4.0

Altes Land

von Dörte Hansen

Format:Hardcover
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Zwei Frauen, ein altes Haus und eine Art von FamilieDas „Polackenkind“ ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem großen, kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg-Ottensen geflüchtet, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Straßen tragen – und wo Annes Mann eine Andere liebt. Vera und Anne sind einander fremd und haben doch viel mehr gemeinsam, als sie ahnen. Mit scharfem Blick und trockenem Witz erzählt Dörte Hansen von zwei Einzelgängerinnen, die überraschend finden, was sie nie gesucht haben: eine Familie.

Literary & Contemporary Fiction
Hardcover
Erschienen an: December 14, 2020

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Aktuelle Rezensionen(17)

4.0(149 ratings)
MaiganRezension von Maigan

Als würde meine Bremer Großmutter die Geschichte erzählen. 100% Norddeutschland für mich

juleRezension von jule

Dörte Hansen hat so ein unfassbar tolles Gespür für Sprache. Ich liebe die Art, wie sie beschreibt Das hier war mein erstes Buch von ihr und ich mochte es von Beginn an.

LenaRezension von Lena

Schöner Stil, tiefgründig aber doch witzige Passagen.

MiSSSunnyRezension von MiSSSunny

Ich fand das Buch einerseits gut um die Geschichte dahinter zu verstehen, aber ich fand es ein wenig schwierig den verschiedenen Charakteren zu folgen. Aber wiederum auch gut um die Einblicke der anderen zu haben wie es eben im Alten Land von statten geht... Oder eben auch nicht gehen darf.

laurasofieRezension von laurasofie

Wir begleiten Anne ins Alte Land, an einen Ort, an dem schon ihre Tante, ein Flüchtlingskind, nie richtig zuhause war. Auch Anne scheint nirgendwo so richtig hinzugehören: Vom eigenen Bruder vom musikalischen Thron gestoßen, das "schwarze Schaf" der Familie, frisch getrennt vom betrügenden Mann, kommt sie mit ihrem Sohn in einer Welt zwischen Illusion des Heileheilegänschens und ungeschöntem Landleben an, Romantik sucht man hier vergebens. Hansen ist Journalistin und das liest man: Beobachtend, mit feiner Ironie bestückt, beschreibt sie Hamburger Familien, sinnsuchende Zugezogene, alteingesessene Bauernfamilien. Und Vera: Annes Tante, die als Kriegsflüchtling aus Ostpreußen in den Norden kam. Die irgendwie immer fremd war, auch sechzig Jahre später noch und die ihr Leben lebt, ohne Rücksicht auf das Gerede der NachbarInnen. Zwischen knapp 300 Seiten puzzelt Hansen einen Roman zusammen aus verschiedenen Perspektiven, in Zeitsprüngen, mit der Frage: Wo kommen wir eigentlich her? Und wo gehören wir hin?

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