»Die Kälte in ihr sagte ihr, dass sie zwischen Leben und Sterben wählen musste.« Laure ist neunzehn Jahre alt und magersüchtig. Als die Krankheit lebensbedrohlich ist, wird sie in eine Klinik eingewiesen. Bei der Wahl für oder gegen das Leben hilft ihr vor allem der Arzt, dessen Patientin sie wird. Er ist der Einzige, der hartnäckig um sie ringt. Nach langer Zeit ist er der erste Mensch, dem sich Laure öffnet. Und sie erzählt von dem Teil ihrer Kindheit, der sie in diese Krankheit getrieben hat: das Zusammenleben mit ihrer psychisch kranken Mutter. Drei Monate Krankenhausleben werden geschildert, drei Monate, in denen Laure ihren Todeswunsch überwindet und sich in ihr allmählich ein Lebenswille und sogar der Wunsch nach Freude am Leben wieder einstellt.
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Tage ohne Hunger
von Delphine de Vigan, Doris Heinemann
»Die Kälte in ihr sagte ihr, dass sie zwischen Leben und Sterben wählen musste.« Laure ist neunzehn Jahre alt und magersüchtig. Als die Krankheit lebensbedrohlich ist, wird sie in eine Klinik eingewiesen. Bei der Wahl für oder gegen das Leben hilft ihr vor allem der Arzt, dessen Patientin sie wird. Er ist der Einzige, der hartnäckig um sie ringt. Nach langer Zeit ist er der erste Mensch, dem sich Laure öffnet. Und sie erzählt von dem Teil ihrer Kindheit, der sie in diese Krankheit getrieben hat: das Zusammenleben mit ihrer psychisch kranken Mutter. Drei Monate Krankenhausleben werden geschildert, drei Monate, in denen Laure ihren Todeswunsch überwindet und sich in ihr allmählich ein Lebenswille und sogar der Wunsch nach Freude am Leben wieder einstellt.
Aktuelle Rezensionen(1)
Tagebuch einer Magersucht Von Selbsteinweisung in eine französische Klinik, bis zur Entlassung. Laure, 19 J., 175 cm groß und 36 kg leicht wählt die Selbsteinweiseung in eine frz. Klinik, weil sie die Kälte nicht mehr aushält. Sie bekommt eine Magensonde, Ziel sind tgl. 4500 kcal. Der Klinikalltag gleicht einer Kleinstadt, in der sie Freundschaften schließt, Gleichgesinnte findet und sich in den behandelnden Arzt verliebt. Je näher die Entlassung rückt - bei 50 kg - desto mehr klammert sie sich an die Magersucht Ich fand es vergleichsweise schwer zu lesen, weil es so dahinplätschert. Die Hintergründe der Krankheit, was sie Laure gibt, werden durchaus erwähnt. Es ist gerade interessant, wenn man sich mehr Verständnis für Betroffene aufbauen will und einmal hinter die Kulissen blicken möchte. Ich habe ein paar denkwürdige Zitate aufgegriffen. Jedoch über Laure selbst erfährt man wenig. Wer sie ist. Über ihre Wünsche, ihre Träume, ihre Ziele. Versteckt sie sich, oder will sie die Zeit anhalten? „Unter Anorektikern fragt man zunächst nach dem wieviel - wie viele Kilos, wie viele Kalorien, wie viel Zeit- , man fragt nicht nach dem warum. Solche Dinge kommen später, mit dem Salz der Tränen.“ S. 68 / 69 , Delphine De Vigan - Tage ohne Hunger