Reihe Leben: Elke Heidenreich schreibt ganz persönlich über ein Thema, das uns alle betrifft. Ein ehrliches Buch über das Altern, das Mut macht. Alle wollen alt werden, niemand will alt sein. Der Widerspruch ist absurd, das Leiden daran real. Wie lernen wir, so gut wie möglich damit zurechtzukommen? Geht das, alt werden und ein erfülltes Leben führen? Elke Heidenreich hat sich mit dem Altwerden beschäftigt. Herausgekommen ist dabei ein Buch, wie nur sie es schreiben kann. Persönlich, ehrlich, doch nie gnadenlos, mit einem Wort: lebensklug. Sie denkt über ihr eigenes Leben nach, und das heißt vor allem, über ihre Beziehungen zu anderen Menschen. Im Alter trägt man die Konsequenzen für alles, was man getan hat. Aber mit ihm kommt auch Gelassenheit, und man begreift: "Das meiste ist vollkommen unwichtig. Man sollte einfach atmen und dankbar sein."
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Altern
von Elke Heidenreich
Reihe Leben: Elke Heidenreich schreibt ganz persönlich über ein Thema, das uns alle betrifft. Ein ehrliches Buch über das Altern, das Mut macht. Alle wollen alt werden, niemand will alt sein. Der Widerspruch ist absurd, das Leiden daran real. Wie lernen wir, so gut wie möglich damit zurechtzukommen? Geht das, alt werden und ein erfülltes Leben führen? Elke Heidenreich hat sich mit dem Altwerden beschäftigt. Herausgekommen ist dabei ein Buch, wie nur sie es schreiben kann. Persönlich, ehrlich, doch nie gnadenlos, mit einem Wort: lebensklug. Sie denkt über ihr eigenes Leben nach, und das heißt vor allem, über ihre Beziehungen zu anderen Menschen. Im Alter trägt man die Konsequenzen für alles, was man getan hat. Aber mit ihm kommt auch Gelassenheit, und man begreift: "Das meiste ist vollkommen unwichtig. Man sollte einfach atmen und dankbar sein."
Aktuelle Rezensionen(37)
Ich muss heute ein ganz ehrliches Geständnis ablegen: Ich habe ein Buch abgebrochen. Zweimal. Und danach habe ich mich intensiv gefragt, ob es mir überhaupt zusteht, ein Urteil über das neue Werk „Altern“ von Elke Heidenreich zu fällen – schließlich habe ich vor ihr und ihrem Lebenswerk eigentlich den allerhöchsten Respekt. Nachdem ich die gedruckte Fassung nach meiner 50-Seiten-Regel frustriert weggelegt hatte, wollte ich dem Ganzen eine faire, zweite Chance geben. Ich griff zum Hörbuch, das von der Autorin selbst eingesprochen wurde. Ich hoffte, dass ihre eigene Stimme die zähe Distanz und die Aneinanderreihung von fremden Zitaten und Opernverweisen bricht. Doch auf Seite 78 war endgültig Schluss. Der Auslöser? Ein Satz von Heidenreich über Madonna: Sie sehe im Alter aus wie „irgendwas an Halloween“. An diesem Punkt hat das Buch für mich jegliche Würde verloren. In einer Zeit, in der wir ununterbrochen darüber debattieren, dass das Bodyshaming von Frauen aufhören muss, pickt sich eine intellektuelle Autorin bewusst eine andere Frau heraus, um sie auf diese abscheuliche Weise zu entmenschlichen und abzuwerten. Rechnet man die unzähligen fremden Zitate weg, bleiben bei diesem schmalen 110-Seiten-Buch vielleicht 55 bis 60 Seiten Eigenanteil übrig – und auf diesen stellt sich die Autorin selbst ein erschreckend unbarmherziges, oberflächliches Zeugnis aus. Was mich jedoch am meisten fassungslos und sprachlos zurücklässt, ist das System dahinter. Warum besaß im Verlag niemand den Mut zu sagen: „Frau Heidenreich, sind Sie sich sicher, dass Sie das so veröffentlichen wollen?“ Stattdessen druckt die Süddeutsche Zeitung hinten auf dem Buch ein Loblied von einer „imponierenden Gelassenheit“. Liebe SZ, habt ihr dieses Buch überhaupt gelesen? Es erschüttert meine Welt ein Stück weit zu sehen, wie unkritisch hier weggeschaut wird. Wenn das die viel gerühmte „Altersweisheit“ ist, verzichte ich dankend.
