Ein »ethischer Mindfuck« (Dimitri Verhulst): Gaea Schoetersʼ preisgekrönter Roman erzählt provokant, radikal und mit außergewöhnlicher Tiefenschärfe von den Grenzen zwischen Richtig und Falsch. Hunter, steinreich, Amerikaner und begeisterter Jäger, hatte schon fast alles vor dem Lauf. Doch sein Projekt, die Big Five vollzumachen, wird jäh von Wilderern durchkreuzt. Hunter sinnt auf Rache, als er gefragt wird, ob er schon einmal von den Big Six gehört habe …
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Trophäe
von Gaea Schoeters, Lisa Mensing
Ein »ethischer Mindfuck« (Dimitri Verhulst): Gaea Schoetersʼ preisgekrönter Roman erzählt provokant, radikal und mit außergewöhnlicher Tiefenschärfe von den Grenzen zwischen Richtig und Falsch. Hunter, steinreich, Amerikaner und begeisterter Jäger, hatte schon fast alles vor dem Lauf. Doch sein Projekt, die Big Five vollzumachen, wird jäh von Wilderern durchkreuzt. Hunter sinnt auf Rache, als er gefragt wird, ob er schon einmal von den Big Six gehört habe …
Aktuelle Rezensionen(46)
OH MEIN GOTT. Was war das denn? Top 5 dieses jahr, ganz klar. So anders, so aufwühlend, so wichtig, so verstörend, so spannend. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und brauchte danach einige Tage, um für ein neues Buch bereit zu sein. Trotzdem kommt die Geschichte immer wieder hoch, so richtig loslassen kann ich sie noch nicht. Absolute Lese-Empfehlung.
Unglaublich gut aber auch unglaublich verstörend. Auf jeden Fall zu empfehlen!!
Schockierend. Dieses Buch wird noch lange nachhallen.
Ein Roman, der einen moralisch komplett widerstrebt und trotzdem nicht loslässt. Hunter White, steinreicher amerikanischer Großwildjäger, will in Afrika seine “Big Five” vollenden – und gerät dabei in einen Sog aus Gier, Rechtfertigung und Grenzüberschreitung, der einen fassungslos zurücklässt. Schoeters schreibt bildgewaltig und sinnlich – man riecht förmlich den afrikanischen Busch, schleicht mit durchs hohe Gras, fiebert mit, obwohl man mit den Werten des Protagonisten nichts, aber auch gar nichts anfangen kann. Genau darin liegt die Stärke des Buchs: Es zwingt einen, eine Perspektive auszuhalten, die man zutiefst ablehnt, ohne dabei je zu verharmlosen oder zu verherrlichen. Inhaltlich ist das harter Tobak – die Argumentationen der Jagd-Befürworter sind kaum auszuhalten, gerade weil sie so glatt und scheinbar plausibel daherkommen. Kleiner Abzug gibt’s von mir für ein paar Längen: Manche der inneren Monologe Hunters hätten gerne etwas gestrafft werden können. Trotzdem: ein Buch, das nachwirkt und zum Nachdenken zwingt. Absolut lesenswert – auch und gerade wenn man mit Jagd nichts anfangen kann.
Habe es als Hörbuch, gesprochen von Herr von Bülow gehört. Es hat mich total gepackt und nachhaltig beschäftigt. Teilweise sehr harte Kost, aber definitiv eine Bereicherung.