge und noch viele mehr machen den Roman zu einem fast schon existenziellen Drama, der mich immer wieder beeindrucken kann!

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