Ich bin zwiegespalten, was dieses Buch angeht. Einerseits war ich in der ersten Hälfte des Buches beeindruckt von der positiven Einstellung der Autorin, die erfrischend anders auf das Alter schaut, als ich es von vielen Menschen aus der Umgebung gewohnt bin, und durch die vielen Zitate auch viele Sichtweisen einbringt. Ich habe nicht selten gedacht: "Wow, so möchte ich in diesem Alter auch auf die Welt blicken und durchs Leben gehen." Andererseits ging es mir am Ende zu sehr in die Gegenüberstellung von "den Jungen und uns Alten", die meiner Meinung nach zum Teil etwas klischeehaft verläuft.
Ein sehr schönes Buch zum Thema Altern. Es hat mir einen sehr positiven Blick auf das Altern gegeben, obwohl ich davor auch keine Probleme mit den Gedanken älter zu werden etc hatte. Elke Heidenreich zitiert enorm viele Werke in diesen Buch, was mir gut gefallen hat. Mir hat es dann wieder aufgezeigt dass ich noch sehr wenig Wissen habe :D Aber ich bin ja noch jung, wenn man nach der Autorin geht. Am Ende hat sie eine Richtung eingeschlagen die für mich unerwartet kam und bei der Sichtweise ich auch nicht mitgehen kann. Elke Heidenreich beschreibt sarkastisch dass die „Alten“ am Klimawandel schuld seien, weil sie damals dies und das getan hätten. Ich habe allerdings nicht das Gefühl dass wir „Jungen“ den „Alten“ die Schuld daran geben. Sondern eher daran appellieren, dass wir gemeinsam was ändern müssen. Eine Schuldzuweisung hat mich für in den vergangenen Jahren nicht stattgefunden (Politik und Unternehmen ausgenommen). Summasumarum ein sehr lesenswertes Buch :)
Das Buch hat gut und vielversprechend angefangen und hat mich ab der Hälfte verloren. Ich habe es zum Ende hin nur noch überflogen, weil mir die Autorin immer unsympathischer wurde. Es wurden viele viele Zitate aus Literatur- und Musikgeschichte in das Buch eingebettet, bei denen ich eher den Eindruck hatte, dass sie den Intellekt und die Belesenheit der Autorin unterstreichen sollen als wirklich als Linie für das Buch und dem Leitthema zu dienen. Zudem empfand ich die Autorin als urteilend und abschätzend. Sie kommentiert das Aussehen von älteren Frauen, z.B. Madonna als etwas an Halloween und Cher als Geschmacklosigkeit. Sie schreibt darüber, früher sei nicht alles besser gewesen (oder doch?). Jung und Alt profitieren schon von einem besseren Verständnis füreinander – aber auch von dem heutigen „erbärmlichen Denken in einer erbärmlichen Zeit“. Mich hatte das Buchcover und der Titel sowie der Klappentext angesprochen, bin aber letztendlich enttäuscht. Ich habe im Verlauf noch ein wenig über Elke Heidenreich und ihrer Haltung zu anderen gesellschaftlichen Themen gelernt und weiß nun, dass ich mich der Autorin nicht weiter widmen werde.
Ein sooo gutes Buch das nicht nur älteren Menschen, sondern auch jüngeren die Augen öffnen kann. Mit vielen Zitaten die einen echt zum nachdenken bringen. Ich musste oft lachen weil es einfach so real geschrieben war und trotzdem hatte es auch seine Gänsehaut Momente.