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Sie führt ein perfektes Leben mit dem perfekten Mann. Doch liebt er sie genau so sehr, wie sie ihn liebt? Sie muss es herausfinden. Und dazu ist ihr jedes Mittel recht.Sie ist eine Frau, die alles hat: eine Karriere, ein schönes Haus, zwei wunderbare Kinder und den perfekten Ehemann, den sie nach 15 Ehejahren liebt wie am ersten Tag. Alles ist zu schön, um wahr zu sein. Und vielleicht ist es das auch gar nicht: Liebt auch ihr Mann sie so wie am ersten Tag? Und wird er sie immer lieben? Wie sicher kann sie sich sein? Sie will es wissen – und beginnt, ihren Mann auf die Probe zu stellen. Erst nur ein bisschen. Dann immer mehr. Und dann geht sie zu weit.Die Nummer-1-Bestsellersensation aus Frankreich: Die Geschichte einer Obsession – "gewagt, aufregend, unentrinnbar!" (A.J. Finn)

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
272 SeitenHardcover
Erschienen an: September 5, 2024

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Aktuelle Rezensionen(26)

3.5(169 ratings)
kikiRezension von kiki

„Mein Mann“ ist ein gutes Buch, wenn man verstehen möchte, was im Inneren eines Menschen vorgeht, dessen Liebe zunehmend von Unsicherheit, Kontrolle und Idealisierung geprägt ist. Besonders gefallen hat mir die Gliederung in Wochentage mit den jeweils assoziierten Farben. Die Tatsache, dass eine Frau einen Mann so anhimmelt sowie die ständigen Gedankenschleifen empfand ich aber als sehr ermüdend. Vermutlich ist genau dieses Gefühl beabsichtigt, um ihre psychische Verfassung greifbar zu machen, dennoch nahm es mir überwiegend die Lesefreude. Die ganze Zeit wartete ich auf einen entscheidenden Twist, weshalb ich es etwas schade fand, dass dieser erst im Epilog aufgelöst wird. Insgesamt ein klug geschriebenes und psychologisch interessantes Buch, das mich aber nicht begeistert hat.

TumtumRezension von Tumtum

★★★★★ Ein Buch, das man nicht mehr weglegen kann – ich hatte es an einem einzigen Nachmittag durch und musste die letzten Seiten fast zudecken, so groß war die Angst vor dem, was kommt. Maud Ventura erzählt von einer Frau, die ihren Mann mit einer Intensität liebt, die längst in Obsession gekippt ist: Jede Geste, jedes beiläufige Wort wird zum bedeutungsschweren Text, den es zu entziffern gilt. Ventura sperrt uns dabei so vollständig in den Kopf ihrer Erzählerin ein, dass ihr Wahnsinn ansteckend wird – man liest atemlos, amüsiert und beklommen zugleich. Das Beklemmende ist, wie nah diese Übersteigerung an etwas Vertrautem bleibt. Das Deuten, das Sich-Ausrichten am Blick des anderen, das Alleinsein mit einer Kränkung, die für den anderen möglicherweise gar keine war (Stichwort Mandarine) – all das kennt man in kleiner Dosis, und genau darin liegt der feine Schrecken des Buches. Ventura schreibt scharf, komisch und psychologisch präzise, mit Szenen, die sich einbrennen. Und dann ist da noch dieses Ende, über das ich hier kein Wort verliere – nur so viel: Es dreht rückwirkend alles um. Große Leseempfehlung.

