Umlaufbahnen
von Samantha Harvey
Von oben betrachtet sieht die Welt gleich ganz anders ausSechs Astronauten schweben in einer Raumstation durchs All. Den Planeten Erde umkreisen sie einmal in 90 Minuten, sechzehnmal in 24 Stunden. Die zwei Frauen und vier Männer aus ganz unterschiedlichen Nationen arbeiten, essen und schlafen auf engstem Raum – und doch ist alles losgelöst vom Alltag, Schwerkraft und Zeitempfinden sind außer Kraft gesetzt. Was passiert, wenn man seine Heimat nur aus weiter Ferne durch ein kleines Fenster sieht? Wie verändern sich Denken und Fühlen? In dem Zeitraum von nur einem Tag, während die Sonne sechzehnmal auf- und untergeht, betrachtet dieser ungewöhnliche, kraftvoll poetische Roman die großen und kleinen Fragen der Menschheit und bringt uns der Schönheit des Universums ganz nahe. 
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Umlaufbahnen
von Samantha Harvey
Von oben betrachtet sieht die Welt gleich ganz anders ausSechs Astronauten schweben in einer Raumstation durchs All. Den Planeten Erde umkreisen sie einmal in 90 Minuten, sechzehnmal in 24 Stunden. Die zwei Frauen und vier Männer aus ganz unterschiedlichen Nationen arbeiten, essen und schlafen auf engstem Raum – und doch ist alles losgelöst vom Alltag, Schwerkraft und Zeitempfinden sind außer Kraft gesetzt. Was passiert, wenn man seine Heimat nur aus weiter Ferne durch ein kleines Fenster sieht? Wie verändern sich Denken und Fühlen? In dem Zeitraum von nur einem Tag, während die Sonne sechzehnmal auf- und untergeht, betrachtet dieser ungewöhnliche, kraftvoll poetische Roman die großen und kleinen Fragen der Menschheit und bringt uns der Schönheit des Universums ganz nahe. 
Aktuelle Rezensionen(23)
Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, das mich so wenig gepackt hat. Zwar sind die Beschreibungen sprachlich schön und teilweise sehr bildhaft, aber für mich hat sich daraus kaum ein echter Sog entwickelt. Vor allem hat mir eine klare Handlung gefehlt. Immer wieder wurden zwar einzelne Bilder und Eindrücke beschrieben, dann aber recht schnell wieder zu den Charakteren gewechselt, ohne dass diese für mich genügend Tiefe bekommen hätten. Dadurch fiel es mir schwer, eine Verbindung zu ihnen aufzubauen. Auch die Beschreibungen der Erde und der Umgebung waren zwar poetisch, aber für mich oft schwer vorstellbar. Statt mich in die Geschichte hineinzuziehen, haben sie eher Distanz geschaffen. Dazu kam, dass mir die Spannung komplett gefehlt hat. Obwohl das Buch nur 220 Seiten hat, hat es sich für mich deutlich länger angefühlt. Insgesamt war es deshalb leider kein Buch, das mich wirklich abholen konnte.
Eines der besten Bücher in diesem Jahr.
Schwereloses Erzählen, getragen von schönen Sätzen, Gedankenexperimenten und kleinen Anekdoten, die bescheiden machen. Das Buch verhandelt Menschheit, Kultur und Natur ebenso wie Zeit und Raum, Leben und Tod, Erde und Universum, ohne daraus eindeutige Antworten ableiten zu wollen. Statt Gewissheiten entstehen Relationen und Perspektiven, die sich widersprechen dürfen und gerade dadurch miteinander ins Gespräch kommen. Das Denken bleibt offen und tastend, weniger an Lösungen interessiert als an der Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten.
Ich bin noch total überwältigt von dem ganzen Eindrücken. Man fühlt sich von dieser Sprache umarmt und gleichzeitig sind die wissenschaftlichen Beschreibungen präzise und trotzdem künstlerisch. Ich habe das Buch fertig gehabt, und wollte es direkt nochmal lesen, weil ich gar nicht alles aufnehmen konnte..
Die Geschichte, die keine ist, erinnert an eine klassische Komposition. An ein Musikstück, das aus vielen Elementen besteht. Und wie passend das Gefühl ist, merke ich auf den letzten Seiten. Das Ich erzählt von oben, unten, von innen und außen. Das Außen spürt man fortwährend - die Distanz zur Erde erfährt man als Leserin am eigenen Leib. Themen werden das eine Mal leise, das andere Mal laut ausgesprochen. Manchmal so leise, dass man selbst laut lesen muss. Und sich konzentrieren muss. Wer sich dem Fall nicht hingeben möchte, für den endet die Reise nach wenigen Seiten. Doch wer durchhält, dem offenbaren sich die Farben der Erde, die es zu bewahren gilt. Bis wir verglühen.