»Bridget Jones« für eine neue GenerationHannah hat romantische Komödien, in denen ein Mann den Schlüssel zum Happy End einer Frau in der Hand hält, schon immer gehasst. Aber sie kann ihre Miete kaum noch bezahlen und die Wahl zwischen dem Zusammenleben mit einem Partner oder der eigenen, stets kritischen Mutter, ist nicht leicht. Als sie den wohlhabenden und von seiner eigenen Mutter geradezu besessenen Oscar kennenlernt, entschließt sie sich, ihm eine Chance zu geben. Zwischen Identitätskrisen und Mutterkomplexen hat Jo Cheetham einen unglaublich unterhaltsamen Roman über unsere Gegenwart geschrieben.
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Love and Rent
von Jo Cheetham, Cornelia Röser
»Bridget Jones« für eine neue GenerationHannah hat romantische Komödien, in denen ein Mann den Schlüssel zum Happy End einer Frau in der Hand hält, schon immer gehasst. Aber sie kann ihre Miete kaum noch bezahlen und die Wahl zwischen dem Zusammenleben mit einem Partner oder der eigenen, stets kritischen Mutter, ist nicht leicht. Als sie den wohlhabenden und von seiner eigenen Mutter geradezu besessenen Oscar kennenlernt, entschließt sie sich, ihm eine Chance zu geben. Zwischen Identitätskrisen und Mutterkomplexen hat Jo Cheetham einen unglaublich unterhaltsamen Roman über unsere Gegenwart geschrieben.
Aktuelle Rezensionen(4)
Klug und witzig, ein tolles Hörvergnügen! Der Klappentext zu Love and Rent hat mich direkt angesprochen, eine neue Bridget Jones – ja bitte! Wenngleich der Roman humorvoll und witzig geschrieben ist, ist die Geschichte doch tiefgründiger, als es der Klappentext und der Vergleich vermuten lassen: Es geht um Freundschaft, Verlust und Trauer, Existenzängste; um eine komplexe Mutter-Tochte-Beziehung; um Selbstfindung, sich von den gesellschaftlichen Erwartungen freizumachen und das Leben so zu leben, wie mensch das möchte. Auch gesellschaftliche Themen und Kritik wie Gender Pay Gap, Rollenerwartungen an Frauen und die Herausforderungen für alleinerziehende Mütter werden mühelos eingebunden. Trotz der teils intensiven Themen ist die Geschichte witzig und ironisch erzählt, überwiegend locker und leicht und mit der nötigen Ernsthaftigkeit und Tiefgründigkeit in den richtigen Momenten. Die Lesung von Lena Tiemann hat diesen Erzählstil perfekt interpretiert. Mit ihrer angenehmen Stimme hat sie eine tolle Atmosphäre geschaffen, die genau zur Grundstimmung der Geschichte sowie zur jeweiligen Situation passte: mal ernsthaft und tiefgründig, mal witzig und ironisch, stets ehrlich und nahbar. Den einzelnen Charakteren hat die Sprecherin mühelos jeweils eine eigene Stimme gegeben und insbesondere die Interpretation männlicher Stimmen ist ihr sehr gelungen. Die Protagonistin Hannah war mir sehr sympathisch, sie war reflektiert und nahbar, und ihre persönliche Entwicklung im Verlauf der Geschichte hat mich sehr berührt. Das Ende fand ich dementsprechend sehr gelungen und passend. Auch die dargestellten Freundinnenschaften fand ich authentisch und überzeugend. Was meiner Meinung nach etwas stärker betont hätte werden können, ist der Punkt, dass die Beziehung zu Oscar für Hannah eine reine Vernunft- bzw. Zweckbeziehung ist. So war es für mich nichts halbes und nichts ganzes, bzw. wirkte auf mich wie der Versuch der Protagonistin, etwas passend zu machen, was überhaupt nicht zusammenpasst. Dies hat bei mir letztlich dazu geführt, dass ich auch nicht nachvollziehen konnte, wie leicht Hannah ihr Leben in Sheffield aufgibt und wie sie sich in der Folge von Oscar und seiner Mutter behandeln lässt. Nichtsdestotrotz war Love and Rent eine kluge, warmherzige und unterhaltsame Geschichte und ein tolles Hörvergnügen.
