Eduard Brünhofer, ehemals gefeierter Autor von Liebesromanen, sitzt im Zug von Wien nach München. Nicht unbedingt in der Absicht, sich mit der Frau frühen mittleren Alters im Abteil zu unterhalten. Schon gar nicht in der Absicht, mit ihr über seine Bücher zu sinnieren. Erst recht nicht in der Absicht, über seine Ehejahre mit Gina zu reflektieren. Aber Therapeutin Catrin Meyr, die Langzeitbeziehungen absurd findet, ist unerbittlich. Sie will mit ihm über die Liebe reden. Dabei gerät der Schriftsteller gehörig in Zugzwang.»Was befähigt einen Autor, über die Liebe zu schreiben?«, fragt sie.»Ihre Frage ist klüger als jede Antwort darauf«, erwidere ich.»Danke. Probieren Sie es trotzdem.«
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In einem Zug
von Daniel Glattauer
Eduard Brünhofer, ehemals gefeierter Autor von Liebesromanen, sitzt im Zug von Wien nach München. Nicht unbedingt in der Absicht, sich mit der Frau frühen mittleren Alters im Abteil zu unterhalten. Schon gar nicht in der Absicht, mit ihr über seine Bücher zu sinnieren. Erst recht nicht in der Absicht, über seine Ehejahre mit Gina zu reflektieren. Aber Therapeutin Catrin Meyr, die Langzeitbeziehungen absurd findet, ist unerbittlich. Sie will mit ihm über die Liebe reden. Dabei gerät der Schriftsteller gehörig in Zugzwang.»Was befähigt einen Autor, über die Liebe zu schreiben?«, fragt sie.»Ihre Frage ist klüger als jede Antwort darauf«, erwidere ich.»Danke. Probieren Sie es trotzdem.«
Aktuelle Rezensionen(43)
Ich fühlte mich durch das Buch perfekt unterhalten, sprachlich sehr eloquent, zum Nachdenken anregend und wunderbar humorvoll.
Weiß nicht so recht, was ich von diesem Buch halten soll. Irgendwie war es witzig und der Sprachstil hat mir gut gefallen. Aber die Story, naja.
Die Umsetzung der an sich interessant klingenden Grundidee ist enttäuschend, der Schreibstil zwar kurzweilig, aber auch uninteressant und vorhersehbar. Statt einer interessanten Perspektive auf Langzeitbeziehungen kriegt man hier Einblicke in eine weitere männliche, teils performative Perspektive. Die Alkoholverherrlichung (auch falls ironisch gemeint) ging für mich gar nicht. Als Hörbuch aber gut gelesen.
Man konnte das Buch sehr gut in einem Zug lesen (beide Bedeutungen intendiert) Ich fand den Schreibstil irgendwie ähnlich zu Leutnant Gustl, nur „ohne“ Rassismus und Sexismus (Also dafür das unser Hauptcharacter ein weißer Mann ist, wars voll ok. (Eine Stelle hab ich trotzdem hart geside eyed aber naja)) Persönlich liebe ich ja diesen Stil des Gedankenflusses. Hat irgendwie auch bissi wie die kein Thriller von Fitzek. Hat echt Spaß gemacht, warn jetzt aber keine weltbewegenden Gedanken dabei. Die Auflösung am Ende war sehr erwartbar.
Ein ganz wundervolles Buch