3.1

Du darfst loslassen, was dir nicht guttut

By Ichiro Kishimi, Sabine Mangold

Format:Softcover
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Wir stehen heute ständig in Verbindung mit anderen Menschen –  durch die sozialen Medien, unser Arbeitsumfeld, unsere familiären Pflichten. Und auch wenn längst nicht alle Beziehungen uns guttun, scheuen wir uns häufig davor, uns aus ihnen zu lösen. Doch Kontrolle, Angst und Abhängigkeit stehen im Widerspruch zu echten Verbindungen. Vielmehr sind Freiheit, Selbstständigkeit und gegenseitiger Respekt notwendig, um authentisch zu leben. Ichiro Kishimi ermutigt seine Leser:innen, sich aus ungesunden Beziehungen und von Menschen, die ihnen nicht guttun, zu lösen – auch auf die Gefahr hin, eine Weile allein zu sein. Denn nur so schaffen wir Raum für wahre Verbindungen, die auf Gleichheit, Verständnis und Liebe aufbauen. 

Self-Help, Health & Lifestyle
272 pagesSoftcover
First published April 17, 2026

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Popular Reviews(1)

3.1(6 ratings)
TumtumReviewed by Tumtum

⭐⭐⭐☆☆ (3/5) **Du darfst loslassen, was dir nicht guttut – Ichiro Kishimi** Kishimi überträgt seine bekannte Adler'sche Grundthese (Aufgabentrennung, keine erzwungenen Bindungen) auf verschiedene Beziehungsfelder – Eltern-Kind, Arzt-Patientin, Homeoffice. Die Kapitel sind sehr kurz, eine klare Struktur oder Progression zwischen ihnen fehlt mir. Stark fand ich den Teil zu Eltern-Kind-Beziehungen: dass Kinder ihr eigenes Leben leben sollen und nicht das ihrer Eltern, ist überzeugend dargestellt. der Bezug zum Untertitel: Vom Mut allein zu sein, hat sich mir nicht wirklich erschlossen, da Entschlossenheit und das Treffen eigener Entscheidungen nicht dazu führt, allein zu sein, außer vielleicht für den Moment in Bezug auf seine Meinung. Auch der Ansatz zu Homeoffice als Vertrauens- statt Kontrollfrage ist ein netter, wenn auch nicht sonderlich origineller Transfer. Zwei Punkte haben mich aber gestört. Erstens die These, Lob sei grundsätzlich wertend und würde eine Abhängigkeit erzeugen. Das greift zu kurz.Viellicht wäre ein besser Ansatz, zu hinterfragen, wann eine Anerkennung von ermutigend zu wertend kippt. Zweitens – und das wiegt schwerer – das Beispiel Hypnose im Kapitel zur Arzt-Patientin-Beziehung. Kishimi stellt Hypnose als Machtausübung des Therapeuten dar, als würde dieser die PatientInnen "unter Kontrolle" bringen. Das entspricht nicht dem heutigen, auch klinischen Verständnis: In der Hypnotherapie (etwa nach Milton Erickson) gilt Hypnose als eine Form der Selbsthypnose, bei der der Therapeut lediglich einen Zustand moderiert, den die Person selbst herstellt – kein Fremdeinfluss, sondern eher ein Weg zu mehr Selbstkontrolle und Selbstermächtigung. Dass Kishimi das Gegenteil behauptet, wirkt, als hätte er sich mit dem Thema nicht wirklich auseinandergesetzt, sondern ein populäres Klischee aus der Bühnenhypnose übernommen statt aus der Therapiepraxis. Insgesamt: lesenswert für den Eltern-Kind-Teil, aber bei der Hypnose-Passage hätte etwas mehr Recherche gutgetan.

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