Format:Hardcover
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Als Esther Greenwood ihr Praktikum bei einem New Yorker Modemagazin antritt, scheint es die Schwelle in eine aufregende Zukunft zu sein: Leben in der betörenden Großstadt, waghalsige Männer, hitzige Dinner und Tanzabende. Doch ihr Weltbild gerät ins Wanken, beginnt zu schlingern – und öffnet sich auf eine Dunkelheit, in der ihr alles zunehmend unwirklich erscheint. Vor 60 Jahren erschien die amerikanische Erstausgabe von Die Glasglocke, Sylvia Plaths einzigem Roman – kurz darauf nahm sie sich das Leben. Der Roman avancierte bald zum Kultbuch, beschrieb er doch wie nie zuvor die Zerrissenheit einer jungen Frau und die Dynamik psychischer Erkrankungen. In dieser Ausgabe vereinen sich nun Plath‘ Roman und Beya Rebaïs Illustrationen zu einem Gesamtkunstwerk. Sylvia Plath schrieb mit Die Glasglocke bahnbrechend über den Kampf um den eigenen Platz in der Welt – es begründete ihren Ruhm als feministische Ikone. Auch heute hat dieses Jahrhundertbuch nichts von seiner beklemmenden Faszination verloren, kongenial untermalt von Beya Rebaï.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
336 SeitenHardcover
Erschienen an: April 20, 2026

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Aktuelle Rezensionen(21)

4.0(166 ratings)
Helga RiemerRezension von Helga Riemer

In „Die Glasglocke“ beschreibt Plath besonders eindringlich, wie Esther ihre Zukunftsmöglichkeiten wahrnimmt: Alles scheint offen, und gerade deshalb fühlt sie sich zunehmend eingeengt. Der Roman vermittelt dabei sehr konkret ihre innere Distanz zu einer Gesellschaft, in der für Frauen bestimmte Lebenswege als selbstverständlich gelten. Die Glasglocke wird zum starken Bild für diesen Zustand der Isolation und des Gefangenseins im eigenen Leben. Manche Passagen sind bedrückend und sprachlich sehr dicht, was die Lektüre nicht immer leicht macht, aber gerade diese schonungslose Nähe zu Esthers Gedanken hat mich überzeugt – Plath macht ihre innere Krise nicht einfach erklärbar, sondern unmittelbar spürbar.

Sophia Rezension von Sophia

Das Buch war gut und eindrücklich. Nur habe ich teilweise nicht alles verstanden... Ich denke, ich muss die Geschichte noch einmal lesen, um sie besser zu verstehen. 🌪

KikiRezension von Kiki

Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Aber in Hinblick auf den autobiografischen Anteil dieser Geschichte, ist mir die Thematik über Depressionen und Selbsttötung viel zu nahe gegangen. Es viel mir schwer die letzten 100 Seiten zu lesen.

mrs.may.readsRezension von mrs.may.reads

Zu Beginn wirkt Esther Greenwood unsicher, naiv und urteilt manchmal vorschnell über andere. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr bröckelt ihre Fassade. Man erlebt hautnah, wie sie immer tiefer in eine persönliche Krise gerät und die Absurdität des Lebens auf schmerzhafte Weise erfährt. „Die Glasglocke“ ist ein intensiver, beklemmender und erschreckend zeitloser Roman über Identität, gesellschaftliche Erwartungen, das Frau sein in den 1950er und psychische Gesundheit. Die Autorin erzählt ehrlich und schonungslos von einer jungen Frau, die versucht, ihren eigenen Platz in einer Welt zu finden, die ihr viele Grenzen setzt. Der Einstieg fiel mir leicht. Ich kam schnell in die Sprache der Autorin hinein und fühlte mich direkt mit Esther verbunden. Nach und nach entsteht eine besondere, fast diffuse Atmosphäre, die gleichzeitig faszinierend und bedrückend wirkt. Besonders beeindruckend fand ich, wie nachvollziehbar ihre Gedanken und ihre Existenzkrise dargestellt werden. Man begleitet Esther auf ihrem Weg vom lebendigen, aber naiven Mädchen hin zu einer Frau, die immer stärker in eine Depression abrutscht und mit sich selbst sowie den Erwartungen der Gesellschaft kämpft. Gleichzeitig bleibt immer der Hintergrund von Sylvia Plath präsent: Zu wissen, dass der Roman autobiografisch geprägt ist und die Autorin sich wenige Wochen nach der Veröffentlichung das Leben nahm, verleiht der Geschichte eine zusätzliche Schwere. Das Ende konnte mich persönlich nicht ganz überzeugen. Nach der Intensität und Dunkelheit der Erzählung wirkte die Heilung für mich etwas zu abrupt und nicht ganz passend zur vorherigen Schwere. Trotzdem ist „Die Glasglocke“ für mich ein wichtiges feministisches Werk, das zeigt, wie sehr gesellschaftliche Vorstellungen und innere Kämpfe einen Menschen prägen können. Eine Empfehlung mit Vorsicht: Das Buch behandelt unter anderem Depressionen, Suizidgedanken, Suizidversuche und Selbstzerstörung. Es ist keine leichte Lektüre und definitiv kein Buch für zwischendurch.

Liv 🌺Rezension von Liv 🌺

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