Das Haus der Frauen
von Laetitia Colombani
In Paris steht ein Haus, das allen Frauen dieser Welt Zuflucht bietet. Auch der erfolgreichen Anwältin Solène, die nach einem Zusammenbruch ihr Leben in Frage stellt. Im »Haus der Frauen« schreibt sie nun im Auftrag der Bewohnerinnen Briefe - an die Ausländerbehörde, den zurückgelassenen Sohn in Guinea, den Geliebten - und erfährt das Glück des Zusammenhalts und die Magie dieses Hauses. Weil Solène anderen hilft, hat ihr Leben wieder einen Sinn. Doch wer war die Frau, die vor hundert Jahren allen Widerständen zum Trotz diesen Schutzort schuf? Solène beschließt, die Geschichte der Begründerin Blanche Peyron aufzuschreiben.
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Das Haus der Frauen
von Laetitia Colombani
In Paris steht ein Haus, das allen Frauen dieser Welt Zuflucht bietet. Auch der erfolgreichen Anwältin Solène, die nach einem Zusammenbruch ihr Leben in Frage stellt. Im »Haus der Frauen« schreibt sie nun im Auftrag der Bewohnerinnen Briefe - an die Ausländerbehörde, den zurückgelassenen Sohn in Guinea, den Geliebten - und erfährt das Glück des Zusammenhalts und die Magie dieses Hauses. Weil Solène anderen hilft, hat ihr Leben wieder einen Sinn. Doch wer war die Frau, die vor hundert Jahren allen Widerständen zum Trotz diesen Schutzort schuf? Solène beschließt, die Geschichte der Begründerin Blanche Peyron aufzuschreiben.
Aktuelle Rezensionen(14)
Schönes Buch, aber hat mich nicht mega gecatcht
4.5 ⭐️; ich denke ein Buch, das wichtig ist zu lesen weil solche Geschichten wichtig sind zu erzählen. Die Leben verschiedener Menschen hängen zusammen, und jeder kann von anderen profitieren und jeder kann anderen was geben. Unterstützung ist so wichtig und kämpfen lohnt sich.
ja schwierig, auf der einen Seite haben mir die Zeitsprünge sehr gefallen, in welchen man Blanche Peyron (einer realen Person!) auf den Weg zur Eröffnung eines der ersten Frauenhäuser begleitet. Mich hat es fast schon etwas enttäuscht, wenn dann die nächsten Kapitel doch wieder um die andere Protagoniston Solène gingen. Vielleicht lag es auch am Schreibstil oder der Übersetzung, aber ich fand sie irgendwie eindimensional, unsensibel und null reflektiert und sehr selbstzentriert dafür, dass sie in so einem hochsensiblen Posten "arbeitet". Im Buch werden verschiedene Schicksale von Frauen beschrieben, sei es psychische, körperlich, oder s*xualisierte Gewalt, Gen!talverstümmelungen, oder soziale Ausgrenzung bei LGBTQ+ Personen (Repräsentation ist an sich sehr gut), aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass diese Themen nur kurz angeschnitten werden, aber in späteren Abschnitten teilweise verurteilt (z.B. wie einige Frauen sich aus ihrer Not prostituierten, aber der einen Person im Buch wäre es "lieber zu betteln, als sich für ein Bett und einen Kaffee zu prostituierten", S.231 - weil sie stärker ist - oder dass eine "falsche Entscheidung bei der Partnerwahl" dann halt zu häuslicher Gewalt führen kann). So zieht es sich durchs gabze Buch, immer kleine Bemerkungen, sei es auch über mentale Gesundheit, vielleicht liegt es an der Übersetzung, aber irgendwie waren da öfters Stellen, wo ich etwas verwundert war. An sich spannendes Konzept, aber irgendwie hat es für mich nicht ganz hingehauen. Ein Buch von einer Weißen, für Weiße. Solène will jemanden "retten", nicht weil Menschen sich generell mehr unterstützen und weniger stigmagisieren sollten, sondern weil sie eine "Wiedergutmachung" (S.233) für einen Suiz!d braucht. Naja.
Inhaltlich ein ganz tolles Buch! Es ist schön und wichtig zu lesen, wie unterschiedliche prekäre Lebenslagen von Frauen thematisiert werden. Dennoch bekomme ich das Gefühl nicht los, das Buch sei von einer weißen, bürgerlichen Frau über eine weiße bürgerliche Frau FÜR weiße bürgerliche Frauen geschrieben worden. Die weiße, helferische Sicht auf die Dinge tat teilweise weh beim Lesen. So wie folgende Textstelle: "Solène ist wildentschlossen. Sie will Lily von der Straße holen, als Wiedergutmachung für Cynthias Tod." (S.233) Und so wird die zuvor wohnungslos gewesene Lily von der Straße geholt, weil Solène das so beschlossen hatte. An keiner Stelle geht es darum, was und wohin Lily eigentlich will. Und dass es eben nicht immer so einfach ist, Menschen "von der Straße zu holen". Solène meint zu "helfen" weil sie vom Tod einer anderen Person tief betroffen ist. Dabei steht wieder das Leid der privilegierten weißen, bürgerlichen Frau im Vordergrund und nicht Lily's Situation an sich. Mir fehlt es dabei einfach an einer differenzierteren Darstellung, die durch die absolute Vereinfachung sozialer Problemlagen ersetzt wurde. Vielleicht sind 252 Seiten einfach zu wenige für solche großen Themen. Gerne hätte ich auch eine stärkere leserliche Bindung zu Solène aufgebaut, um auch ihr Handeln und Nicht-Handeln besser nachvollziehen zu können. Aber vielleicht bin ich da, nach "ein wenig Leben" auch etwas zu streng mit all den Büchern die jetzt darauf folgen... Trotz der Kritik kann ich das Buch nur weiterempfehlen. Allein, dass so viele verschiedene Perspektiven aufgegriffen werden, wie in dem Buch, ist leider eine Seltenheit und macht das Buch daher absolut lesenwert!
Eines meiner Lieblingsbücher, philosophisch, regt zum Nachdenken an.