Zitat: „Mir kam nicht in den Sinn, dass man, wenn man sich von jemand anderem stützen ließ, allzu leicht vergessen konnte, dass man eigentlich auf seinen eigenen Beinen stehen sollte.“ Unterhaltsam, ehrlich und erfrischend anders: Ein moderner Roman über Freiheit, Rollenmuster und den Weg zu sich selbst. Das Buch wirkt wie eine Liebesgeschichte, ist aber in Wahrheit eine ehrliche Auseinandersetzung mit der Frage: Wie möchte ich mein Leben eigentlich gestalten – und wie viele Zugeständnisse darf ich machen, ohne mich selbst zu verlieren, wenn das Leben aus den Fugen gerät? Worum geht’s? Hannah legt keinen Wert auf klassische Happy Ends oder Männer als Retter. Doch aus reiner Not wirft sie ihre Prinzipien über Bord: Sie zieht zu Oskar aufs Land. Eine Entscheidung, die sie schnell in veraltete Rollenmuster zwingt und ihre Unabhängigkeit auf eine harte Probe stellt. Das hat mir besonders gut gefallen: • Kein geradliniger Weg: Hannah ist unperfekt und authentisch. Das Buch zeigt realistisch, dass man in Notlagen manchmal vom Kurs abweicht – und das auch darf. • Kritik an Rollenklischees: Sehr treffend wird gezeigt, wie einiges an Frauen hängen bleibt. • Starke Frauenfreundschaft: Die Dynamik mit ihrer besten Freundin zeigt ehrlich, wie Freundschaften durch unterschiedliche Lebensentscheidungen kriseln – und wie wertvoll es ist, am Ende wieder zueinanderzufinden. • Das „Happy End“: Erst wenn man weiß, was man selbst vom Leben will, ist man bereit für alles andere. Fazit: Wer Geschichten sucht, die mit typischen Klischees brechen und stattdessen Selbstbestimmung, Frauenfreundschaft und ehrliche Neuanfänge feiern, liegt hier genau richtig.
💭 M E I N U N G „Mir kam nicht in den Sinn, dass man, wenn man sich von jemand anderem stützen ließ, allzu leicht vergessen konnte, dass man eigentlich auf seinen eigenen Beinen stehen sollte.“ Die Protagonistin Hannah ist eine Britin in ihren Dreißigern, die ihren Platz in der Welt noch nicht gefunden hat. Ihre Karriere? Fehlanzeige. Sie verdient gerade so viel, dass sie sich eine kleine Einzimmerwohnung leisten kann. Ihr Liebesleben? Lässt zu wünschen übrig. Aber gerade durch dieses Chaos, was bei ihr vorherrscht, wirkte sie auf mich als Leser so liebenswert und authentisch, dass ich sie an manchen Stellen gerne in den Arm genommen hätte. An anderen Stellen hingegen, hätte ich sie gerne geschüttelt 😂 Was mich bei diesem Buch von Anfang an überzeugt hat, war der lockere und humorvolle Schreibstil, der sich wirklich bis zum Ende durchgezogen hat. Auch die Checklisten und die eingebauten Dialoge führen dazu, dass das Buch total kurzweilig und lebendig erzählt wird. Was ich noch gerne gehabt hätte, wäre ein kurzer Blick in die Zukunft gewesen, z.B. in Form eines Epilogs :) ⭐️ F A Z I T Ein kurzweiliger und unterhaltsamer Roman über Freundschaft, das Erwachsenwerden, Dating- & Liebesleben und die Struggles einer Dreißigjährigen, die ihren Platz in der Welt finden möchte ✨ Wer auf humorvolle Liebesgeschichten mit Tiefgang steht, der wird hier fündig! 🫶 Verlag: TROPENVERLAG Autorin: Jo Cheetham Übersetzung: Cornelia Röser
Neuanfang oder doch der Anfang vom Ende? Das Buch ist ein hochwertiges Hardcover. Das Cover gefällt mir sehr gut. Hannah ist eine selbständige Frau Mitte 30. Sie ist in Sheffield aufgewachsen, lebt und arbeitet dort. Doch trotz Vollzeitjob, ist ihr Konto immer im Minus, als dann auch noch die Kündigung droht und eine Mieterhöhung ins Haus flattert, entscheidet sie sich mit ihrem neuen, reichen Freund, nach Edinburgh zu gehen. Wie kommt Hannah mit der neuen Abhängigkeit klar, wird sie schnell einen neuen Job finden und ihre Selbstständigkeit wiedererlangen oder gewöhnt sie sich an das Leben ohne Existenzangst und Geldsorgen. Die Geschichte bietet einige Wendungen, die nicht nur leicht sind, durch den humorigen Ton, der sich komplett durchzieht, wird diese Schwere jedoch gut kompensiert. Ein Buch über Liebe, Familie, Freundschaft, Abhängigkeit und Selbstständigkeit. Über Verlust und Trauer und ganz viel Mut, sich dem Leben zu stellen und sich selbst treu zu bleiben, auch wenn es nicht immer einfach ist. Ein gelungenes Debüt!