3.5

In einem Zug

von Daniel Glattauer

Format:Hardcover
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Eduard Brünhofer, ehemals gefeierter Autor von Liebesromanen, sitzt im Zug von Wien nach München. Nicht unbedingt in der Absicht, sich mit der Frau frühen mittleren Alters im Abteil zu unterhalten. Schon gar nicht in der Absicht, mit ihr über seine Bücher zu sinnieren. Erst recht nicht in der Absicht, über seine Ehejahre mit Gina zu reflektieren. Aber Therapeutin Catrin Meyr, die Langzeitbeziehungen absurd findet, ist unerbittlich. Sie will mit ihm über die Liebe reden. Dabei gerät der Schriftsteller gehörig in Zugzwang.»Was befähigt einen Autor, über die Liebe zu schreiben?«, fragt sie.»Ihre Frage ist klüger als jede Antwort darauf«, erwidere ich.»Danke. Probieren Sie es trotzdem.«

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
208 SeitenHardcover
Erschienen an: 2025-01-13

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Aktuelle Rezensionen(40)

3.5(337 ratings)
CarolinRezension von Carolin

Man konnte das Buch sehr gut in einem Zug lesen (beide Bedeutungen intendiert) Ich fand den Schreibstil irgendwie ähnlich zu Leutnant Gustl, nur „ohne“ Rassismus und Sexismus (Also dafür das unser Hauptcharacter ein weißer Mann ist, wars voll ok. (Eine Stelle hab ich trotzdem hart geside eyed aber naja)) Persönlich liebe ich ja diesen Stil des Gedankenflusses. Hat irgendwie auch bissi wie die kein Thriller von Fitzek. Hat echt Spaß gemacht, warn jetzt aber keine weltbewegenden Gedanken dabei. Die Auflösung am Ende war sehr erwartbar.

Svenja ArndtRezension von Svenja Arndt

Ein ganz wundervolles Buch

TabeaRezension von Tabea

Der Schreibstil von Daniel Glattauer ist sehr flüssig und leicht verständlich. Ich mochte es sehr, dass die Erzählung nur im Rahmen einer Zugfahrt von Wien nach München stattfand. Die Dialoge und die Dynamik zwischen den Hauptpersonen Eduard und Catrin haben mir sehr gut gefallen. Besonders die Gedankengänge, die Eduard immer wieder hatte, haben mir während dem Lesen Freude bereitet, da sie der Geschichte mehr Tiefe verleiht haben. Ich mochte es, dass die Kapitel die unterschiedlichen Streckenabschnitte auf der Zugreise waren. Insgesamt habe ich ein wenig was anderes erwartet. Umso eher bin ich positiv von dem Roman überrascht. :)

thomsen_Rezension von thomsen_

Ein älterer Liebesroman-Autor fährt im Zug von Wien nach München und sehnt sich eigentlich nur nach Ruhe. Stattdessen beginnt die Mitreisende ihm gegenüber, eine Psychologin und Physiotherapeutin, ein Gespräch mit ihm. Zunächst mit Vorsicht, danach immer geradliniger. Es handelt sich um seine Bücher, seine Ehe, seine Schreibblockade und schließlich natürlich um die Liebe. Offensichtlich ist es für einen Verfasser von Liebesromanen unerlässlich, dass er auch in diesem Metier Fachmann sein muss Das Buch hat beinahe den Charakter eines Kammerspiels. Ein Zugabteil, zwei Charaktere, spärliche Rahmenhandlung. Das Gespräch und die Wahrnehmung des Gesagten erzeugen nahezu ausschließlich die Spannung. Daniel Glattauer schreibt leicht, humorvoll und gleichzeitig sehr präzise. Viele Gedanken des Erzählers sind herrlich selbstironisch. Das Augenzwinkern im Stil zeigt sich schon früh, wenn der Ich-Erzähler darüber nachdenkt, wie souverän und charmant er reagieren wird, falls ihn sein Gegenüber als berühmten Autor erkennt. Einige Sätze oder Fragen werden direkt nochmals aufgegriffen, wodurch man deutlich spürt, wie der Erzähler aus seinen Gedanken gerissen wird. Das wirkt authentisch und belebt die Unterhaltungen. Die Gespräche fand ich spannend und amüsant, aber das Buch hält nicht, was es verspricht. Meiner Meinung nach umgeht Brünhofer oft klare Antworten, weicht ab oder greift auf Ironie, Alkohol und wohlklingende Ausdrücke zurück. Besonders bei den bedeutenden Themen Liebe, Sex und Beziehung bleiben die Antworten unerwartet oberflächlich. Das Ende selbst fand ich eigentlich originell und insgesamt bleibt bei mir ein positives Gefühl zurück. Vor allem wegen der besonderen Atmosphäre, des feinen Humors, der starken Sprache und dieses fast kammerspielartigen Settings im Zugabteil. Ein Buch, das weniger von Handlung lebt als von Zwischentönen, Blicken, Gesprächen und der Frage, wie ehrlich Menschen eigentlich über Liebe sprechen können. 4 von 5 Sternen⭐️

SariBRezension von SariB

Sprachlich so toll geschrieben, mit schönen Dialogen, die das Lesen sehr kurzweilig gemacht haben.

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