☆kati☆Rezension von ☆kati☆

Mein Mann - ein intelligent konstruiertes Psychodrama, welches man zwischen den Zeilen lesen muss. Perfide, obsessiv, narzisstisch. !!! Achtung Spoiler !!! Ein spannendes Buch direkt aus dem Kopf einer Frau, die ihren Mann so obsessiv verehrt, ihn zum Mittelpunkt ihres Daseins macht. Liebt er sie genauso stark? Immer wieder Zweifel. Sie bestraft ihn, für Nichtigkeiten, dafür, dass er ihre Liebe nicht so erwiedert. Ein fehlender Kuss seinerseits, ein fehlendes Wort seinerseits, er hat ihre Hand nicht gehalten. Diese Obsession hinterlässt Beklemmungen beim Leser, machen die Frau unsympathisch und man empfindet sie als berechnend kalt. Doch ist sie dies wirklich? Ist hier alles so wie es scheint? Die Welt der Frau dreht sich nur um ihren Mann, er ist der Mittelpunkt ihres Lebens. Andere Menschen, sogar ihre Kinder, vernachlässigt sie, empfindet sie sogar als störend. Zum ersten Mal frage ich mich also, ist diese Frau ein Narzisst, die ihren Mann an sich bindet? Aber zwischen den Zeilen befinden sich immer wieder Kleinigkeiten, die mich zweifeln lassen. Sie muss bei geschlossenen Fenster schlafen, weil ER es so will, Er bestimmt das Fernsehprogramm, Er kontrolliert die Post, Er bestimmt die Schlafenszeit. Eine geschickt eingefädelte Dominanz, immer wieder wie zufällig eingestreut. Und wie urteilen andere über ihn? Er ist so ein wunderbarer Mann, Er ist ein toller Vater, Er ist so erfolgreich. Und wieder zufällig zwischen ihren obsessiven Gedanken eingeschoben. Die Bestrafungen: handelt diese Frau nicht wie ein Kind, wenn die Eltern mal geschimpft haben? Kinder strafen auch manchmal ab. Sie verweigern dann das Essen oder meist, bestrafen ihre Eltern mit Nichtbeachtung. Ist dies nicht hier die gleiche Reaktion? Sie gibt sich einem Anderen hin, gibt ihrem Mann die Schuld. Aber, wieso ist Zärtlichkeit in diesem Szenario so fremd für sie, sie hält sie kaum aus, kennt diese nicht einmal. Ist das Erlebnis mit einem anderen Mann nicht eine unbewusste Druckentweichung? Man muss dieses Buch nicht zu Ende lesen um ein Gefühl dafür zu bekommen, irgend etwas stimmt hier nicht, man ist ratlos. Und genau das ist das Grandiose an dem Buch. Die kleinen, aber fein dosierten Nichtigkeiten, die unseren Instinkt einschalten. Wer hält tatsächlich die Fäden in der Hand? Der Epilog gibt Gewissheit. Ein Narzisst, der sadistisch seine Frau quält, sich an ihrem Leiden erfreut und labt, völlig empathielos handelt. Ein Manipulator, eiskalt, berechnend. Systematisch zerstört Er seine Frau, zerlegt sie über Jahre. Er hat sich auf ein Podest erhoben, sein "Frauchen" an ihn gebunden. Diese Frau ist das Opfer perverser psychischer Gewalt. Und genau jetzt machen ihre Gedanken Sinn, Er als Mittelpunkt ihres Lebens, Er der so toll überall ankommt, Er der den Alltag dominiert. Wir sollten Mitleid mit dieser Frau haben, die über Jahre hinweg dem Gaslighting ihres Mannes ausgesetzt ist. Und wir Leser werden Zeugen, was dieses perfide Spiel mit einem Menschen machen kann, schauen einem Opfer direkt in den Kopf. Sie kann ihren eigenen Instinkten nicht mehr trauen, schreibt aus Selbstschutz Tage-/Strafbücher. Sie ist völlig bindungsgestört, kann nicht mal mehr ihre eigenen Kinder lieben. Sie kann an nichts anderes mehr denken, empfindet für nichts anderes Freude. Sie ist völlig abhängig von seinem Denken und Handeln, fremdbestimmt, demontiert. Dieses Buch ist gewaltig, es ist mehr Schein als Sein, es stellt eine Täter-Opfer-Umkehr dar. Es lädt dazu ein, ein zweites Mal gelesen werden zu wollen. Dieses Buch ist ein Kippbild, wir sehen durch Perspektivwechsel jeweils etwas anderes. Und das macht es so unheimlich intelligent! Wer Persönlichkeitsstörungen wie Narzissmus oder Borderline kennt, der ist bei diesem Buch genau richtig.

Hüzün 🐈‍⬛Rezension von Hüzün 🐈‍⬛

Ich kann nur sagen, ich wünschte, es würde auch das Buch „Meine Frau“ geben! Ich habe es an einem Tag durchgehe gehabt. Es ist sehr fließend geschrieben, lässt sich sehr leicht lesen. Es ist sehr amüsant gleichzeitig witzig, aber auch schockierend. Daher würde ich mir sehr wünschen auch mal die Sicht von dem Mann zu hören. Kann ich nur weiterempfehlen.

AntoniaRezension von Antonia

„Mein Mann“ zeigt, dass die gefährlichsten Abgründe nicht zwischen Menschen entstehen – sondern in ihren Gedanken.

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