4.6

Du und ich und für immer

By Elena Malisowa, Katerina Silwanowa, Jennie Seitz

Format:Softcover
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Kann eine Liebe Bestand haben, die nie ans Licht kommen darf?Trotz allem, was ihnen widerfahren ist, haben Jura und Wolodja beschlossen, ihrer Liebe eine Chance zu geben und gemeinsam in Charkiw zu leben. Doch der Druck, ihre Beziehung im Verborgenen leben zu müssen, lastet immer schwerer auf Jura. Der Musiker gerät in eine Schaffenskrise, die er in Alkohol ertränkt. Wolodja versucht alles, um Juras Depression zu lindern. Er merkt aber bald, dass dieser nur dann wieder zu sich finden kann, wenn er in das liberalere Deutschland zurückkehrt. Das Aus für ihre Beziehung? Oder ist Wolodja bereit, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen und ebenfalls einen Neuanfang zu wagen? »Der Umgang mit dem Buch erzählt viel darüber, wie stark die Hetze gegen queere Menschen in den vergangenen Jahren zugenommen hat und wie sie idiologisch genutzt wird, um sich vom Feindbild Westen abzugrenzen.« Der SPIEGEL über »Du und ich und der Sommer«Die »Jura und Wolodja«-Reihe:Du und ich und der SommerDu und ich und die SchwalbenDu und ich und für immer

Literary & Contemporary Fiction
640 pagesSoftcover
First published November 20, 2024

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Popular Reviews(1)

4.6(11 ratings)
Mrs MoriartyReviewed by Mrs Moriarty

eher 3,5 Sterne Insgesamt liebe ich diese Trilogie wirklich sehr und die beiden Männer mit ihrer Geschichte sind mir sehr ans Herz gewachsen. Gleichzeitig fehlt mir persönlich in diesem letzten Band irgendwie etwas. Vielleicht kam ich aber auch Jura nicht so richtig nahe, weil die Musik, die für ihn so eine alles einnehmende Rolle spielt für mich nicht ganz so greifbar war. Das ist einfach für mich persönlich kein so großes Thema und obwohl man sich mit ihm total darin verlieren kann, es ist eben kein Lieblingsthema für mich. Das hat sicher auch zu einer gewissen Distanz auf meiner Seite geführt. Gleichzeitig ist der Roman eben auch in weiten Teilen sehr hmm düster. Es geht um Depression und in weiten Teilen wird eben auch sehr realistisch geschildert, wie Juras Leben damit verlief. Das hat mich zugebener Maßen auch in einer Zeit erwischt, in der es mir eh nicht so gut geht. Ich wollte aber die Trilogie jetzt auch einfach mal beenden und nicht ewig daran herumlesen. Ich denke mir hat auch ein bisschen mehr Leichtigkeit gefehlt. Wie schon Wolodja in Band 2, geht es um Juras Leben nach dem sich die beiden als Jugendliche verliebt hatten und sich doch nicht vergessen konnten. Sein Leben ist davon geprägt, als Musiker Erfolg zu haben. Der große Druck der auch schon von seiner Mutter aufgebaut wurde, lastet immer stärker auf ihm. Und auch wenn er sich als Schwuler Mann viel schneller akzeptieren konnte, als das Wolodja gelungen ist, hat die Diskriminierungserfahrung auch ihre Spuren hinterlassen. Dazu kommt, das er seine Familiengeschichte nicht aufarbeiten konnte und sich lange davor drückt, heraus zu finden, was mit seinem jüdischen Großvater wirklich passiert ist. Immer wieder steht er sich dabei selbst im Weg und als seine Depressionen immer schlimmer werden, hat er zum Glück genug Unterstützung um sich helfen zu lassen. Als selbst Betroffene kann ich nur sagen, das diese Beschreibungen sehr Realitätsnah sind und ich nur vermuten kann, das die Autorinnen selbst auch enge Berührungen zu dem Thema hatten. Trotzdem, irgendwie war diese Abwärtsspirale mir schon fast zu viel. Das ist zwar realistisch, aber auch nicht einfach zu lesen. Ich denke ich hätte mir mehr Lichtblicke gewünscht. Das Ende der Trilogie, Das letzte Kapitel hat mich aber sehr glücklich zurück gelassen^^ dafür hat sich der ganze Band dann doch gelohnt ;) Es war total schön, aber auch bittersüß. Vor allem wenn man sich klar macht, in welche Zeit die gesamte Trilogie eingebettet wird. Die Hoffnung der frühen 90er wird schnell zerrschlagen, Russland bewegt sich in eine Richtung, die nur bestimmten Eliten neue Freiheiten garantiert. Das wird zwar nur am Rande mit erzählt, kommt aber vor allem bei Wolodjas Familie zum Tragen. Jura lebt in Deutschland und verbringt dort auch seine späte Jugend. Die Unterschiede sind aber dennoch nur subtil, da seine Prägung noch stark von der Sowjetunion bestimmt ist. Ich mag die beiden sehr und bin auch traurig, sie nun zu verlassen. Ich wünsche mir, das die Bücher Menschen erreicht, die einerseits dadurch verstehen, was es bedeutet unsere Freiheiten zu haben - und es gilt genau diese zu Verteidigen! Aber auch, was es für massive Auswirkungen hat, wenn man Hass und Diskriminierung erfahren muss. Und das sogar in der eigenen Familie.

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