Format:Hardcover

Wussten Sie, dass große Popsongs und Filme von einem unglücklichen, aber genialen Künstler stammen? Und damit einem solchen die Ideen nicht ausgehen, sorgen in diesem Roman 'Beschützer' dafür, dass ihm ständig neues Leid widerfährt. Denn das ist der Rohstoff, aus dem wahre Kunst entsteht. Bringt das Genie das Kunststück fertig, trotzdem ein glücklicher Künstler zu werden? Vincent - ein Chamäleon von einem Roman, der als Satire beginnt, sich in einen bizarren Alptraum verwandelt und am Ende zu Tränen rührt.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
431 Seiten • Hardcover
Erschienen an: 2005

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Aktuelle Rezensionen(7)

4.0(56 ratings)
Gloria Apáti 🦩Rezension von Gloria Apáti 🦩

Die Grundidee des Buches war nett, aber die Umsetzung dann doch zu bizarr und für mich zu männlich geprägt.

LisaRezension von Lisa

Sehr schönes Buch mit Tiefgang. Stellenweise schockierend, aber so spielt das Leben. Ich habe Vincent gern beim Älterwerden auf seinem steinigen Weg begleitet und das Buch kaum aus der Hand gelegt. Absolute Leseempfehlung!

LenaRezension von Lena

An sich eine spannende Idee, dass Topos des „leidenden“ Künstlers dahingehend zum Thema zu machen, dass dieses Leid von außen hergestellt wird. Der Roman wird aus der Sicht von Harlan erzählt, der als Manager in das Leben von Vincent eingreift, indem er beispielsweise alle Beziehungen zu Frauen torpediert, und rechtfertigt dies des Weiteren damit, dass diese Frauen ja eh nicht gut genug für Vincent seien, stattdessen soll aus dem Leid und der Einsamkeit echte und wahre Kunst entstehen. Kritikpunkt 1: das Buch ist in Abschnitten gegliedert, die mit den Namen von Frauen in Vincents und Harlans Leben überschrieben sind. Diese Frauen sind aber wahnsinnig blass und kommen selbst kaum zu Wort. Überhaupt der Redeanteil aller Frauen in diesem Buch ist quasi nicht der Rede wert. Kritikpunkt 2: das Buch ist wirklich schlecht gealtert. Der komplizierte Nachname von Vincents Mutter … Man hört, wie 2004 Leute gelacht haben, heute schämt man sich, dass das mal lustig war … Kritikpunkt 3: das Buch wird aus der Sicht von Harlan geschrieben, was ich an sich gut finde, denn es ist ja spannend, warum jemand so massiv das Glück von jemand anderen verbaut, damit bessere Kunst entsteht. Aber die Person, die erzählt, bleibt doch eher die ganze Zeit im Hintergrund. Gleichzeitig wird der Fokus aber auch nicht auf Vincent gelegt. Und so bleiben alle Figuren eher blass und da kann ich dann die moralische Fragwürdigkeit des Ich- Erzählers nicht verzeihen. Kritikpunkt 4: Ich selbst erwische mich auch öfter dabei, den Topos des „leidenden Künstlers“ lebendig zu halten, denn Kummer und Einsamkeit und Trauer sind eben fruchtbare Themen, aber diese Firma, die Einsamkeit und Leid herstellt, um bessere Kunst zu schaffen, hat es einfach nicht verstanden. Erstens: Vincent kann ja gar nicht EINSAM sein, weil er ja immer Harlan an seiner Seite hat und damit eine konstante Person. Zweitens: das Leid in der erzählten Welt ist für mich nicht kohärent. Ich kann nicht den Finger drauflegen, aber für mich stimmt da einfach was nicht. Ich glaube, da hätte es mehr Reibung geben müssen. Indem zum Beispiels Vincent nicht erfolgreich geworden wäre, weil Leid nicht hergestellt werden kann, es muss erfahren werden, sonst funktioniert es meines Erachtens nicht. Für mich war der Roman leider enttäuschend, weil er ein spannendes Thema und große Themen wahnsinnig klein macht. Da schreibt jemand ein Buch über einsame Menschen und scheint nicht verstanden zu haben, was Einsamkeit mit Menschen wirklich macht …

philoSophie Rezension von philoSophie

Die Story hat mich sehr angesprochen weil es die heute Musik- und Unterhaltungskultur widerspiegelt. Wie hat die Kunst sich verändert? Bedeutet Kunst gleich Leid? Es war anfangs schwer reinzukommen. Der Schreibstil und die ständigen Zeitsprünge waren verwirrend. Was sich aber Gott sei dank nach dem ersten Viertel gelegt hat, ab da lies es sich gut lesen. Die Hauptfigur war für mich eher Harlan der Manager und nicht Vincent, der sein vorheriges tristes und erfolgloses Leben auf Vincent (dem Kunstprojekt) projizierte. Es war traurig mitzuerleben das ein Leben so kaputt zu machen damit andere Profit daraus schlagen können. Auch ein großer Punkt in unserer Gesellschaft. Vom ende war ich ein bisschen enttäuscht, da hätte ich mir mehr Emotionen gewünscht und irgendwie verlief es für mich eher ins Leere als in einem schönen sinnvollen Ende. Trotz allem lesenswert!

NiklasRezension von Niklas

Wenn du 16 und misanthropisch bist, wirst du dieses Buch lieben

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